Willkommen bei "Natur-im-Garten"
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ein Vielfaltsgarten

Ein natürlicher Lebensraum zum Erleben, Entdecken und Lernen in Worms

Ein Naturgarten,


der ohne Benzin, Torf und schädliche Chemie auskommt, ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern bietet auch einen gesünderen Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze. Durch achtsame Handarbeit, torffreie Erde, regionale Holzressourcen und natürliche Schutzmaßnahmen schaffen wir eine nachhaltige, harmonische Gartenwelt.

Verzicht auf synthetische DĂŒnger und Pflanzenschutzmittel


Chemische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger haben ihre Schattenseiten. Rückstände im Gemüse, geschädigtes Bodenleben, Insektensterben und die Belastung von Grundwasser sind nur einige der Probleme. Wer hingegen auf natürliche Methoden setzt, erhält nicht nur gesündere Pflanzen, sondern stärkt langfristig die Widerstandskraft des gesamten Gartensystems. Der Verzicht auf Chemie ist also kein Verzicht auf Erfolg, sondern Gewinn für alle Beteiligten.

Alternativen:
Fruchtbarer Boden (durch Kompost, mulchen, Pflanzenjauchen, Hornspäne, Gesteinsmehl oder Algenkalk)
Pflanzenstärkung
Nützlinge fördern
Mischkultur
Fruchtfolge
Wildkräuter 

Erde ohne Torf


Torf stammt aus Mooren. Sie sind Heimat zahlreicher bedrohter Arten und speichert enorme Mengen Kohlenstoff. Aus diesem Grund verwenden wir Erden ohne Torf.
Projektstart - November 2025
Am 14. November 2025 traf ich mich mit Frau Becker, der Gartenbesitzerin, und dem 1. Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Worms (Michael Leukam), um gemeinsam den Grundstein für ein neues Vorhaben zu legen. Als BUND-Mitglieder der Kreisgruppe Worms setzen wir uns das Ziel, einen Projektgarten zu schaffen. Schritt für Schritt möchte ich nun den "Natur-im-Garten" zu einem Erlebnis-, Lern- und Lehrgarten für den praktischen Naturschutz weiterentwickeln. Mein Bestreben ist es, so bald wie möglich einen kostenfreien Zugang für Kindertagesstätten, Schulen und alle Interessierten zu ermöglichen. Vielfältige pädagogische Angebote rund um den Natur- und Umweltschutz stehen BesucherInnen dann offen und laden Jung und Alt dazu ein, Natur hautnah zu erleben, zu entdecken und zu verstehen. 
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Kriterien

Im Naturgarten sollen nach und nach verschiedene Kleinprojekte (s.u.) entstehen. GemĂ€ĂŸ den Naturgartenprinzipien werden ausschließlich heimische Pflanzen eingebracht. Wichtig ist uns der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, der Verzicht auf chemisch-synthetische DĂŒnger, der Verzicht auf den Einsatz von Torf. Wir wollen eine hohe ökologische Vielfalt (BiodiversitĂ€t) erreichen.

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SchĂŒler-AG

Erfreulicherweise zeichnet sich ein Projekt mit einer Schule ab, die im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft wöchentlich ihre eigenen Beete anlegen und pflegen wird. Damit haben diese Kinder einen „Natur-Erfahrungs-Raum“ in dem sie u.a. den GemĂŒse- und Obstanbau und die natĂŒrlichen KreislĂ€ufe unmittelbar erleben können.

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Vorher

Ähnliche Kleinprojekte habe ich bereits im Bienen- und Naturgarten der Bienenfreunde Wonnegau e.V. geplant, umgesetzt und ĂŒberwiegend privat finanziert. Bilder davon sind auf der Homepage des Imkervereins zu sehen. Nach dem Abschluss meiner Arbeit wurden hier leider zentrale Naturgartenkriterien nicht mehr eingehalten, weshalb ich mein Engagement dort beendet habe.

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Perspektive

Bis zum August 2026 habe ich das Naturgarten-Konzept schrittweise und konsequent umgesetzt. Fast alle Elemente sind angelegt. Langfristig strebe ich zielfĂŒhrende Kooperationen mit Privatpersonen, Organisationen und Firmen an, die sich schon im Naturschutz engagieren oder dies in Zukunft tun möchten. Idealerweise könnten bereits im kommenden Jahr die ersten Kurse angeboten werden.

Naturgarten
In einem Naturgarten leben Menschen, Pflanzen und Tier im Einklang. Er bietet vielen Tieren Nahrung und Unterschlupf. Durch verschiedene Elemente ist er ein Beitrag zur Artenvielfalt. Ein Hauptmerkmal ist die Verwendung regionaler Wildpflanzen, die einen hohen ökologische Wert fĂŒr die heimische Tierwelt haben. Problematische Arten, insbesondere invasive Neophyten, werden konsequent entfernt. Ebenso werden vielfĂ€ltige Nisthilfen angeboten (z.B. fĂŒr Vögel, Insekten und KleinsĂ€uger) und LebensrĂ€umen fĂŒr viele Tier- und Pflanzenarten geschaffen wie z.B. GewĂ€sser, umgefallenen BĂ€umen, Wiesen, Waldgesellschaften, feuchte Mulden.
Typische Elemente eines Naturgartens sind:
Hecken - begrünte Hauswände - Nisthilfen (Vögel, Gartenschläfer, Wildbienen, Fledermäuse, Insekten, Igel usw.) - Feuchtbiotope (Teich, Sumpf) - Kompost - Kräuterspiralen - Steinhaufen - Totholz - Wildblumenwiese - alte Obstsorten - Schmetterlingsweide - Trockenmauer - Käferkeller - Eidechsenburg ...
Renaturierung
Renaturierung – Aus einem Garten wird wieder Natur.
Die Umgestaltung des Gartens begann mit einer umfassenden Renaturierung. Ziel war es, versiegelte Flächen zurückzubauen, Schadstoffe zu entfernen und den Garten wieder zu einem naturnahen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu entwickeln. Zahlreiche gemauerte Elemente wie Frühbeete und Kompostanlagen wurden abgebaut. Betonierte und mit Gehwegplatten versiegelte Wege wichen naturnahen Pfaden aus Holzhackschnitzeln. Insgesamt wurden dabei mehr als acht Tonnen Bauschutt fachgerecht entsorgt. Die frei gewordenen Flächen wurden teilweise mit Mutterboden aufgefüllt und bieten nun wieder Platz für eine vielfältige Vegetation.Auch viele überflüssige Metallstangen sowie belastete, imprägnierte Hölzer wurden entfernt. Besonderes Augenmerk lag außerdem auf der Beseitigung invasiver Neophyten, die heimische Pflanzen verdrängen können. Arten wie der Zurückgebogene Amarant, die Ballonblume oder die Gewöhnliche Schneebeere wurden entfernt und schrittweise durch einheimische Wildpflanzen ersetzt. Ein weiterer Schwerpunkt war die Beseitigung von Kunststoffabfällen. Sichtschutzplanen, Plexiglasplatten, Folien und sogar unter Betonschichten verborgenes Styropor wurden entfernt. Zudem kamen bei den Arbeiten zahlreiche im Boden vergrabene Kunststoffreste, alte Pflanzenschilder und zersetzte Plastikschnüre zum Vorschein, die ebenfalls fachgerecht entsorgt wurden. Beim Bau neuer Naturgartenelemente kamen stattdessen überwiegend natürliche und langlebige Materialien wie Holz, Natursteine und Metall zum Einsatz. Lediglich für den Bau des Teiches war der Einsatz einer Teichfolie unvermeidbar. Auch gesundheitlich bedenkliche Materialien wurden konsequent entfernt. Mehrere Beetbegrenzungen bestanden aus asbesthaltigen Platten, die fachgerecht ausgebaut und entsorgt wurden. Bei allen Maßnahmen wurde darauf geachtet, den Garten nicht nur ökologisch aufzuwerten, sondern ihn auch für seine tierischen Bewohner sicherer zu machen. Gefährliche Zäune wurden entfernt und an geeigneten Stellen Igeldurchgänge geschaffen, damit Igel und andere Kleinsäuger den Garten ungehindert durchqueren können.Die Renaturierung bildet das Fundament des gesamten Projekts. Erst durch den Rückbau belastender und naturferner Strukturen konnte ein vielfältiger Naturgarten entstehen, der heute Lebensraum für zahlreiche heimische Tier- und Pflanzenarten bietet und gleichzeitig als Lernort für Kinder und Erwachsene dient.
1. Naturgarten-Element:
Die Eidechsenburg mit Sandarium 
Für Eidechsen ist eine naturnahe Gartengestaltung das A und O. Gestaltungselemente wie Hecken, Steinhaufen, Trockenmauern, Blühwiesen, vegetationsarme sandige Flächen oder Totholzhaufen bieten Eidechsen, aber auch zahllosen anderen Tieren Nahrungsquellen sowie Schutz- und Brutplätze. Auf dem Speiseplan von Eidechsen stehen: Heuschrecken, Spinne, Fliegen, Käfer, Würmer, Raupen und Schnecken. Die Steine dienen als Sonnendecks, auf denen die Eidechsen Wärme tanken und gleichzeitig den Überblick über die nähere Umgebung behalten können. Am unteren Rand der Wind- und Nordseite der Burg kann eine bepflanzte Erdanhäufung zusätzlichen Schutz bieten. Der Keller ist für die Überwinterung notwendig. Für die Nachwuchsförderung befindet sich an der Südseite der Eidechsenburg eine Sandgrube mit ungewaschenem Sand zur Eiablage. Zauneidechsen beispielsweise nutzen solche Plätze gerne, um in ihnen ihre Eier abzulegen und von der Sonne ausbrüten zu lassen. Ein Sandarium wird auch von einigen Wildbienenarten als Nistplatz genutzt.
2. Naturgarten-Element:
Wurzelgarten
Der Wurzelgarten (Stumpery) wird anders angelegt als übliche Totholzelemente, da er andere Ziele verfolgt. Hier werden Baumwurzeln im Halbschatten oder Schatten aufgehäuft und so viele unterschiedliche Hohlräume geschaffen. Die Hohlräume werden zum Teil mit Erdreich gefüllt. Das Beet wird mit heimischen, schattenliebenden Pflanzen begrünt. Die aktuelle Pflanzliste meines Wurzelgartens können Sie unter:  https://www.naturadb.de/listen/sp8sczbj/ einsehen. So entsteht ein einzigartiges Kleinklima, das z.B. Laufkäfer, Kröten, Eidechsen, Mauswiesel und Vögel anzieht. Auch Holzwespen und Holzbienen findet man hier. Auf dem waldartigen Boden finden sich viele Kleinstlebewesen (z.B. Asseln, Tausendfüßler und Springschwänze, Schnecken und Schnegel), die wiederum als Nahrung für andere Tiere dienen. Rotkehlchen und Zaunkönig z.B. suchen gerne nach Nahrung in den Ecken und Winkeln der alten Wurzeln. Igel finden hier verschiedene Käferarten. Hornissen und einige Wespenarten raspeln das Holz ab um es für den Nestbau weiter zu verwenden.
3. Naturgarten-Element:
Schmale Hecke
Die schmale Hecke – eine grüne Grenze für den Artenschutz mit wenig Platzbedarf.

