Willkommen bei "Natur-im-Garten"
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ein Vielfaltsgarten

Ein natürlicher Lebensraum zum Erleben, Entdecken und Lernen in Worms

Ein Naturgarten,


der ohne Benzin, Torf und schädliche Chemie auskommt, ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern bietet auch einen gesünderen Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze. Durch achtsame Handarbeit, torffreie Erde, regionale Holzressourcen und natürliche Schutzmaßnahmen schaffen wir eine nachhaltige, harmonische Gartenwelt.

Verzicht auf synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel


Chemische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger haben ihre Schattenseiten. Rückstände im Gemüse, geschädigtes Bodenleben, Insektensterben und die Belastung von Grundwasser sind nur einige der Probleme. Wer hingegen auf natürliche Methoden setzt, erhält nicht nur gesündere Pflanzen, sondern stärkt langfristig die Widerstandskraft des gesamten Gartensystems. Der Verzicht auf Chemie ist also kein Verzicht auf Erfolg, sondern Gewinn für alle Beteiligten.

Alternativen:
Fruchtbarer Boden kann durch Verwendung von Kompost, mulchen, Pflanzenjauchen, Hornspäne, Gesteinsmehl oder Algenkalk erreicht werden.
Pflanzenstärkung: Eine gut versorgte und standortgerecht gepflanzte Pflanze ist seltener krank und weniger anfällig für Schädlinge. Zur Unterstützung können natürliche Pflanzenstärker (z. B. Brennnesseljauche, Schachtelhalmbrühe, Knoblauchsud oder Komposttee) eingesetzt werden.
Nützlinge fördern: Nützlinge sind Tiere, die im Garten leben und dort wichtige Aufgaben übernehmen. Sie fressen Schädlinge, bestäuben Pflanzen, zersetzen Gartenabfälle, belüften den Boden und versorgen ihn mit neuen Nährstoffen (z.B. Bienen und Hummeln bestäuben, Igel und Vögel fressen Schädlinge). Deswegen sind Nisthilfen (für Vögel, Wildbienen, Käfer), heimische Blühpflanzen (als Nahrung für die Nützlinge) und geschaffene Unterschlüpfe (Laubhaufen, Trockenmauern oder Totholz) wichtig.
Mischkultur: Pflanzen lassen sich clever kombinieren – das schützt vor Schädlingen und spart Platz. Beispiele für gute Nachbarn sind: Karotten und Zwiebeln (halten sich gegenseitig Schädlinge vom Leib) oder Kohl und Sellerie (Sellerie verwirrt Kohlweißlinge durch seinen Geruch).
Fruchtfolge: Im Gemüsegarten ist der Fruchtwechsel zentral, um die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu sichern. Starkzehrer wie Kohl oder Kartoffeln kommen jedes Jahr auf ein anderes Beet. Im darauffolgenden Jahr folgen Mittelzehrer wie Zwiebeln oder Salat. Danach Schwachzehrer wie Bohnen oder Erbsen. Im vierten Jahr regeneriert eine Gründüngung, bevor der Kreislauf im fünften Jahr von vorn beginnt.
Wildkräuter natürlich regulieren: Wildkräuter gehören dazu – mit der richtigen Pflege lassen sie sich eindämmen. Handjätung ist oft die effektivste umweltverträgliche Methode. Mulchen unterdrückt Licht und Keimung.

Erde ohne Torf


Torf stammt aus Mooren. Sie sind Heimat zahlreicher bedrohter Arten und speichert enorme Mengen Kohlenstoff. Aus diesem Grund verwenden wir Erden ohne Torf.

Keine benzinbetriebenen Geräte


Handarbeit und Akku-Werkzeuge sind die umweltfreundlichen Alternativen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern macht den Garten auch ruhiger und gesünder für Mensch, Tier und Pflanze. Statt eines lauten Rasenmähers besser eine Sense verwenden. So haben kleine Lebewesen wie Käfer, Frösche, Blindschleichen, Igel und andere Insekten einen besseren Schutz.
Laub sollte, wenn möglich, als Unterschlupf für Igel und andere Tiere erhalten bleiben. Lautes Laubpusten oder Laubsaugen ist aus ökologischer Sicht wenig nachhaltig. Wo es sinnvoll ist, arbeiten wir eher mit Handmethoden, um die Bodenfauna zu schonen.