Schmale Hecken mit einer einreihigen Pflanzung von heimischen Gehölzen und einem Pflanzabstand von 30 bis 50 cm bieten eine naturnahe Möglichkeit, Grundstücke abzutrennen. Mit einer geringen Tiefe (ca. 1 Meter) schafft die Hecke einen natürlichen Zaun. Sie bietet Schutz vor Wind und auch Lärm und ist ein ökologisch wertvoller Lebensraum. Vögel wie Amsel, Zaunkönig und Heckenbraunelle nisten in dichten Zweigen, Wildbienen nutzen blühende Arten wie Wildrose oder Kornelkirsche als Nektarquelle, Schmetterlingsraupen finden Futter auf heimischen Laubgehölzen und Käfer und Spinnen leben im Blätterdach. Dornige Sorten bieten Vögeln und Kleinsäugern Schutz vor Fressfeinden. Unter https://www.naturadb.de/listen/nwnovgab/ sind alle gepflanzten Gehölze aufgelistet. Von diesen neuen Pflanzen können 348 Tierarten profitieren (s. Grafik).

Eiben

Taxus baccata

Einheimischer Nadelbaum

Apfelbaum

Malus domestica

Einheimische Kulturpflanze

verschiedene SauerkirschbÀume

Prunus cerasus

Nichtheimische Kulturpflanze - gilt aber als nicht-invasiv

Korkenzieherweide

Salix matsudana

Nichtheimischer Laubbaum - gilt aber als nicht-invasiv

Feldahorn

Acer campestre

Einheimischer Laubbaum

Gold-Johannisbeere

Ribes aureum

Zierstrauch aus Nordamerika - gilt aber als nicht-invasiv

Ess-Kastanie

Castanea sativa

Sorte einer heimischen Art

Apfelquitte

Cydonia

unbekannte Sorte - Kulturpflanze - nichtheimischer Laubbaum - gilt aber als nicht-invasiv

Echte Feige

Ficus carica

unbekannte Sorte - Kulturpflanze - nichtheimischer Laubbaum - gilt aber als nicht-invasiv

Schwarzer Holunder

Sambucus nigra

Heimischer Laubbaum - wichtige Insektenpflanze

Blut-Johanniskraut

Hypericum androsaemum

Nichtheimische Pflanze- gilt aber als nicht-invasiv

Weiße Schneebeere

Symphoricarpos albus

invasiver Neophyt - wurde entfernt!

Mahonie

Mahonia aquifolium

invasiver Neophyt - wurde entfernt!

Gewöhnlicher Liguster

Ligustrum vulgare

Heimischer Strauch - Insektenpflanze

Gewöhnliche Esche

Fraxinus excelsior

Einheimisches ÖlbaumgewĂ€chs -  Raupenfutter fĂŒr 27 Schmetterlingsarten -  WindblĂŒtig, aber von Honigbienen gerne besucht -  Ökologisch wichtig und mit vielen Tieren und Pflanzen assoziiert

Eingriffeliger Weißdorn

Crataegus monogyna

Einheimischer Strauch - Gute Bienenweide, vorwiegend von Fliegen und Honigbienen bestĂ€ubt - Nektarlieferant und Raupenfutter fĂŒr zahlreiche Schmetterlinge

Gemeine Hasel

Corylus avellana

Einheimischer Strauch; BlĂŒte bereits in Januar und Februar, damit eine wertvolle Pollenquelle fĂŒr frĂŒhe Bienen; BlĂ€tter begehrtes Raupenfutter; NĂŒsse wichtige Nahrungsgrundlage fĂŒr Vögel und KleinsĂ€uger

Stachelbeere

Ribes uva-crispa

heimische Wildform; wichtige Insektenpflanze

Spitz-Ahorn

Acer platanoides

Einheimische Ahornart; Wichtiger frĂŒhblĂŒhender Nektarlieferant fĂŒr Schmetterlinge, Wildbienen und Hummeln

Echte Walnuss

Juglans regia

Einheimischer Vertreter der WalnussgewĂ€chse; Wichtige Futterpflanze fĂŒr große Vögel und kleine SĂ€uger

Chinesischer Wacholder

Juniperus chinensis

nicht heimische Wildform; gilt als nicht-invasiv

Lawsons Scheinzypresse

Chamaecyparis lawsoniana

nicht heimische Wildform; nicht invasiv

Gewöhnliche Rosskastanie

Aesculus hippocastanum

nicht heimische Wildform; gilt als nicht-invasiv

Roter Hartriegel

Cornus sanguinea

Einheimischer Strauch oder Baum aus der Familie der HartriegelgewĂ€chse - wichtiges VogelnĂ€hrgehölz - Bienenweide und Raupenfutter fĂŒr viele Schmetterlinge

Efeu

Hedera helix

ImmergrĂŒne, einheimische Rankpflanze - wichtige Insektenpflanze (Wildbienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen, KĂ€fer)

4. Naturgarten-Element:
Nisthilfen für Vögel und ......
Nistkästen für Vögel sollten in der Regel in einer Höhe von 2 bis 3 Metern angebracht werden. Das Einflugloch ist nach Osten oder Südosten ausgerichtet. Die Befestigung mit einem stabilen Drahtbügel, der mit einem alten Gartenschlauch überzogen ist, schützt den Baum vor Schäden. Nisthilfen dienen auch Kleinsäugern und Insekten als Schlaf- und Überwinterungsplätze. 
Zudem gibt es spezielle Nisthilfen für Fledermäuse, Kleinsäuger und Insekten.

Noch einige Hinweise: 
  • Nistkästen sollten eher nach vorne überhängen (Regenschutz) und niemals nach hinten.
  • Nisthilfen gleicher Bauart sollten mindestens 10 Meter voneinander entfernt aufgehängt werden (Ausnahme: Koloniebrüter wie Star und Schwalbe). So finden brütende Tiere ausreichend Nahrung für sich und den Nachwuchs.
  • Für eine Halbhöhle eignen sich geschützte, möglichst katzen- und marderunzugängliche Orte an Hauswänden, auf Balkonen oder an Schuppen und Gartenhäusern.
  • Ab Oktober sollten die Nisthilfen auf Funktionsfähigkeit geprüft, geleert und gereinigt werden. Nach der Brutsaison im Herbst bietet sich eine gute Gelegenheit, Nistmaterial zu entfernen und Nistkästen auszubessern. Nistkästen werden auch von Zwischenmietern wie Siebenschläfern, Hasel- oder Fledermäusen genutzt und dienen zahlreichen Insektenarten in der kalten Jahreszeit als schützende Behausung. Vor dem Putzen empfiehlt es sich, zuerst anzuklopfen und zu prüfen, ob der Kasten wirklich leer ist.

    Die meisten Nistkästen in diesem Garten wurden von Herrn Roth angefertigt. Er ist Hobbyschreiner, fertigt die Kästen nach erprobten Bauplänen an und geht auch auf individuelle Wünsche ein. Seine Arbeiten bietet er bei (eBay) kleinanzeigen.de an. 
    ... Und Herr Roth spendet einen Teil des Kaufpreises immer dem Tierheim in Mannheim.

1. NistkÀsten mit einem 32mm-Einflugloch

Geeignet fĂŒr grĂ¶ĂŸere Meisenarten wie z.B. Kohlmeise oder Haubenmeise, Kleiber, TrauerschnĂ€pper, Gartenrotschwanz, HalsbandschnĂ€pper, Wendehals, Feldsperling, Haussperling. Manchmal nutzen auch FledermĂ€use die Nisthilfe als Ruhe- oder Übernachtungsquartier.

2. NistkÀsten mit einem 28mm-Einflugloch

Besonders geeignet fĂŒr kleine Meisen wie z.B. Blaumeise, Tannenmeise, Sumpfmeise und eventuell Zaunkönig.

3. Nistkasten mit Langloch

NistkĂ€sten mit Langloch sind besonders fĂŒr den Gartenrotschwanz geeignet.

4. Halbhöhlen

Geeignet fĂŒr HalbhöhlenbrĂŒter wie z.B. Bachstelze, GrauschnĂ€pper, Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Amsel, gelegentlich Zaunkönig und Gartenrotschwanz.

5. Spatzenhaus

Feld- und Haussperlinge brĂŒten gerne in kleinen Kolonien. Obwohl auch einzelne NistkĂ€sten angenommen werden, bevorzugen sie sogenannte Kolonie-NistkĂ€sten, in denen mehrere Paare nebeneinander brĂŒten können.

6. GartenschlÀfer-KÀsten

Viele natĂŒrliche Verstecke wie alte Baumhöhlen, dichte Strauchbereiche oder Totholz sind heute verschwunden. Bilche benötigen diese aber fĂŒr die Tagesruhe und auch als Schlaf- und Überwinterungsquartiere. Diese NistkĂ€sten bieten Ersatz. Neben GartenschlĂ€fern nutzen auch HaselmĂ€use (die auf der Roten Liste stehen) diese KĂ€sten. Der Einschlupf befindet sich auf der RĂŒckseite, also dem Baum zugewandt. Vögel beziehen den Nistkasten deshalb nicht.

7. Fledermauskasten

Da es nur noch wenig Baumhöhlen gibt, sind diese Ersatzquartiere fĂŒr FledermĂ€use wichtig. FlachkĂ€sten dienen spaltenbewohnenden Fledermausarten (Zwergfledermaus, Rauhhautfledermaus, Bartfledermaus oder BreitflĂŒgelfledermaus) als Unterschlupf.

8. Nisthilfen fĂŒr Wildbienen 1 - Die waagrechte Röhre

In der freien Natur suchen die Tiere nach einem lĂ€nglichen Hohlraum. FĂŒr eine Nisthilfe kommen folgende Bauteile diesem Anspruch am ehesten entgegen: Bambusröhrchen, SchilfstĂ€ngel, Pappröhrchen und Strohhalme. Wichtig ist, dass - die Röhren auf der RĂŒckseite geschlossen sind,  der Durchmesser zu den Bewohnern passt (3-10 mm),  das Innere sauber und glatt wie ein Bienenpopo ist, sich der Eingang ohne Verletzungen benutzen lĂ€sst, die Wohnröhren Luft und Feuchtigkeit durchlassen, ein Draht zum Schutz vor Spechten, Meisen u.Ă€. angebracht wird.

9. Nisthilfen fĂŒr Wildbienen 2 - senkrechte MarkstĂ€ngel

Geeignet sind vor allem Brom- und Himbeere, Heckenrose, Sommerflieder, Königskerze, Herzgespann und Distelarten. Voraussetzung fĂŒr erfolgreiches Nisten ist nur, dass es solche Zweige und StĂ€ngel im SpĂ€tsommer gibt und dass diese abgestorbenen Pflanzenteile bis zum FrĂŒhling stehen bleiben.

10. Nisthilfen fĂŒr Wildbienen 3 - Nistziegel aus Ton oder Lehm

Die Ziegel können aus gebranntem, lufthĂ€rtendem Ton oder Lehm hergestellt werden. Der ideale Standort sollte sonnig, regengeschĂŒtzt und idealerweise in SĂŒd- oder SĂŒdostausrichtung sein.