Nachhaltige Holzbeschaffung und -schutz

Für Gartenmöbel, Zäune, Wildbienenhotels und ähnliche Holzkonstruktionen sollten heimische, nachhaltig bewirtschaftete Hölzer verwendet werden. Das schützt Regenwälder und reduziert Transport- und Herstellungsbelastungen.
Umweltfreundlicher Holzschutz: Viele herkömmliche Holzschutzmittel setzen Biozide ein, die Mensch, Tier und Umwelt belasten können. Sie können Allergien, Hautreaktionen und Einfluss auf das Hormonsystem verursachen. Das Umweltbundesamt empfiehlt daher möglichst auf chemische Holzschutzmittel zu verzichten. Stattdessen bevorzugen wir nachhaltige Lösungen, die weitgehend ohne Gifte auskommen. Wichtig ist eine atmungsaktive Konstruktion, damit Feuchtigkeit entweichen kann.
Wenn Holzschutz nötig ist, sollte man Produkte möglichst frei von chemisch-synthetischen Insektiziden und Fungiziden wählen.
Projektstart - November 2025
Am 14. November 2025 traf ich mich mit Frau Becker, der Gartenbesitzerin, und dem 1. Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Worms (Michael Leukam), um gemeinsam den Grundstein für ein neues Vorhaben zu legen. Als BUND-Mitglieder der Kreisgruppe Worms setzen wir uns das Ziel, einen Projektgarten zu schaffen. Schritt für Schritt möchten wir den "Natur-im-Garten" zu einem Erlebnis-, Lern- und Lehrgarten für den praktischen Naturschutz weiterentwickeln. Unser Bestreben ist es, so bald wie möglich einen kostenfreien Zugang für Kindertagesstätten, Schulen und alle Interessierten zu ermöglichen. Vielfältige pädagogische Angebote rund um den Natur- und Umweltschutz stehen BesucherInnen dann offen und laden Jung und Alt dazu ein, Natur hautnah zu erleben, zu entdecken und zu verstehen. 
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Kriterien

Im Naturgarten sollen nach und nach verschiedene Kleinprojekte (s.u.) entstehen. Gemäß den Naturgartenprinzipien werden ausschließlich heimische Pflanzen eingebracht. Wichtig ist uns der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger, der Verzicht auf den Einsatz von Torf. Wir wollen eine hohe ökologische Vielfalt (Biodiversität) erreichen.

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Schüler-AG

Erfreulicherweise zeichnet sich ein Projekt mit einer Schule ab, die im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft wöchentlich ihre eigenen Beete anlegen und pflegen wird. Damit haben diese Kinder einen „Natur-Erfahrungs-Raum“ in dem sie u.a. den Gemüse- und Obstanbau und die natürlichen Kreisläufe unmittelbar erleben können.

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Vorher

Ähnliche Kleinprojekte habe ich bereits im Bienen- und Naturgarten der Bienenfreunde Wonnegau e.V. geplant, umgesetzt und überwiegend privat finanziert. Bilder davon sind auf der Homepage des Imkervereins zu sehen. Nach dem Abschluss meiner Arbeit wurden hier leider zentrale Naturgartenkriterien nicht mehr eingehalten, weshalb ich mein Engagement dort beendet habe.

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Perspektive

Wir verfügen über ein Grundstück, auf dem wir das Naturgarten-Konzept schrittweise und konsequent umsetzen möchten. Dafür benötigen wir natürlich etwas Zeit und freuen uns über Unterstützung von Dritten. Langfristig streben wir zielführende Kooperationen mit Privatpersonen, Organisationen und Firmen an, die sich schon im Naturschutz engagieren oder dies in Zukunft tun möchten. Idealerweise könnten bereits im kommenden Jahr die ersten Kurse angeboten werden.

Naturgarten
In einem Naturgarten leben Menschen, Pflanzen und Tier im Einklang. Er bietet vielen Tieren Nahrung und Unterschlupf. Durch verschiedene Elemente ist er ein Beitrag zur Artenvielfalt. Ein Hauptmerkmal ist die Verwendung regionaler Wildpflanzen, die einen hohen ökologische Wert für die heimische Tierwelt haben. Problematische Arten, insbesondere invasive Neophyten, werden konsequent entfernt. Ebenso werden vielfältige Nisthilfen angeboten (z.B. für Vögel, Insekten und Kleinsäuger) und Lebensräumen für viele Tier- und Pflanzenarten geschaffen wie z.B. Gewässer, umgefallenen Bäumen, Wiesen, Waldgesellschaften, feuchte Mulden.
Typische Elemente eines Naturgartens sind:
Hecken - begrünte Hauswände - Nisthilfen (Vögel, Gartenschläfer, Wildbienen, Fledermäuse, Insekten, Igel usw.) - Feuchtbiotope (Teich, Sumpf) - Kompost - Kräuterspiralen - Steinhaufen - Totholz - Wildblumenwiese - alte Obstsorten - Schmetterlingsweide - Trockenmauer - Käferkeller - Eidechsenburg ...
1. Naturgarten-Element:
Die Eidechsenburg mit Sandarium 
(z.Zt. in Planung für April 26)
Für Eidechsen ist eine naturnahe Gartengestaltung das A und O. Gestaltungselemente wie Hecken, Steinhaufen, Trockenmauern, Blühwiesen, vegetationsarme sandige Flächen oder Totholzhaufen bieten Eidechsen, aber auch zahllosen anderen Tieren Nahrungsquellen sowie Schutz- und Brutplätze. Auf dem Speiseplan von Eidechsen stehen: Heuschrecken, Spinne, Fliegen, Käfer, Würmer, Raupen und Schnecken. Die Steine dienen als Sonnendecks, auf denen die Eidechsen Wärme tanken und gleichzeitig den Überblick über die nähere Umgebung behalten können. Am unteren Rand der Wind- und Nordseite der Burg kann eine bepflanzte Erdanhäufung zusätzlichen Schutz bieten. Der Keller ist für die Überwinterung notwendig. Für die Nachwuchsförderung befindet sich an der Südseite der Eidechsenburg eine Sandgrube mit ungewaschenem Sand zur Eiablage. Zauneidechsen beispielsweise nutzen solche Plätze gerne, um in ihnen ihre Eier abzulegen und von der Sonne ausbrüten zu lassen. Ein Sandarium wird auch von einigen Wildbienenarten als Nistplatz genutzt.
2. Naturgarten-Element:
Wurzelgarten
Der Wurzelgarten (Stumpery) wird anders angelegt als übliche Totholzelemente, da er andere Ziele verfolgt. Hier werden Baumwurzeln im Halbschatten oder Schatten aufgehäuft und so viele unterschiedliche Hohlräume geschaffen. Die Hohlräume werden zum Teil mit Erdreich gefüllt. Das Beet wird mit heimischen, schattenliebenden Pflanzen (bei uns: Große Sternmiere, Kriechender Günsel, Hirschzungenfarn, Palmblatt-Nieswurz, Gemeine Akelei, Bach-Nelkenwurz, Vergissmeinnicht, Rote Lichtnelke, Schneeglöckchen, Schmalblättriges Weidenröschen, roter Fingerhut, Nesselblättrige Glockenblume, Gewöhnlicher Frauenmantel, Ausdauerndes Silberblatt und Wurmfarn) begrünt. So entsteht ein einzigartiges Kleinklima, das z.B. Laufkäfer, Kröten, Eidechsen, Mauswiesel und Vögel anzieht. Auch Holzwespen und Holzbienen findet man hier. Auf dem waldartigen Boden finden sich viele Kleinstlebewesen (z.B. Asseln, Tausendfüßler und Springschwänze, Schnecken und Schnegel), die wiederum als Nahrung für andere Tiere dienen. Rotkehlchen und Zaunkönig z.B. suchen gerne nach Nahrung in den Ecken und Winkeln der alten Wurzeln. Igel finden hier verschiedene Käferarten. Hornissen und einige Wespenarten raspeln das Holz ab um es für den Nestbau weiter zu verwenden.
3. Naturgarten-Element:
Die schmale Hecke – eine grüne Grenze für den Artenschutz mit wenig Platzbedarf
Schmale Hecken mit einer einreihigen Pflanzung von heimischen Gehölzen und einem Pflanzabstand von 30 bis 50 cm bieten eine naturnahe Möglichkeit, Grundstücke abzutrennen. Mit einer geringen Tiefe (ca. 1 Meter) schafft die Hecke einen natürlichen Zaun. Sie bietet Schutz vor Wind und auch Lärm und ist ein ökologisch wertvoller Lebensraum. Vögel wie Amsel, Zaunkönig und Heckenbraunelle nisten in dichten Zweigen, Wildbienen nutzen blühende Arten wie Wildrose oder Kornelkirsche als Nektarquelle, Schmetterlingsraupen finden Futter auf heimischen Laubgehölzen und Käfer und Spinnen leben im Blätterdach. Dornige Sorten bieten Vögeln und Kleinsäugern Schutz vor Fressfeinden. 