11. Nisthilfen fĂŒr Wildbienen 4 - Holz

IN ARBEIT                    Besonders einfach herzustellen sind Nisthölzer mit BohrgĂ€ngen fĂŒr hohlraumbewohnende, solitĂ€r lebende Wildbienenarten. Man verwendet hierzu ausschließlich entrindetes Hartholz, am besten Esche. Es wird ins LĂ€ngsholz gebohrt, also nicht in das Hirnholz. Der Bohrlochdurchmesser sollte 3 - 8 Millimeter betragen.

12. Nisthilfen fĂŒr Wildbienen 5 - unterirdischer Hummelkasten

In Deutschland stehen Hummeln unter besonderem Schutz nach der Bundesartenschutzverordnung und dem Bundesnaturschutzgesetz. Viele Arten sind gefĂ€hrdet, zum Beispiel durch Lebensraumverlust, intensive Landwirtschaft und den RĂŒckgang von BlĂŒtenpflanzen. Daher ist es wichtig, Hummeln zu schĂŒtzen und ihre LebensrĂ€ume zu erhalten. Einige Hummelarten bauen ihre Nester unter der Erde (z.B. Dunkle Erdhummel, Helle Erdhummel, Wiesenhummel, Gartenhummel), hĂ€ufig in verlassenen MĂ€usegĂ€ngen oder anderen HohlrĂ€umen im Boden. Dort legt die Hummelkönigin im FrĂŒhjahr ihre Eier und grĂŒndet ein Volk, das von Arbeiterinnen versorgt wird. Unterirdische Nester schĂŒtzen die Hummeln vor Wetter und Feinden. Hummeln sind wichtige BestĂ€uber fĂŒr viele Pflanzen, und nur die jungen Königinnen ĂŒberwintern, um im nĂ€chsten Jahr neue Nester zu grĂŒnden.đŸđŸŒŒ

13. Nisthilfen fĂŒr Wildbienen 6 - SteilwĂ€nde

IN ARBEIT                         SteilwĂ€nde sind wichtige NistplĂ€tze fĂŒr viele Wildbienen und Einsiedlerwespen. Arten wie Pelzbienen, Seidenbienen, Furchenbienen, Sandbienen, Maskenbienen und Schornsteinwespen graben ihre Nester selbst in sandige oder lehmige SteilwĂ€nde. Auch Gehörnte Mauerbiene und Rote Mauerbiene sind dort hĂ€ufig zu finden, da sie manchmal verlassene Nester anderer Arten ĂŒbernehmen. Heute sind ihre natĂŒrlichen LebensrĂ€ume selten geworden. Ersatzstrukturen (kĂŒnstliche SteilwĂ€nde) sind deswegen wichtige LebensrĂ€ume fĂŒr spezialisierte Wildbienen und solitĂ€re Wespen und tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei. 🐝

14. KĂ€ferkeller

Siehe unten!

15. Eidechsenburg mit Sandarium

Siehe oben!

16. Benjeshecke

Siehe unten!

MĂ€rzenbecher (Leucojum vernum)

Der MĂ€rzenbecher, auch FrĂŒhlings-Knotenblume genannt, ist ein einheimisches ZwiebelgewĂ€chs. Er liefert durch seine frĂŒhe BlĂŒte wichtigen Nektar fĂŒr die erwachende Insektenwelt. Wilde BestĂ€nde des MĂ€rzenbechers sind laut Bundesartenschutzverordnung geschĂŒtzt.

Hasenglöckchen (Scilla non-scripta)

Das Hasenglöckchen ist eine heimische Zwiebelpflanze, die bienen- und insektenfreundlich ist. Es gilt europaweit als nicht gefĂ€hrdet, ist jedoch nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) in Deutschland besonders geschĂŒtzt.

Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum)

Der Dolden-Milchstern ist ein einheimisches frĂŒhblĂŒhendes SpargelgewĂ€chs. Er wird u.a. von Insekten bestĂ€ubt. Die BlĂŒten bilden reichlich Nektar und Pollen, die z.B. von acht Wildbienenarten gesammelt werden. Als Raupenfutter nutzt ihn die Graslilieneule. Samen sind bei Ameisen wegen ihres ölhaltigen Elaiosoms begehrt und werden von ihnen verbreitet.

Trompeten-Narzisse (Narcissus obvallaris)

Einheimische Wildnarzissen der Unterart obvallaris besitzen sonnengelbe BlĂŒten. Bei dieser Pflanze handelt es sich um eine Urform der Trompetennarzissen. Sie liefern je nach Standort zwar Nektar und Pollen, sind aber fĂŒr Insekten kaum relevant.

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Das Schneeglöckchen ist die einzige in Mitteleuropa heimische Schneeglöckchenart. Als erster Nektarlieferant im zeitigen FrĂŒhjahr spielt es eine wichtige Rolle fĂŒr BestĂ€uber, vor allem Honigbienen und Schmetterlinge. Die Samen tragen ein fleischiges AnhĂ€ngsel (Elaiosom), das Ameisen anlockt und so die Verbreitung der Samen fördert. Alleinstehende, wild wachsende Exemplare stehen unter Naturschutz.

BĂ€rlauch (Allium ursinum)

BĂ€rlauch ist ein heimisches ZwiebelgewĂ€chs. Als frĂŒhblĂŒhende Pflanze ist er eine wichtige Bienenpflanze, so zum Beispiel fĂŒr die Lauch-Maskenbiene, die in ihrem Bestand als gefĂ€hrdet gilt. BĂ€rlauch ist essbar und als Heil- und WĂŒrzpflanze beliebt.

FrĂŒhlings-Krokus (Crocus vernus)

Der FrĂŒhlings-Krokus ist eine heimische Wildform, die als ZwiebelgewĂ€chs im Garten hervorragend zurechtkommt. Er ist winterhart, öffnet sich frĂŒh im FrĂŒhjahr, ist pollen- und nektarreich und somit eine gute Bienen- und Insektenweide. Als FrĂŒhblĂŒher versprĂŒht er schon zu Beginn der wĂ€rmeren Tage Farbe.

ZweiblÀttrige Blaustern (Scilla bifolia)

Der ZweiblĂ€ttrige Blaustern ist eine heimische Wildform. Er dient als gute Bienenweide und liefert Pollen fĂŒr zahlreiche BestĂ€uber. Vor allem Fliegen fungieren als BestĂ€uber, doch auch Bienen und Schmetterlinge gehen gerne zum Nektar. Besonders zwei Wildbienenarten holen sich hier den Pollen fĂŒr ihren Nachwuchs: die Gehörnte Mauerbiene und die Gewöhnliche Schmalbiene. Das ölreiche Elaisosom der Samen ist zudem eine begehrte Nahrung fĂŒr Ameisen, die so zur Verbreitung beitragen.

FrĂŒhlings Alpenveilchen (Cyclamen coum)

4 Alpenveilchen wurden fĂŒr den Garten gespendet. Da die Art nicht invasiv ist und es eine gut gemeinte Spende war, habe ich sie gepflanzt. Leider nutzt diese Pflanze der heimischen Fauna nicht, aber sie sind ein schöner Farbklecks im FrĂŒhjahr.

Kleine Traubenhyazinthe 'Album' (Muscari botryoides 'Album')

Die Kleine Traubenhyazinthe 'Album' ist eine Sorte einer heimischen Art. Sie ist ein frĂŒher Nektar- und Pollenlieferant fĂŒr Insekten.

Busch-Windröschen (Anemone nemorosa)

Das Busch-Windröschen ist eine heimische Wildform, das zu den HahnenfußgewĂ€chsen (Ranunculaceae) gehört. Buschwindröschen werden gerne von Insekten besucht, zumal sie in vielen WĂ€ldern von MĂ€rz bis April den ersten Nektar liefern. Das macht sie ökologisch extrem wichtig. Hummeln und andere Wildbienen freuen sich auch im heimischen Garten ĂŒber das reichhaltige Nahrungsangebot.

Nutzen

 Seit Jahren imkere ich privat nach den Prinzipien der wesensgemĂ€ĂŸen Bienenhaltung. Das Bienenvolk wird hierbei als eigenstĂ€ndiger Organismus verstanden, und die Haltung erfolgt so, dass sie den natĂŒrlichen Lebensbedingungen der Bienen möglichst nahekommt. Die Bienen dĂŒrfen ihre Waben selbst bauen, vermehren sich auf natĂŒrliche Weise durch Schwarmverhalten und ĂŒbernehmen die Brutpflege eigenstĂ€ndig. Honig entnehme ich nicht. Somit sammeln die Bienen nur Nektar und Pollen, den sie selbst benötigen. WesensgemĂ€ĂŸe Bienenhaltung umfasst auch Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Völker, wobei Eingriffe auf ein Minimum reduziert bleiben. Diese Form der Imkerei ist eng mit ökologischen Prinzipien verbunden. Weiter Informationen hierzu finden Sie unter www.mellifera.de. 

 Am 9.4.26 ist ein Schwarm in einen Schilfrohr-Bienenturm von David Junker in unserem Natur-im-Garten eingezogen. David fertigte diese Beute speziell fĂŒr Gartenbesucher und KursteilnehmerInnen mit einem Sichtfenster, damit das Treiben im Bienenvolk beobachtet werden kann, ohne die Bienen sonderlich zu stören. 

 Die Schilfrohrbeuten werden von David aus hochwertigen, ökologischen Materialien und in viel Handarbeit hergestellt. Sie entsprechen weitgehend den natĂŒrlichen LebensrĂ€umen von Honigbienen, nĂ€mlich Baumhöhlen. Er verwendet regionale Hölzer wie LĂ€rche, Eiche, Buche oder Esche. Die WĂ€nde bestehen ĂŒberwiegend aus 50 mm dicken, drahtgebundenen Schilfmatten. Schilfrohr ist ein besonders nachhaltiger Rohstoff, da es jĂ€hrlich nachwĂ€chst. Es ist wasserdampfdurchlĂ€ssig und bietet gleichzeitig hervorragende DĂ€mmeigenschaften, wodurch ein optimales Stockklima entsteht. Dadurch schĂŒtzen die Beuten die Bienen im Sommer vor Hitze und im Winter vor KĂ€lte, so sparen sie VorrĂ€te, sind langlebig und vital. Eine genaue Beschreibung des Schilfrohr-Bienenturms und weiterer Schilfrohrbeuten finden Sie unter www.kleine-holzbiegerei.de/bienenturm/. 

 Der Bienenturm steht seit dem 3.4.26 auf einem (aus Holzresten gebauten) Podest. 

 Am 8.4.26 war es soweit - bei einem meiner Bienenvölker ging der erste Schwarm ab. Netterweise🙂 haben sich die Bienen in meinem eigenen Garten in der Quitte gesammelt, so dass ich den Schwarm leicht in die Schwarmfangkiste schlagen konnte. 

 Einzug der Honigbienen - Nach einem Tag Kellerhaft durfte der Schwarm abends am 9.4.26 in den Bienenturm einlaufen - Jedes Mal einfach nur faszinierend! 

 Am 10.4.26 herrscht bereits normaler Flugbetrieb 🐝🐝🐝 

 Die Waldlichtbeute Am 12.4.26 ist ein zweites Volk mit samt seiner Behausung in den Natur-im-Garten eingezogen. Die Waldlichtbeute entspricht einer runden Modifikation der WarrĂ©beute, um so einen hohlen Baumstamm (der ursprĂŒnglichen Behausung der Honigbienen) zu imitieren. Die schlanke hohe Form und die WĂ€rmedĂ€mmung im Dach begĂŒnstigen ein positives Stockklima. Diese Beute ist fĂŒr den Stabilbau und somit fĂŒr die wesensgemĂ€ĂŸe Bienenhaltung sehr gut geeignet. Die Naturmaterialien Holz und Schafswolle zur DĂ€mmung machen die Beute diffusionsoffen. 

 Neben der Honigbiene gibt es ca. 600 einheimische Wildbienenarten in Deutschland. Lt. dem Kompetenzzentrum Wildbienen sind bereits 37 Arten bundesweit ausgestorben, 270 Arten stehen auf der Roten Liste und 42 Arten auf der Vorwarnliste der Bienen Deutschlands. HĂ€ufig liest man, dass die Honigbiene in Nahrungskonkurrenz zu den Wildbienen steht und diese damit zusĂ€tzlich schĂ€digt. M.E. stellen fehlende Nistmöglichkeiten in unseren aufgerĂ€umten GĂ€rten und Landschaften und das BekĂ€mpfen einheimischer Wildpflanzen, die Zunahme bebauter FlĂ€chen und die intensive Landwirtschaft eine wesentlich grĂ¶ĂŸere Bedrohung dar. Leider ist die einheimische Dunkle Honigbiene (Apis mellifera mellifera) zu Gunsten leistungsstĂ€rkerer Honigbienen-Zuchtrassen in Deutschland fast ausgerottet worden. Alleine die ĂŒblicherweise geringere VolksstĂ€rke der Dunkle Bienen hatte zu einem zahlenmĂ€ĂŸig ausgewogenerem VerhĂ€ltnis zwischen Honigbienen und Wildbienen gefĂŒhrt. Leider ist eine wesensgemĂ€ĂŸe Bienenhaltung nicht geeignet, die Wiederansiedlung der Dunklen Biene in unserer Region zu unterstĂŒtzen, da die Jungköniginnen beim Hochzeitsflug fast ausschließlich auf Zuchtrassen-Drohnen treffen wĂŒrden und damit schon die 2. Generation ein Hybridvolk wĂ€re. 

 Ein aktiver Artenschutz von Wildbienen (und anderen Insekten) gehört zu einem Naturgarten einfach dazu: Das bedeutet, dass einerseits vielfĂ€ltige Nistmöglichkeiten zur VerfĂŒgung gestellt werden mĂŒssen (Sandarium, MarkstĂ€ngel, Totholz, klassische Wildbienenhotels, LehmwĂ€nde, SteilwĂ€nde usw.). Und andererseits muss ein entsprechendes einheimisches BlĂŒtenangebot fĂŒr die oft spezialisierten Wildbienen gepflanzt werden. Dies nutzt ĂŒbrigens auch den Honigbienen. 

 Da die Dichte der Honigbienen-Völker vielerorts drastisch ĂŒber den VerhĂ€ltnissen liegt, die sich unter naturnahen Bedingungen einstellen wĂŒrden, sollten gerade ImkerInnen sich bemĂŒhen, den Konkurrenzdruck auf die Wildbienen auszugleichen. Viele interessante Informationen hierzu finden Sie auch unter https://wilde-honigbienen.de/wilde-seiten/honigbienen-in-naturschutzgebieten/. Insgesamt ist https://wilde-honigbienen.de/ einen Besuch wert, wenn man mehr ĂŒber Bienen erfahren möchte. Pflanzungen von sogenannten insektenfreundlichen Neophyten (Funkie, Herbstastern, Lavendel, Sonnenbraut, Bienenbaum, 
) oder gar invasiver Neophyten (DrĂŒsiges Springkraut, Robinie, Götterbaum, 
) als wertvolle Honigbienentrachtpflanzen, ist aus Sicht des Naturschutzes völlig abzulehnen. 

 Neben der konkreten Umsetzung - der Naturgartenideen, - der wesensgemĂ€ĂŸen Bienenhaltung und - den Bildungsangeboten im „Natur-im-Garten“, ist es mir auch wichtig als Fördermitglied proBiene (https://probiene.de/) zu unterstĂŒtzen. proBiene ist ein freies Institut fĂŒr ökologische Bienenhaltung, das sich auf verschiedenen Wegen fĂŒr die wesensgemĂ€ĂŸe Haltung der Honigbiene sowie fĂŒr Insekten- und Artenschutz einsetzt. Neben politischer Arbeit lehrt proBiene die Grundlagen wesensgemĂ€ĂŸer Imkerei in Imkerkursen und vermittelt die Relevanz von BestĂ€ubern durch Kindergarten- und Grundschul-FĂŒhrungen direkt am Bienenstock. 

 Interessieren Sie sich fĂŒr die Dunkle EuropĂ€ische Honigbiene - Apis mellifera mellifera? Auf der Homepage des Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V. finden Sie viele Informationen (Geschichte, Aussehen, Verhalten, Imkern mit der Dunklen Biene, Zucht 
)! www.bv-dunkle-biene.de 

7. Naturgarten-Element:
Igeltore
Durch Gartenzäune und Straßen sind die Igelreviere wesentlich kleiner geworden. Die Tiere benötigen zur Nahrungs- und Partnersuche aber große Reviere. Zäune und Mauern machen dies unmöglich oder zwingen sie zu langen und gefährlichen Umwegen, was wertvolle Energie kostet. Durch Igeltore oder Igelrampen kann man ein begehbares Netzwerk schaffen, so dass Igel die Möglichkeit haben, auf der Suche nach Nahrung zwischen verschiedenen Lebensräumen zu wandern. Wichtig: Igeltore sollten einen Durchmesser von ca. 13 Zentimetern haben. Der Durchgang muss direkt am Boden liegen. Igeltore dürfen keine scharfen oder spitzen Ecken haben, an denen sich die Tiere verletzen könnten. Das Tor sollte nicht in Richtung der Straße zeigen (Gefahr durch Autoverkehr).  Unter https://www.deutschewildtierstiftung.de/media/pages/naturschutz/igel-bahn-frei-fur-stacheltrager/09433991f7-1718186035/2024-igeltor-v7-druck-web.pdf finden Sie eine Bauanleitung für ein Igeltor.
8. Naturgarten-Element:
Wilde Ecke
In vielen aufgeräumten Gärten fehlen Tieren geeignete Lebensräume. Wilde Ecken schaffen kleine Naturoasen, die Schutz, Nahrung und Nistplätze bieten. Wenn mehr solcher Bereiche entstehen, kann auch dem Rückgang vieler Tierarten entgegengewirkt werden. Gleichzeitig wird der Garten lebendiger und Teil eines größeren Netzwerks für mehr Natur. Die wilde Ecke liegt in einem ruhigen Teil des Gartens, damit sich Tiere dort sicher fühlen. Hier wachsen heimische Pflanzen, an die viele Tiere angepasst sind und die ihnen Nahrung und Schutz bieten. Besonders wichtig ist die Vielfalt an Strukturen. Laub- und Totholzhaufen aus Ästen, Zweigen oder kleineren Stämmen bieten wertvolle Verstecke. Viele Tiere, etwa Käfer oder Igel, nutzen sie als Unterschlupf oder zum Überwintern. In dieser Ecke darf die Natur einfach machen. Der natürliche Wildwuchs schafft ein kleines, sich selbst regulierendes Ökosystem. Davon profitieren viele Tiere: Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge finden Nahrung und Nistplätze, Vögel haben Schutz, finden Samen, Insekten und Nistmaterial, und auch Kleinsäuger, Amphibien und Reptilien wie Igel, Kröten oder Eidechsen nutzen die geschützten Bereiche als Lebensraum.
9. Naturgarten-Element:
KĂ€ferkeller
Viele natĂŒrliche LebensrĂ€ume fĂŒr KĂ€fer verschwinden durch intensive Gartenpflege oder Bebauung. Der KĂ€ferkeller, ist Lebensraum und Entwicklungszone fĂŒr KĂ€fer. Es fĂŒhlen sich aber auch Asseln, Tausend­fĂŒĂŸler und andere Insekten darin wohl. Je nach Holzart unterstĂŒtzt man damit unterschiedliche Tierchen. Diese dienen wiederum als Nahrungsquelle fĂŒr Vögel, SpitzmĂ€use, FledermĂ€use, Igel uvm. KĂ€fer bestĂ€uben auch Pflanzen und manche halten sogar SchĂ€dlinge in Schach. KĂ€fer spielen somit fĂŒr die StabilitĂ€t von Ökosystemen eine wichtige Rolle. Alte BaumstĂ€mme oder Bodenstrukturen, die KĂ€fer als Versteck nutzen können, werden zunehmend seltener. Der KĂ€ferkeller simuliert diese RĂŒckzugsorte und bietet den Insekten Schutz vor Witterung und Fressfeinden. Ein KĂ€ferkeller nutzt Totholz, um ein spezielles Habitat fĂŒr die Fortpflanzung und Entwicklung von KĂ€ferlarven und anderen Lebewesen zu schaffen. Dieses Konzept verbindet den natĂŒrlichen Zerfallsprozess von Holz mit der Schaffung eines Lebensraums, der die BiodiversitĂ€t im Garten steigert.

Waldspitzmaus

Soricida (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sorex-araneus.jpg), „Sorex-araneus“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Igel

Topfklao (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedgehog_germany0908.jpg), „Hedgehog germany0908“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Bechsteinfledermaus

Moosassel

Martin Cooper from Ipswich, UK (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Common_striped_woodlouse_(Philoscia_muscorum)_Ipswich,_UK.jpg), „Common striped woodlouse (Philoscia muscorum) Ipswich, UK“, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode

Gefleckter Schmalbock

Pjt56 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rutpela_maculata-pjt2.jpg), „Rutpela maculata-pjt2“, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode

TausendfĂŒĂŸler

Christian von Montfort (Symbiosus) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DoppelfĂŒsser.JPG), „DoppelfĂŒsser“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

GoldlaufkÀfer

Soebe (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carabus_auratus_with_prey.jpg), „Carabus auratus with prey“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

HirschkÀfer

J.F. Gaffard (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lucanus_cervus.jpg), „Lucanus cervus“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

NashornkÀfer

Hectonichus (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oryctes_nasicornis-002.jpg), „Oryctes nasicornis-002“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

GoldglÀnzender RosenkÀfer

anonym (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:RosenkĂ€fer_Cetonia_aurata.jpg), „RosenkĂ€fer Cetonia aurata“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Balkenschröter

Bugman95 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dparallelipipedus.JPG), „Dparallelipipedus“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

GebÀnderte PinselkÀfer

Ivar Leidus (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Trichius_fasciatus_-_Succisa_pratensis_-_Keila.jpg), „Trichius fasciatus - Succisa pratensis - Keila“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode

10. Naturgarten-Element:
Sumpfteich
Ein Sumpfteich – also ein flaches, strukturreiches Gewässer mit kleiner Tiefwasserzone und großem Verlandungs-/Sumpfbereich – gehört zu den biodiversitätsstärksten Kleingewässern überhaupt. Ein Sumpfteich bietet gleichzeitig: 
  • offene Wasserflächen
  • flache, warme Uferzonen
  • zeitweise überschwemmte Bereiche
  • dichte Sumpfpflanzen
  • schlammige Zonen
  • Totholz- und Steinbereiche
 Dadurch entstehen Lebensräume für sehr unterschiedliche Arten mit unterschiedlichen Ansprüchen. Typische Tiergruppen sind Amphibien, Insekten, Vögel und Sügetiere.