Bereits vorhandene Gehölze (z.B. Roter Hartriegel, Straucheibisch, Hundsrose) wurden mit folgenden Pflanzen ergänzt: 
Berberitze (Berberis vulgaris) 
Weichblättrige Rose (Rosa mollis) 
Hechtrose (Rosa glauca) 
Apfelrose (Rosa villosa) 
Ackerrose (Rosa agrestis) 
Traubenkirsche (Prunus padus) 
Schlehe/ Schwarzdorn (Prunus spinosa) 
Kornelkirsche (Cornus mas) 
Echte Felsenbirne (Amelanchier ovalis) 
Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna) 
Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)
gemeiner Liguster (Ligustrum vulgare)
Faulbaum (Rhamnus frangula)
Gelber Blasenstrauch (Colutea arborescens)
Deutsches Geißblatt (Lonicera periclymenum) 
Haselnuss (Corylus avellana)  
Blaue Heckenkirsche (Lonicera caerulea)                         

Von diesen neuen Pflanzen können 510 Tierarten profitieren (s. Grafik unten).
4. Naturgarten-Element:
Nisthilfen für Vögel und ......
Nistkästen für Vögel sollten in der Regel in einer Höhe von 2 bis 3 Metern angebracht werden. Das Einflugloch ist nach Osten oder Südosten ausgerichtet. Die Befestigung mit einem stabilen Drahtbügel, der mit einem alten Gartenschlauch überzogen ist, schützt den Baum vor Schäden. Nisthilfen dienen auch Kleinsäugern und Insekten als Schlaf- und Überwinterungsplätze. 
Zudem gibt es spezielle Nisthilfen für Fledermäuse, Kleinsäuger und Insekten.

Noch einige Hinweise: 
  • Nistkästen sollten eher nach vorne überhängen (Regenschutz) und niemals nach hinten.
  • Nisthilfen gleicher Bauart sollten mindestens 10 Meter voneinander entfernt aufgehängt werden (Ausnahme: Koloniebrüter wie Star und Schwalbe). So finden brütende Tiere ausreichend Nahrung für sich und den Nachwuchs.
  • Für eine Halbhöhle eignen sich geschützte, möglichst katzen- und marderunzugängliche Orte an Hauswänden, auf Balkonen oder an Schuppen und Gartenhäusern.
  • Ab Oktober sollten die Nisthilfen auf Funktionsfähigkeit geprüft, geleert und gereinigt werden. Nach der Brutsaison im Herbst bietet sich eine gute Gelegenheit, Nistmaterial zu entfernen und Nistkästen auszubessern. Nistkästen werden auch von Zwischenmietern wie Siebenschläfern, Hasel- oder Fledermäusen genutzt und dienen zahlreichen Insektenarten in der kalten Jahreszeit als schützende Behausung. Vor dem Putzen empfiehlt es sich, zuerst anzuklopfen und zu prüfen, ob der Kasten wirklich leer ist.

    Die meisten Nistkästen in diesem Garten wurden von Herrn Roth angefertigt. Er ist Hobbyschreiner, fertigt die Kästen nach erprobten Bauplänen an und geht auch auf individuelle Wünsche ein. Seine Arbeiten bietet er bei (eBay) kleinanzeigen.de an. 
    ... Und Herr Roth spendet einen Teil des Kaufpreises immer dem Tierheim in Mannheim.

1. Nistkästen mit einem 32mm-Einflugloch

Geeignet für größere Meisenarten wie z.B. Kohlmeise oder Haubenmeise, Kleiber, Trauerschnäpper, Gartenrotschwanz, Halsbandschnäpper, Wendehals, Feldsperling, Haussperling. Manchmal nutzen auch Fledermäuse die Nisthilfe als Ruhe- oder Übernachtungsquartier.

2. Nistkästen mit einem 28mm-Einflugloch

Besonders geeignet für kleine Meisen wie z.B. Blaumeise, Tannenmeise, Sumpfmeise und eventuell Zaunkönig.