Ein Sumpfteich hat oft deutlich mehr Pflanzenarten als ein klassischer Gartenteich. Die Pflanzen sind zentral für: 
  • Sauerstoffproduktion
  • Nährstoffbindung
  • Verstecke
  • Eiablage
  • Temperaturregulierung
 Große Sumpfzonen können einen hohen ökologischen Wert haben. Ein häufiger Irrtum ist, dass „mehr Tiefe = besser“ sei. Für Biodiversität gilt oft das Gegenteil. Große Flachwasserzonen: 
  • erwärmen sich schneller
  • fördern Insektenlarven
  • erhöhen Pflanzenwachstum
  • schaffen mehr Struktur
  • ermöglichen Amphibienlaich
  • bieten Nahrung für Vögel
Die höchste Artenzahl findet man meist bei Wassertiefen zwischen 0–40 cm im Randbereich. Die Tiefwasserzone dient eher als Rückzugsraum bei Trockenheit, zur Überwinterung oder als Temperaturpuffer. 

Der naturnahe Sumpfteiche verzichten bewusst auf Fische, denn sie fressen Amphibienlaich, Kaulquappen, Libellenlarven und Wasserinsekten. Ein fischfreier Teich hat oft deutlich mehr Artenvielfalt.

Naturnahe Sumpfteiche dürfen im Sommer teilweise austrocknen und ebenso saisonale Überschwemmungen haben. Dies verhindert die Besiedlung mit Fischen, eine starke Veralgung und eine monotone Vegetation. Denn viele seltene Arten sind genau an solche dynamischen Bedingungen angepasst. Wichtig für die Gestaltung ist eine große Flachwasser/Sumpfzone (60 – 80 %), unterschiedliche Tiefen, integriertes Totholz, ausschließlich heimische Pflanzen, keine Pumpen und keine chemische Wasserpflege.

Wissenschaftlich interessant (nachzulesen z.B. unter www.igb-berlin.de/sites/default/files/media-files/download-files/IGB_Dossier_Small_standing_water_bodies_2023.pdf): 
  • kleine Feuchtgebiete können pro Fläche artenreicher sein als große Seen
  • die Amphibienvielfalt korreliert stark mit dem Flachwasseranteil
  • strukturreiche Ufer erhöhen die Insektenvielfalt massiv
  • temporäre Gewässer fördern seltene Spezialisten
Ein naturnaher Sumpfteich kann damit ökologisch wertvoller sein als ein großer „Zierteich“.
11. Naturgarten-Element:
Kräuter-/ Magerbeet 
Naturstein-Hochbeete sind äußerst langlebig, robust und widerstehen Wind, Regen sowie Frost über viele Jahre hinweg. Dadurch stellen sie eine nachhaltige Investition für jeden Garten dar. Darüber hinaus speichern die Steine tagsüber Wärme und geben diese langsam an die Umgebung ab. Gleichzeitig bieten sie eine gute Isolierung und schützen die Pflanzen besonders im Frühjahr und Herbst vor Kälte und Frost. Die höchste Ebene wurde mit Sand abgemagert, um so verschiedenen Pflanzen ideale Bedingungen zu bieten. Die Natursteine sind punktuell mit Lehm verbunden, der von Wildbienen zum Verschließen der Bruthöhlen genutzt werden kann. Nicht zuletzt entstehen in Hohlräumen und Fugen wertvolle Lebensräume. Zahlreiche Tiere, wie Eidechsen und Insekten, finden Unterschlupf in den Mauerritzen, wodurch Naturstein-Hochbeete einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten. 
Alle Kräuter im Natur-im-Garten und ihren Nutzen für die Tierewelt finden Sie unter https://www.naturadb.de/listen/qa93lzz3/
12. Naturgarten-Element:
Wiese
Eine Wildblumenwiese ist ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz. Sie fördert die Artenvielfalt und bietet Lebensraum sowie Nahrung fĂŒr viele Tiere – darunter Vögel, Wildbienen, Schmetterlinge und zahlreiche andere Insekten. Viele Wildblumen besitzen tiefe Wurzeln. Dadurch verbessern sie die Bodenstruktur. Die Pflege einer Wildblumenwiese erfolgt vor allem durch regelmĂ€ĂŸiges MĂ€hen. Im ersten Jahr wird die FlĂ€che nur einmal gemĂ€ht. Ab dem zweiten Jahr reicht eine Mahd zweimal jĂ€hrlich – einmal im Sommer und einmal im Herbst. Das MĂ€hen erfolgt mit der klassischen Sense oder dem BalkenmĂ€her, da dies am schonendsten fĂŒr die Fauna ist. Bei der Sommermahd im Juli oder August werden die reifen SamenstĂ€nde auf der Wiese verteilt, sodass sich viele Pflanzen selbst aussĂ€en können. Das gemĂ€hte Gras bleibt zunĂ€chst zum Trocknen liegen und wird gelegentlich gewendet, damit sich die Samen gut verteilen. Anschließend wird das Schnittgut entfernt, damit kein nĂ€hrstoffreicher Humus entsteht. So wird der Boden mager – eine wichtige Voraussetzung fĂŒr eine artenreiche Wiese. Wichtig ist außerdem, nie die gesamte FlĂ€che auf einmal zu mĂ€hen, damit Insekten weiterhin Nahrung und RĂŒckzugsorte finden. ZusĂ€tzlich zur Aussaat wurden auch heimische Wildstauden gepflanzt (siehe: www.naturadb.de/listen/nquod5wr/ ). Auf den FlĂ€chen befanden sich ursprĂŒnglich drei relativ monotone Graslandschaften. An einigen ausgewĂ€hlten Stellen wurden die Grasnarbe entfernt. Diese Bereiche wurden mit beikrautfreier Erde wieder aufgefĂŒllt und dort dann gezielt heimische BlĂŒtenpflanzen ausgesĂ€t sowie vorgezogene Stauden gepflanzt. Ziel ist es, die FlĂ€chen nach und nach in eine blĂŒtenreiche Wiese zu verwandeln.
13. Naturgarten-Element:
Benjeshecke
Im Laufe eines Gartenjahres fallen oft große Mengen an Schnittholz, Ästen und Reisig an. Dieses sogenannte Totholz ist kein Abfall, sondern wertvolles Material, das im Garten bleiben und in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden kann – zum Beispiel in Form einer Benjeshecke. Eine Benjeshecke besteht aus aufgeschichtetem Gehölzschnitt wie Ästen, Zweigen und Laub. Mit der Zeit tragen Wind und Tiere Samen ein, aus denen Pflanzen wachsen. So entsteht nach und nach eine lebendige, natürliche Hecke. Im Natur-im-Garten begrenzt sie den Bereich zur "wilden Ecke". Sie bietet zahlreichen Tieren einen wichtigen Lebensraum. Viele Vogelarten nutzen sie als Nistplatz (z.B. Heckenbraunelle, Mönchsgrasmücke oder Gartenrotschwanz) während Igel, Haselmäuse, Frösche und Kröten darin Schutz und Winterquartiere finden. Auch viele Insekten, Käfer und Spinnen siedeln sich an. Dadurch steigt die Biodiversität im Garten deutlich. Darüber hinaus dient eine Benjeshecke als natürlicher Wind- und Sichtschutz. Gleichzeitig entfällt der Aufwand für die Entsorgung von Schnittgut, da Äste und Zweige einfach im Garten weiterverwendet werden können. So verbindet die Benjeshecke auf einfache Weise praktischen Nutzen mit einem wichtigen Beitrag zum Naturschutz. 🌿
14. Naturgarten-Element:
Kompost
IN ARBEIT

Einheimische BlĂŒhstauden sind weit mehr als nur schöne Gartenpflanzen.

Sie haben sich ĂŒber Jahrtausende gemeinsam mit unserer heimischen Tierwelt entwickelt und bilden die Grundlage fĂŒr ein funktionierendes Ökosystem. Viele Wildbienen, Schmetterlinge, KĂ€fer und andere Insekten sind auf den Nektar, den Pollen oder sogar auf ganz bestimmte Pflanzenarten als Nahrung fĂŒr ihre Larven angewiesen. WĂ€hrend viele exotische Zierpflanzen zwar farbenprĂ€chtig blĂŒhen, bieten sie hĂ€ufig nur wenig oder gar keine Nahrung fĂŒr unsere heimischen Insekten. Einheimische BlĂŒhstauden hingegen liefern vom zeitigen FrĂŒhjahr bis in den Herbst wertvolle Nahrung und schaffen gleichzeitig Verstecke, ÜberwinterungsplĂ€tze und LebensrĂ€ume fĂŒr zahlreiche Tierarten. Wer auf heimische Pflanzen setzt, fördert nicht nur die Artenvielfalt, sondern erhĂ€lt auch robuste, standortgerechte Pflanzen, die oft weniger Pflege benötigen und hervorragend an unser Klima angepasst sind. So wird aus einem Blumenbeet ein lebendiger Lebensraum – voller Summen, Flattern und natĂŒrlicher Vielfalt.

Naturstein-Hochbeet

Bei Naturstein-Hochbeeten speichern die Steine tagsĂŒber WĂ€rme und geben diese langsam an die Umgebung ab. Gleichzeitig bieten sie eine gute Isolierung und schĂŒtzen die Pflanzen besonders im FrĂŒhjahr und Herbst vor KĂ€lte und Frost. Nicht zuletzt entstehen in HohlrĂ€umen und Fugen wertvolle LebensrĂ€ume. Zahlreiche Tiere, wie Eidechsen und Insekten, finden Unterschlupf in den Mauerritzen, wodurch Naturstein-Hochbeete einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten.

Staudenbeete

Die tiefreichenden Wurzeln vieler heimischer Stauden lockern den Boden, speichern Kohlenstoff und verbessern langfristig die Bodenstruktur. Gleichzeitig entsteht ein komplexes Zusammenspiel zwischen Pflanzen, Pilzen, Bakterien und zahlreichen Bodenorganismen. Dieses natĂŒrliche Netzwerk sorgt dafĂŒr, dass NĂ€hrstoffe besser verfĂŒgbar werden und die Pflanzen widerstandsfĂ€higer bleiben.

Totholz-Hochbeet – Pflanzenraum und Lebensraum zugleich

Ein Hochbeet mit einer Einfassung aus Totholz verbindet gĂ€rtnerische Nutzung mit aktivem Naturschutz. Die abgestorbenen StĂ€mme sind nicht nur eine Begrenzung, sondern werden selbst zu einem wertvollen Lebensraum. Mit der Zeit besiedeln zahlreiche Organismen das Holz: KĂ€fer, Wildbienen, Spinnen, Asseln, TausendfĂŒĂŸer, Pilze und viele weitere kleine Lebewesen finden dort Nahrung, Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten. Besonders Ă€ltere, langsam verrottende Holzbereiche sind wichtige LebensrĂ€ume fĂŒr spezialisierte Arten. Auch fĂŒr die Pflanzen entstehen Vorteile: Das Holz speichert Feuchtigkeit, gibt beim langsamen Zersetzen NĂ€hrstoffe frei und trĂ€gt zur Bildung eines lebendigen Bodenmilieus bei. Ein Totholz-Hochbeet zeigt damit beispielhaft, was einen Naturgarten ausmacht: Ein Bauelement erfĂŒllt nicht nur einen Zweck fĂŒr den Menschen, sondern schafft gleichzeitig Lebensraum fĂŒr zahlreiche andere Arten.

Stauden im Natur-im-Garten

Unter https://www.naturadb.de/listen/kyzwxkaz/ finden Sie die gepflanzten Stauden.

16. Naturgarten-Element: Dachziegelmauer
z. Zt. in Arbeit 
Eine Dachziegelmauer als Trockenmauer ist im Naturgarten ein erstaunlich wertvolles Strukturelement. Durch Hohlräume, unterschiedliche Temperaturen, trockene und feuchte Mikrobereiche sowie mineralische Oberflächen entsteht ein Lebensraum, der vielen Arten sonst fehlt – besonders in aufgeräumten Gärten. 
Sie dient als… 

1. Lebensraum für Tiere Die vielen Spalten, Hohlräume und Zwischenräume bieten: 
  • Verstecke
  • Überwinterungsplätze
  • Eiablageorte
  • Sonnenplätze
  • Jagdhabitate
 Besonders profitieren Reptilien (z.B. Zauneidechse, Blindschleichen). Die wärmespeichernden Ziegel schaffen ideale Sonnenplätze. Amphibien Vor allem die feuchteren unteren Bereiche werden genutzt von Erdkröten,  Molchen und Fröschen. Tagsüber dienen die Hohlräume als Rückzugsort. 
Wildbienen und Insekten nutzen Ritzen und offene Fugen als Nistplätze (Wildbienen, Grabwespen, Käfer). Zusätzlich entsteht ein Jagdgebiet für räuberische Insekten. 

2. Temperatur- und Mikroklimaeffekte
Ziegel speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts langsam ab. Das erzeugt: 
  • wärmere Mikrohabitate
  • verlängerte Aktivitätszeiten für Insekten und Reptilien
  • Frostschutz in Hohlräumen
  • geschützte Übergangszonen
 
3. Förderung spezialisierter Pflanzen
In den Fugen siedeln sich oft trockenheitsliebende Pflanzen an (typische Arten: Mauerpfeffer, Hauswurz, Moose, Flechten, kleine Farne, Thymian, Glockenblumen). Die Mauer wirkt dadurch wie ein Miniatur-Felsbiotop. 

4. Erhöhung der Strukturvielfalt im Garten
Naturgärten profitieren stark von unterschiedlichen Strukturen. Eine Dachziegelmauer ergänzt: 
  • Teiche
  • Totholz
  • Hecken
  • Wiesen
 um ein: 
  • trockenes
  • mineralisches
  • wärmegeprägtes Habitat
 Je höher die Strukturvielfalt, desto höher meist die Biodiversität. 

5. Vernetzung von Lebensräumen Trockenmauern dienen vielen Arten als: 
  • Wanderkorridor
  • Trittsteinbiotop
  • geschützte Bewegungsroute
Besonders in Siedlungsräumen sind solche Kleinstrukturen wichtig für den Biotopverbund. 

6. Überwinterungsquartier 
Die frostgeschützten Hohlräume werden genutzt von: 
  • Wildbienen
  • Schmetterlingen
  • Käfern
  • Amphibien
  • Reptilien
7. Die Kombination mit einem Sumpfteich ist besonders wertvoll, da sie die Artenzahl oft stark erhöht, weil Tiere zwischen verschiedenen Mikrohabitaten wechseln können. Beispiele: 
  • Libellen ruhen auf warmen Ziegeln
  • Amphibien verstecken sich tagsüber in der Mauer
  • Eidechsen jagen am Teichrand
  • Wildbienen profitieren von Wasser + Nistplätzen
 8. Nachhaltigkeit und Materialkreislauf 
Alte Dachziegel: 
  • werden wiederverwendet
  • vermeiden Entsorgung
  • sparen neue Baustoffe
  • besitzen oft raue, biologisch gut besiedelbare Oberflächen
17. Naturgartenelement: Fledermausbeet - Ein Buffet für die Nacht
Fledermäuse gehören zu den faszinierendsten Tieren unserer heimischen Natur. Da sie sich überwiegend von Insekten ernähren, sind sie auf ein reichhaltiges Nahrungsangebot angewiesen. Mit einem kleinen Fledermausbeet möchte ich Besucherinnen und Besuchern zeigen, wie sich bereits mit einer gezielten Pflanzenauswahl ein wertvoller Beitrag zum Fledermausschutz leisten lässt. Das Beet dient vor allem als Anschauungsbeispiel. Es zeigt sechs heimische Pflanzen, die besonders viele nachtaktive Insekten – vor allem Nachtfalter – anziehen. Diese wiederum bilden eine wichtige Nahrungsquelle für Fledermäuse. Zu den Beispielpflanzen gehören: 
  • Wegwarte
  • Wiesensalbei
  • Gewöhnliches Seifenkraut
  • Schmalblättriges Weidenröschen
  • Nickendes Leimkraut
  • Gewöhnliche Pechnelke
Viele dieser Pflanzen öffnen ihre Blüten oder entfalten ihren Duft besonders in den Abendstunden. Damit locken sie nachtaktive Bestäuber an und schaffen ein reich gedecktes Buffet für Fledermäuse. Natürlich endet das Nahrungsangebot für Fledermäuse nicht mit diesem Beet. Im gesamten Garten finden sich weitere Pflanzen für nachtaktive Insekten wie Blutweiderich, Thymian, Echtes Johanniskraut, Wasserdost und Wilder Majoran. 
18. Naturgartenelement: Steinhaufen im Schatten
Schattiger Steinhaufen – Ein wertvoller Lebensraum für Tiere - 
In einem schattigen Steinhaufen aus locker aufgeschichteten Steinen entstehen Hohlräume, die vielen Tieren Schutz und Rückzugsorte bieten. Er speichert Feuchtigkeit und sorgt für ein ausgeglichenes Mikroklima. Die gespeicherte Feuchtigkeit kommt auch schattenliebenden Pflanzen zugute. Moose und Pilze können sich ansiedeln und dienen wiederum als Nahrungsgrundlage für verschiedene Tiere. Damit trägt ein solcher Steinhaufen zur Förderung der Artenvielfalt bei. Davon profitieren unter anderem: 
  • Frösche, Kröten sowie Molche und Salamander, die die kühlen, feuchten Hohlräume als Versteck nutzen.
  • Blindschleichen, Weinbergschnecken sowie kleine Säugetiere wie Spitzmäuse und Mauswiesel.
  • Wildbienen, beispielsweise die Rainfarn-Maskenbiene (Hylaeus nigritus), die in schmalen Gesteinsspalten nistet.
  • Asseln, Tausendfüßer und Laufkäfer – diese Bodenbewohner halten sich tagsüber gern in den feuchten Hohlräumen auf und tragen zum Abbau organischen Materials bei.
  • Spinnen und andere kleine Wirbellose – sie nutzen die geschützten Zwischenräume als Rückzugs- und Jagdplatz.
19. Naturgartenelement: Reisighaufen
Reisighaufen – wertvoller Lebensraum im Garten 
Ein Reisighaufen aus Ästen, Zweigen und Laub bietet Igeln, Vögeln, Insekten, Schmetterlingen, Amphibien und Kleinsäugern das ganze Jahr über Schutz, Nahrung sowie Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten. Gleichzeitig sorgen Pilze und Mikroorganismen dafür, dass das Material nach und nach zu wertvollem Humus wird. Damit sich möglichst viele Tiere ansiedeln, sollte der Reisighaufen an einem ruhigen, windgeschützten Platz auf natürlichem Boden liegen – idealerweise im Halb- oder Vollschatten, zum Beispiel an einer Hecke oder unter Sträuchern. Als Grundlage dienen dickere Äste, die Hohlräume schaffen. Darüber werden locker dünnere Zweige, Reisig, Laub, Stängel und weiteres Schnittgut aufgeschichtet. Je natürlicher und unregelmäßiger der Haufen gestaltet ist, desto attraktiver ist er für seine Bewohner.  Bereits ein etwa 60 bis 100 Zentimeter hoher und ein bis zwei Meter breiter Reisighaufen schafft einen wertvollen Lebensraum und fördert die Artenvielfalt im Garten.
20. Naturgarten-Element:
Splitt-Magerbeet
Ein Splitt-Magerbeet schafft einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche heimische Tier- und Pflanzenarten. Der magere, mineralische Boden bietet ideale Bedingungen für trockenheitsliebende Wildstauden und Gräser, die vom Frühjahr bis in den Herbst ein reiches Blütenangebot für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber bereithalten. Im Gegensatz zu versiegelten oder pflanzenarmen Schotterflächen ist ein naturnahes Splitt-Magerbeet dicht bepflanzt und orientiert sich an den artenreichen Trocken- und Magerrasen unserer Region Die gesetzten Pflanzen finden Sie unter: www.naturadb.de/listen/25w010cd/. Offene Bodenstellen, Holz und heimische Pflanzen schaffen zusätzlich Nist- und Rückzugsorte für Insekten, Eidechsen und andere Gartenbewohner.
21. Naturgarten-Element:
Sand-Kies-Beet
Sandbeet – ein trockener Lebensraum mit großer Bedeutung
Dieses Sandbeet ist ein besonderer Standort im Naturgarten. Durch den Dachüberstand gelangt nahezu kein Regen auf die Fläche. Die dauerhaft trockenen Bedingungen ähneln den Lebensräumen, die in unserer Landschaft nur noch selten vorkommen. Der nährstoffarme Sand bietet ideale Voraussetzungen für trockenheitsliebende, heimische Pflanzen. Gleichzeitig entstehen offene Bodenstellen, die von bodennistenden Wildbienen und Grabwespen zur Anlage ihrer Brutröhren genutzt werden können. Auch Käfer, Spinnen und viele weitere wärmeliebende Kleintiere finden hier einen geeigneten Lebensraum. Eingerahmt wird das Beet von Totholz. Dieses ist weit mehr als eine natürliche Begrenzung: Es dient zahlreichen Insekten, Pilzen und anderen Organismen als Versteck, Nahrungsquelle und Überwinterungsplatz. Mit zunehmendem Alter gewinnt das Holz sogar weiter an ökologischer Bedeutung. Das Sandbeet zeigt eindrucksvoll, dass selbst ein extrem trockener Standort kein Nachteil sein muss. Mit den passenden heimischen Pflanzen ( https://www.naturadb.de/listen/2drkkrm3/ ) und natürlichen Materialien entsteht ein wertvoller Lebensraum, der die Artenvielfalt fördert und gleichzeitig einen Einblick in die faszinierende Welt trockenwarmer Biotope gibt.
22. Naturgarten-Element:
Schilfbecken
IN ARBEIT
Ein Schilfbecken ist ein wertvoller Lebensraum. Schilf gehört zu den artenreichsten Lebensräumen unserer Gewässer. Die dichten Halme bieten Vögeln, Libellen, Spinnen, Amphibien und zahlreichen Insekten Schutz, Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten. Da sich Schilf über unterirdische Rhizome sehr schnell ausbreitet, kann es in kleinen Teichen andere Sumpf- und Wasserpflanzen verdrängen. Aus diesem Grund wächst das Schilf in meinem Naturgarten in einem eigenen Schilfbecken. So kann sich der Bestand natürlich entwickeln, ohne den angrenzenden Sumpfteich zu überwuchern. Das Schilfbecken ergänzt den Sumpfteich ideal. Gemeinsam entstehen unterschiedliche Feuchtlebensräume mit vielfältigen Wasserständen und Strukturen – beste Voraussetzungen für eine große Artenvielfalt. So profitieren zahlreiche Tiere und Pflanzen von einem naturnahen Lebensraum, der den natürlichen Verhältnissen möglichst nahekommt.