3. Nistkasten mit Langloch

Nistkästen mit Langloch sind besonders für den Gartenrotschwanz geeignet.

4. Halbhöhlen

Geeignet für Halbhöhlenbrüter wie z.B. Bachstelze, Grauschnäpper, Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Amsel, gelegentlich Zaunkönig und Gartenrotschwanz.

5. Spatzenhaus

Feld- und Haussperlinge brüten gerne in kleinen Kolonien. Obwohl auch einzelne Nistkästen angenommen werden, bevorzugen sie sogenannte Kolonie-Nistkästen, in denen mehrere Paare nebeneinander brüten können.

6. Gartenschläfer-Kästen

Viele natürliche Verstecke wie alte Baumhöhlen, dichte Strauchbereiche oder Totholz sind heute verschwunden. Bilche benötigen diese aber für die Tagesruhe und auch als Schlaf- und Überwinterungsquartiere. Diese Nistkästen bieten Ersatz. Neben Gartenschläfern nutzen auch Haselmäuse (die auf der Roten Liste stehen) diese Kästen. Der Einschlupf befindet sich auf der Rückseite, also dem Baum zugewandt. Vögel beziehen den Nistkasten deshalb nicht.

7. Fledermauskasten

Da es nur noch wenig Baumhöhlen gibt, sind diese Ersatzquartiere für Fledermäuse wichtig. Flachkästen dienen spaltenbewohnenden Fledermausarten (Zwergfledermaus, Rauhhautfledermaus, Bartfledermaus oder Breitflügelfledermaus) als Unterschlupf.

8. Nisthilfen für Wildbienen 1 - Die waagrechte Röhre

In der freien Natur suchen die Tiere nach einem länglichen Hohlraum. Für eine Nisthilfe kommen folgende Bauteile diesem Anspruch am ehesten entgegen: Bambusröhrchen, Schilfstängel, Pappröhrchen und Strohhalme. Wichtig ist, dass - die Röhren auf der Rückseite geschlossen sind,  der Durchmesser zu den Bewohnern passt (3-10 mm),  das Innere sauber und glatt wie ein Bienenpopo ist, sich der Eingang ohne Verletzungen benutzen lässt, die Wohnröhren Luft und Feuchtigkeit durchlassen, ein Draht zum Schutz vor Spechten, Meisen u.ä. angebracht wird.

9. Nisthilfen für Wildbienen 2 - senkrechte Markstängel

Geeignet sind vor allem Brom- und Himbeere, Heckenrose, Sommerflieder, Königskerze, Herzgespann und Distelarten. Voraussetzung für erfolgreiches Nisten ist nur, dass es solche Zweige und Stängel im Spätsommer gibt und dass diese abgestorbenen Pflanzenteile bis zum Frühling stehen bleiben.

10. Nisthilfen für Wildbienen 3 - Nistziegel aus Ton oder Lehm

Die Ziegel können aus gebranntem, lufthärtendem Ton oder Lehm hergestellt werden. Der ideale Standort sollte sonnig, regengeschützt und idealerweise in Süd- oder Südostausrichtung sein.

11. Nisthilfen für Wildbienen 4 - Holz

IN ARBEIT                    Besonders einfach herzustellen sind Nisthölzer mit Bohrgängen für hohlraumbewohnende, solitär lebende Wildbienenarten. Man verwendet hierzu ausschließlich entrindetes Hartholz, am besten Esche. Es wird ins Längsholz gebohrt, also nicht in das Hirnholz. Der Bohrlochdurchmesser sollte 3 - 8 Millimeter betragen.

12. Nisthilfen für Wildbienen 5 - unterirdischer Hummelkasten

In Deutschland stehen Hummeln unter besonderem Schutz nach der Bundesartenschutzverordnung und dem Bundesnaturschutzgesetz. Viele Arten sind gefährdet, zum Beispiel durch Lebensraumverlust, intensive Landwirtschaft und den Rückgang von Blütenpflanzen. Daher ist es wichtig, Hummeln zu schützen und ihre Lebensräume zu erhalten. Einige Hummelarten bauen ihre Nester unter der Erde (z.B. Dunkle Erdhummel, Helle Erdhummel, Wiesenhummel, Gartenhummel), häufig in verlassenen Mäusegängen oder anderen Hohlräumen im Boden. Dort legt die Hummelkönigin im Frühjahr ihre Eier und gründet ein Volk, das von Arbeiterinnen versorgt wird. Unterirdische Nester schützen die Hummeln vor Wetter und Feinden. Hummeln sind wichtige Bestäuber für viele Pflanzen, und nur die jungen Königinnen überwintern, um im nächsten Jahr neue Nester zu gründen.🐝🌼

13. Nisthilfen für Wildbienen 6 - Steilwände

IN ARBEIT                         Steilwände sind wichtige Nistplätze für viele Wildbienen und Einsiedlerwespen. Arten wie Pelzbienen, Seidenbienen, Furchenbienen, Sandbienen, Maskenbienen und Schornsteinwespen graben ihre Nester selbst in sandige oder lehmige Steilwände. Auch Gehörnte Mauerbiene und Rote Mauerbiene sind dort häufig zu finden, da sie manchmal verlassene Nester anderer Arten übernehmen. Heute sind ihre natürlichen Lebensräume selten geworden. Ersatzstrukturen (künstliche Steilwände) sind deswegen wichtige Lebensräume für spezialisierte Wildbienen und solitäre Wespen und tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei. 🐝

14. Käferkeller

Siehe unten!

15. Eidechsenburg mit Sandarium

IN PLANUNG - Siehe oben!

16. Benjeshecke

Im Aufbau - Siehe unten!

Märzenbecher (Leucojum vernum)

Der Märzenbecher, auch Frühlings-Knotenblume genannt, ist ein einheimisches Zwiebelgewächs. Er liefert durch seine frühe Blüte wichtigen Nektar für die erwachende Insektenwelt. Wilde Bestände des Märzenbechers sind laut Bundesartenschutzverordnung geschützt.

Hasenglöckchen (Scilla non-scripta)

Das Hasenglöckchen ist eine heimische Zwiebelpflanze, die bienen- und insektenfreundlich ist. Es gilt europaweit als nicht gefährdet, ist jedoch nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) in Deutschland besonders geschützt.

Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum)

Der Dolden-Milchstern ist ein einheimisches frühblühendes Spargelgewächs. Er wird u.a. von Insekten bestäubt. Die Blüten bilden reichlich Nektar und Pollen, die z.B. von acht Wildbienenarten gesammelt werden. Als Raupenfutter nutzt ihn die Graslilieneule. Samen sind bei Ameisen wegen ihres ölhaltigen Elaiosoms begehrt und werden von ihnen verbreitet.

Trompeten-Narzisse (Narcissus obvallaris)

Einheimische Wildnarzissen der Unterart obvallaris besitzen sonnengelbe Blüten. Bei dieser Pflanze handelt es sich um eine Urform der Trompetennarzissen. Sie liefern je nach Standort zwar Nektar und Pollen, sind aber für Insekten kaum relevant.

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Das Schneeglöckchen ist die einzige in Mitteleuropa heimische Schneeglöckchenart. Als erster Nektarlieferant im zeitigen Frühjahr spielt es eine wichtige Rolle für Bestäuber, vor allem Honigbienen und Schmetterlinge. Die Samen tragen ein fleischiges Anhängsel (Elaiosom), das Ameisen anlockt und so die Verbreitung der Samen fördert. Alleinstehende, wild wachsende Exemplare stehen unter Naturschutz.

Bärlauch (Allium ursinum)

Bärlauch ist ein heimisches Zwiebelgewächs. Als frühblühende Pflanze ist er eine wichtige Bienenpflanze, so zum Beispiel für die Lauch-Maskenbiene, die in ihrem Bestand als gefährdet gilt. Bärlauch ist essbar und als Heil- und Würzpflanze beliebt.

Frühlings-Krokus (Crocus vernus)

Der Frühlings-Krokus ist eine heimische Wildform, die als Zwiebelgewächs im Garten hervorragend zurechtkommt. Er ist winterhart, öffnet sich früh im Frühjahr, ist pollen- und nektarreich und somit eine gute Bienen- und Insektenweide. Als Frühblüher versprüht er schon zu Beginn der wärmeren Tage Farbe.

Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia)

Der Zweiblättrige Blaustern ist eine heimische Wildform. Er dient als gute Bienenweide und liefert Pollen für zahlreiche Bestäuber. Vor allem Fliegen fungieren als Bestäuber, doch auch Bienen und Schmetterlinge gehen gerne zum Nektar. Besonders zwei Wildbienenarten holen sich hier den Pollen für ihren Nachwuchs: die Gehörnte Mauerbiene und die Gewöhnliche Schmalbiene. Das ölreiche Elaisosom der Samen ist zudem eine begehrte Nahrung für Ameisen, die so zur Verbreitung beitragen.