Garten ohne Nachtbeleuchtung!

Licht wird zur tödlichen Falle fĂŒr nachtaktive Insekten, da sie wegen des Dauerumkreisens des Lichts erschöpft sterben oder verbrennen können. Wissenschaftler sehen Lichtverschmutzung als wesentlichen Grund fĂŒr den starken RĂŒckgang der Insektenzahlen. Dadurch reduziert sich das Nahrungsangebot fĂŒr FledermĂ€use. ZusĂ€tzlich verĂ€ndert sich deren nĂ€chtliches Verhalten: Einige Arten jagen in der NĂ€he heller Lichtquellen, andere wer-den bei der Futtersuche massiv durch das Licht gestört. Befinden sich Lichtquellen in der NĂ€he von Fledermausquartieren, werden die Quartiere hĂ€ufig verlassen. Zudem kann helles Weißlicht FledermĂ€use desorientieren (wahrscheinlich wird die Echolot-Funktion „abgeschaltet“), was zu tödlichen Kollisionen fĂŒhren kann.

FledermĂ€use sind faszinierende und nĂŒtzliche Tiere, die zu den bedrohtesten SĂ€ugetieren unserer Heimat gehören.

Sie leiden nicht nur unter Wohnungsnot, sondern auch an Nahrungsmangel. FledermĂ€use fĂŒhlen sich am wohlsten in einem vielfĂ€ltig gestalteten Garten. Ein solcher Garten ist fĂŒr Insekten attraktiv und damit auch fĂŒr FledermĂ€use. Unsere einheimischen FledermĂ€use sind vorwiegend Insektenfresser, aber auch Spinnen und Weberknechte stehen auf dem Speiseplan. Demnach muss ein Fledermausgarten einerseits fĂŒr nachtaktive Insekten ein attraktives Nahrungsangebot zur VerfĂŒgung stellen und andererseits auch die Entwicklung dieser Insekten (z.B. durch entsprechende Futterpflanzen fĂŒr Raupen) ermöglichen. Im Natur-im-Garten haben die FledermĂ€use gute Voraussetzungen!

Garten ohne Gift!

Gifte reichern sich ĂŒber die Nahrungskette im Fettgewebe von FledermĂ€usen an. Bei Wanderungen oder wĂ€hrend des Überwinterns werden Fettdepots abgebaut und die so freigesetzten Gifte (z. B. Pestizide) gelangen in hohen Konzentrationen ins Gehirn, was zu Funktionsstörungen oder dem Tod fĂŒhren kann. Auch Holzschutzmittel werden von FledermĂ€usen an ihren HangplĂ€tzen (Sommerquartieren) ĂŒber Haut, Körperpflege oder Atemluft aufgenommen und haben Ă€hnliche Folgen. Zudem verringern Neonikotinoide und andere Pestizide die Insektenmenge und reduzieren so die Nahrungsgrundlage der FledermĂ€use.

Teich mit Sumpfzone

Das Wasser zieht viele Insekten an – und bietet FledermĂ€usen so einen reich gedeckten Tisch. Im Wasser haben die Larven vieler Insekten ihre Kinderstube. Wenn die flugfĂ€higen Insekten schlĂŒpfen, wissen die FledermĂ€use dies genau. Von weit her kommen die Tiere geflogen, um dicht ĂŒber den GewĂ€ssern zu jagen. Ein Teich fĂŒr FledermĂ€use sollte nicht mit Fischen besetzt werden. Fische fressen Eier und Larven der Insekten, bevor die FledermĂ€use etwas davon abbekommen.

Unterschlupfmöglichkeiten

Höhlen in alten BĂ€umen oder alte Keller werden gern als Winterquartier genutzt, wenn sie kĂŒhl, feucht und frostfrei sind. Wo es das nicht gibt, kannst du Wohnraum schaffen. Ein Fledermausbrett oder ein Flachkasten sowie HöhlenkĂ€sten werden von den Tieren gern angenommen.

Komposthaufen (z.Zt. in Arbeit)

Im Komposthaufen leben viele Insekten, die den FledermÀusen als Nahrung dienen (z.B. Microchrysa polita).

Fledermaus - Pflanzen

Jede Fledermausart bevorzugt bestimmte Insekten und besitzt eine eigene, ihr typische Art zu jagen. So vermeiden die verschiedenen Fledermausarten Konkurrenz um die Nahrung. Manche Arten jagen im freien Luftraum, andere sammeln Insekten von BlÀttern oder sogar vom Boden auf.            Ich habe einheimische Pflanzen aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Bei Interesse schicke ich Ihnen die Liste gerne zu.

Nachtfalter - Pflanzen

Nachtfalter benötigen nachtblĂŒhende und nektarreiche BlĂŒtenpflanzen, wie zum Beispiel Leimkraut (Silene vulgaris - Gemeines Leimkraut), Silberblatt (Lunaria spec.) oder Seifenkraut (Saponaria officinalis). Durch ihren intensiven Duft locken die Pflanzen Nachtfalter an, die Lieblingsspeise vieler Fledermausarten

SchwÀrmer - Pflanzen

SchwĂ€rmer sind nachtaktive Schmetterlinge, die unter anderem von der großen Bartfledermaus gejagt werden. Sie verfĂŒgen ĂŒber einen besonders langen SaugrĂŒssel, der ihnen das Eindringen in tiefe Kronröhren ermöglicht. Labkraut und Weideröschen gehören zu ihren bevorzugten Besuchspflanzen.

KĂ€fer - Pflanzen

KĂ€fer sind z.B. die Lieblingsspeise der BreitflĂŒgelfledermaus und reprĂ€sentieren eine der artenreichsten Insektengruppen. KĂ€fer sind an verschiedene LebensrĂ€ume und ErnĂ€hrungsweisen angepasst. Besonders pollenfressende KĂ€fer profitieren von mehr Nahrungsangebot in GĂ€rten. Bevorzugte BlĂŒtenbesuche erfolgen bei pollenreichen Arten wie Goldlack oder Kerbel. Geeignete KĂ€ferpflanzen in GĂ€rten sind beispielsweise: Wiesen-Flockenblume, Blutweiderich, Haselnuss, Weißdorn, Rotklee, Wolfsmilch, Johanniskraut.

Schwebfliegen - Pflanzen

Schwebfliegen zĂ€hlen zur Nahrung der meisten FledermĂ€use (z. B. Braunes Langohr). Sie ernĂ€hren sich von Nektar und Pollen und trinken bevorzugt dĂŒnnflĂŒssigen Nektar von flachkronigen BlĂŒten wie DoldenblĂŒten (z. B. Dill) und KorbblĂŒtengewĂ€chsen (z. B. Löwenzahn). Zudem besitzen sie einen besonders langen SaugrĂŒssel, mit dem sie auch in tiefe Kronröhren eindringen können, etwa in LichtnelkenblĂŒten.

Kletterpflanzen

Ob Zaun, Mauer oder Fassade: FlĂ€chen lassen sich gut begrĂŒnen mit Kletterpflanzen wie JelĂ€ngerjelieber (Lonicera caprifolium), Wald-Geißblatt (Lonicera periclymenum) oder Waldrebe (Clematis vitalba). Wie Hecken und WaldrĂ€nder bilden ZĂ€une und Fassaden linienhafte Strukturen, die von FledermĂ€usen gern zur Jagd genutzt werden.

KrÀuter

KrĂ€uter sind die reinsten Insektenparadiese. Nicht nur die BlĂŒten, auch die duftenden BlĂ€tter von Pflanzen wie Thymian, Salbei, Oregano oder Minze locken zahlreiche Insekten an.

KĂ€ferkeller

Der KĂ€ferkeller, ist Lebensraum und Entwicklungszone fĂŒr KĂ€fer. Je nach Holzart unterstĂŒtzt man damit unterschiedliche Tierchen. Diese dienen wiederum als Nahrungsquelle fĂŒr Vögel, SpitzmĂ€use, FledermĂ€use, Igel uvm. Ein KĂ€ferkeller nutzt Totholz, um ein spezielles Habitat fĂŒr die Fortpflanzung und Entwicklung von KĂ€ferlarven und anderen Lebewesen zu schaffen.

Wurzelgarten (Stumpery)

Der Wurzelgarten wird anders angelegt als ĂŒbliche Totholzelemente, da er andere Ziele verfolgt. Hier werden Baumwurzeln und HolzstĂ€mme im Halbschatten oder Schatten aufgehĂ€uft und so viele unterschiedliche HohlrĂ€ume geschaffen. Die HohlrĂ€ume werden zum Teil mit Erdreich gefĂŒllt. Diese werden mit heimischen Pflanzen (z.B. Große Sternmiere, Kriechender GĂŒnsel, Stinkender Nieswurz, SchlĂŒsselblume, Christrose) begrĂŒnt. So entsteht ein einzigartiges Kleinklima, das u.a. KĂ€fer anzieht.

Blumenwiese

Eine artenreiche Blumenwiese lockt die meisten Insekten an. DafĂŒr genĂŒgt es, einen Gartenbereich nur noch 2–3 Mal jĂ€hrlich zu mĂ€hen, damit sich dort zahlreiche einheimische Wildpflanzen ansiedeln.

Der Igel - kleinen Ohren, spitze Schnauze und stachelig

Im Oktober 2024 wurde der Igel von der Weltnaturschutzunion IUCN auf der Roten Liste als „potenziell gefĂ€hrdet“ eingestuft. Igel suchen inzwischen ihre Nester oft in MenschennĂ€he, da sie auf intensiv bewirtschafteten Forst- und LandwirtschaftsflĂ€chen (Monokulturen und Pestizideinsatz) kaum noch leben können. Unter Hecken, GebĂŒschen oder Komposthaufen finden sie im Siedlungsbereich gute Bedingungen fĂŒr Nestbau und Nahrungssuche. Naturnahe GĂ€rten und Parks bieten ihnen die strukturelle Vielfalt, die sie benötigen. In gepflegten GĂ€rten, klassischen Parks und SchotterflĂ€chen ist dies jedoch oft schwierig oder unmöglich.

Igeltore

Durch GartenzĂ€une und Straßen sind die Igelreviere wesentlich kleiner geworden. Die Tiere benötigen zur Nahrungs- und Partnersuche aber große Reviere. ZĂ€une und Mauern machen dies unmöglich oder zwingen sie zu langen und gefĂ€hrlichen Umwegen, was wertvolle Energie kostet. Durch Igeltore oder Igelrampen kann man ein begehbares Netzwerk schaffen, so dass Igel die Möglichkeit haben, auf der Suche nach Nahrung zwischen verschiedenen LebensrĂ€umen zu wandern.

Lichtverschmutzung -  Eine Gefahr fĂŒr Igel

Besonders nachtaktive Insekten leiden massiv unter der Lichtverschmutzung. Milliarden von Insekten werden von den nĂ€chtlichen Lichtquellen angezogen, sind vom hellen Schein desorientiert und verenden. Ebenso wird die Entwicklung von Raupen und Larven durch Kunstlicht gestört. Insekten in all ihren Formen haben eine zentrale Bedeutung in unserem Ökosystem. Sie sind die wichtigste Nahrungsquelle fĂŒr viele heimische Wildtiere, darunter auch die Igel. Das enorme Insektensterben durch die Lichtverschmutzung hat somit auch eine negative Auswirkung auf die Igel.

Garten ohne Gift!

Igel sind neugierige Tier, die im Garten alles durchwĂŒhlen und erkunden. So kommt der Igel praktisch mit allen Giften (chemische Pflanzenschutz- oder Unkrautvernichtungsmittel, Schneckenkorn, MĂ€use- oder Rattengift, DĂŒngemittel, oder Moosvernichter), die im Garten eingesetzt werden in Kontakt. NatĂŒrlich reagieren auch Igel auf diese Gifte. So sind LĂ€hmungen, OrganschĂ€den und neurologische AusfĂ€lle die Folgen. Je nach Menge und Art des Giftes können sie auch zum Tod des Igels fĂŒhren.

Komposthaufen

Ein Komposthaufen bietet Igeln mehrere Vorteile, wenn er naturnah und sicher gestaltet ist. Zersetzendes organisches Material zieht KĂ€fer, Larven und andere Kleintiere an. Somit ist er eine Nahrungsquelle fĂŒr Igel. Außerdem bietet er mit dem lockeren Material Unterschlupf vor RĂ€ubern und Schutz beim Ausruhen. In den unĂŒbersichtlichen Strukturen (Schichtung, Laub, Heu und Äste) entstehen vielfĂ€ltige Mikrohabitate, in denen Igel sich tagsĂŒber verstecken können. Bei der Gestaltung des Kompostes ist zu beachten, dass keine scharfen Kanten und Gitter eingesetzt werden, an denen sich Igel verletzen könnten. NatĂŒrlich mĂŒssen ZugĂ€nge ermöglicht werden, damit Igel hinein- und herauskönnen.

Teich mit Sumpfzone

Igel profitieren von einem Teich mit Sumpfzone vor allem durch die vielfĂ€ltigen Nahrungsmöglichkeiten. Insekten werden angezogen, die von Igeln gefressen werden. ZusĂ€tzlich finden sich KĂ€fer, Spinnen und andere Kleintiere rund um den Wasserrand. In der NĂ€he eines naturnahen Teichs steigt oft die Vielfalt an Beutetieren, was die Nahrungssicherheit des Igels erhöht. Der Teich bietet eine stĂ€ndige Wasserstelle zum Trinken. Feuchte Bereiche helfen außerdem beim AbkĂŒhlen. Bei der Teichgestaltung muss man beachten, dass die naturnahe Uferzone mit heimischen Uferpflanzen ausgestattet wird (statt einer „sauberen“ Kante). Außerdem benötigen Igel eine sichere Zugangsmöglichkeiten zum Wasser und Ausstiegshilfen.

Hecke

Eine Hecke mit einheimischen Pflanzen ist fĂŒr Igel extrem wertvoll. Dichte, heimische StrĂ€ucher bilden ein geschĂŒtztes Dickicht. Darunter sammelt sich Laub – perfekt fĂŒr Tagesverstecke und den Winterschlaf. Igel sind Insektenfresser. Heimische Hecken ziehen viele KĂ€fer, Raupen, Spinnen und RegenwĂŒrmer an. Sie bieten durch BlĂŒten und Beeren Lebensraum fĂŒr zahlreiche Insekten und damit einen reich gedeckten Tisch fĂŒr Igel. Exotische Zierhecken (z. B. Thuja) bieten dagegen keine / kaum Nahrung fĂŒr Insekten. Hecken wirken auch wie „grĂŒne Autobahnen“. Igel können sich geschĂŒtzt vor Fressfeinden (und teilweise auch vor Straßen) durch GĂ€rten bewegen und bieten so einen sicheren Wanderkorridor. Dichte Hecken bieten ebenso sichere PlĂ€tze fĂŒr die Aufzucht der Jungen. Eine heimische Hecke fördert die Artenvielfalt und mehr BiodiversitĂ€t bedeutet mehr Nahrungsangebot fĂŒr Igel.

heimische Pflanzen

Alle heimische Pflanzen fördern das Vorkommen von Insekten, die die Nahrung der Igel sind und nutzen somit auch den Igeln.

Blumenwiese

Siehe Fledermausgarten!

KĂ€ferkeller

Siehe Fledermausgarten!

Wurzelgarten (Stumpery)

Siehe Fledermausgarten!

Benjeshecke

Neben Igeln finden auch HaselmÀuse, Frösche und Kröten darin Schutz und Winterquartiere.

ACHTUNG!!! Gefahr!!!

Bitte denken Sie daran, dass immer wieder Verletzungen durch Heckenscheren, RasenmĂ€her oder MĂ€hroboter fĂŒr Igel tödlich enden können. Kontrollieren Sie vor solchen Maßnahmen, ob sich ein Igel in der nĂ€heren Umgebung versteckt. Auch durch chemische RasendĂŒnger können die Tiere vergiftet werden.

Freiluft-Klassenzimmer
Aus dem alten Gewächshaus wird ein Freiluft-Klassenzimmer. Die seitlichen Glas- und Plexiglaselemente wurden bereits entfernt und das Dach und die Dachrinne werden repariert. Zur Beschattung werden Schilfrohrmatten auf dem Dach montiert. Die offenen Seiten werden überwiegend mit Hopfen begrünt. So entsteht ein schattiger, luftiger, grüner Ort zum Lernen, Erforschen, Durchatmen ... und Feiern 😊.

Ameisen

Apfel

BĂ€ume

Bienen (Wildbienen / Honigbienen)

Bienenhaltung / Honig / Wachs

BiodiversitÀt

Fledermaus

FrĂŒhling

HeilkrÀuter

Herbst

Igel

Insekten

Klima-/ Umweltschutz

MaikÀfer

Pflanzen bestimmen

Pflanzen vermehren

Schmetterlinge

Sommer

Spinnen

Teich

Vögel

Wald

Wasser

Weihnachten

Wiese

Winter

Nistmöglichkeiten fĂŒr Wildbienen mit Bau eines kleinen Wildbienenhotels

Rund um die Honigbiene mit Wabenkerzen herstellen

BiodiversitÀt im Garten

HeilkrÀuter

Kosmetikprodukte mit Honig und Wachs herstellen

Igel

Aus einem Traum wird nur dann Wirklichkeit, wenn viele Menschen bereit sind, ein StĂŒck des Weges mitzugehen. Die Entstehung dieses Naturgartens wĂ€re ohne eure UnterstĂŒtzung nicht möglich gewesen. Er ist deswegen auch ein Gemeinschaftswerk vieler großartiger Menschen. Ich hoffe, dass sich jeder, der dazu beigetragen hat, ein kleines StĂŒck darin wiederfindet und mit Stolz sagen kann: "Daran habe ich mitgewirkt." Danke fĂŒr eure Spenden, eure Ideen, eure Tatkraft und eure Freundschaft.

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Ob Bienenhotel, NisthĂŒlsen oder Hummelhaus: Passende Nisthilfen fĂŒr Wildbienen und Co.

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Hier finden Sie ausgewÀhlte Artikel rund um Wildbienen.

Stauden-Marie

Bei Stauden-Marie bekommst du nicht einfach nur Pflanzen. Wir möchten dir zeigen, dass nachhaltiges GĂ€rtnern ganz einfach geht – fair, umweltfreundlich und natĂŒrlich schön.

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Die Umgestaltung des Gartens zu einem Naturgarten wĂ€re ohne professionelle UnterstĂŒtzung kaum möglich gewesen. Mit dem Hausmeisterdienst Stockmann fand ich einen zuverlĂ€ssigen Partner, der mein Vorhaben mit Engagement und Fachwissen begleitet hat. Ob RĂŒckbau, Materialbeschaffung, Teichbau, Naturstein- und Metallarbeiten oder kreative Lösungen – auf Herrn Stockmann war jederzeit Verlass. VIELEN DANK!

Wildblumenwelt

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Mit viel Engagement und großer Leidenschaft setzt sie sich dafĂŒr ein, Natur wieder in GĂ€rten, Schulen und Kitas zu bringen. Auch wenn nicht alle Wildpflanzen als Bio-Pflanzen angeboten werden können – da sich nicht fĂŒr jede Art BIO-zertifiziertes Saatgut beschaffen lĂ€sst – steht Nachhaltigkeit bei ihr an erster Stelle. Alle Wildpflanzen werden torffrei in FiBL-gelisteten, fĂŒr den Bio-Anbau zugelassenen Erden kultiviert. Angeboten werden ausschließlich heimische Wildpflanzen – selbstverstĂ€ndlich ohne Neophyten. Auch beim Versand wird an die Umwelt gedacht: Die Pflanzen werden in gebrauchten Kartonagen mit wiederverwendetem FĂŒllmaterial verschickt. Vielen Dank fĂŒr die herzliche UnterstĂŒtzung, das große Engagement und den wertvollen Beitrag fĂŒr mehr Artenvielfalt! Vielen Dank fĂŒr die tolle UnterstĂŒtzung und die angenehme Zusammenarbeit!

Gemeinsam sind wir stark!

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In der NĂ€he des Alten Schlittwegs, 67549 Worms - zwischen Leiselheim und Pfiffligheim

ÜBER MICH
Kurz zu meiner Person:
 
  • Studium fĂŒr das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in Heidelberg (FĂ€cher: Biologie, Mathematik)
  • Anschließend Studium der Erziehungswissenschaften in Heidelberg (Dipl. PĂ€d.)
  • Aktuell arbeite ich als Lehrerin in einer inklusiven Brennpunkt-Grundschule in Worms

  • Nachhaltigkeitsbotschafterin des Landes RLP
  • wesensgemĂ€ĂŸe Bienenhalterin (Mitglied im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V., bei Mellifera e.V. und proBiene)
  • BUND -Mitglied
  • Naturgarten e.V. - Mitglied
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Nora Schäfer
W.-Röpcke-Str. 16
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