Frühlings Alpenveilchen (Cyclamen coum)

4 Alpenveilchen wurden für den Garten gespendet. Da die Art nicht invasiv ist und es eine gut gemeinte Spende war, habe ich sie gepflanzt. Leider nutzt diese Pflanze der heimischen Fauna nicht, aber sie sind ein schöner Farbklecks im Frühjahr.

Kleine Traubenhyazinthe 'Album' (Muscari botryoides 'Album')

Die Kleine Traubenhyazinthe 'Album' ist eine Sorte einer heimischen Art. Sie ist ein früher Nektar- und Pollenlieferant für Insekten.

Busch-Windröschen (Anemone nemorosa)

Das Busch-Windröschen ist eine heimische Wildform, das zu den Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae) gehört. Buschwindröschen werden gerne von Insekten besucht, zumal sie in vielen Wäldern von März bis April den ersten Nektar liefern. Das macht sie ökologisch extrem wichtig. Hummeln und andere Wildbienen freuen sich auch im heimischen Garten über das reichhaltige Nahrungsangebot.

Nutzen

 Seit Jahren imkere ich privat nach den Prinzipien der wesensgemäßen Bienenhaltung. Das Bienenvolk wird hierbei als eigenständiger Organismus verstanden, und die Haltung erfolgt so, dass sie den natürlichen Lebensbedingungen der Bienen möglichst nahekommt. Die Bienen dürfen ihre Waben selbst bauen, vermehren sich auf natürliche Weise durch Schwarmverhalten und übernehmen die Brutpflege eigenständig. Honig entnehme ich nicht. Somit sammeln die Bienen nur Nektar und Pollen, den sie selbst benötigen. Wesensgemäße Bienenhaltung umfasst auch Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Völker, wobei Eingriffe auf ein Minimum reduziert bleiben. Diese Form der Imkerei ist eng mit ökologischen Prinzipien verbunden. Weiter Informationen hierzu finden Sie unter www.mellifera.de. 

 Am 9.4.26 ist ein Schwarm in einen Schilfrohr-Bienenturm von David Junker in unserem Natur-im-Garten eingezogen. David fertigte diese Beute speziell für Gartenbesucher und KursteilnehmerInnen mit einem Sichtfenster, damit das Treiben im Bienenvolk beobachtet werden kann, ohne die Bienen sonderlich zu stören. 

 Die Schilfrohrbeuten werden von David aus hochwertigen, ökologischen Materialien und in viel Handarbeit hergestellt. Sie entsprechen weitgehend den natürlichen Lebensräumen von Honigbienen, nämlich Baumhöhlen. Er verwendet regionale Hölzer wie Lärche, Eiche, Buche oder Esche. Die Wände bestehen überwiegend aus 50 mm dicken, drahtgebundenen Schilfmatten. Schilfrohr ist ein besonders nachhaltiger Rohstoff, da es jährlich nachwächst. Es ist wasserdampfdurchlässig und bietet gleichzeitig hervorragende Dämmeigenschaften, wodurch ein optimales Stockklima entsteht. Dadurch schützen die Beuten die Bienen im Sommer vor Hitze und im Winter vor Kälte, so sparen sie Vorräte, sind langlebig und vital. Eine genaue Beschreibung des Schilfrohr-Bienenturms und weiterer Schilfrohrbeuten finden Sie unter www.kleine-holzbiegerei.de/bienenturm/. 

 Der Bienenturm steht seit dem 3.4.26 auf einem (aus Holzresten gebauten) Podest. 

 Am 8.4.26 war es soweit - bei einem meiner Bienenvölker ging der erste Schwarm ab. Netterweise🙂 haben sich die Bienen in meinem eigenen Garten in der Quitte gesammelt, so dass ich den Schwarm leicht in die Schwarmfangkiste schlagen konnte. 

 Einzug der Honigbienen - Nach einem Tag Kellerhaft durfte der Schwarm abends am 9.4.26 in den Bienenturm einlaufen - Jedes Mal einfach nur faszinierend! 

 Am 10.4.26 herrscht bereits normaler Flugbetrieb 🐝🐝🐝 

 Die Waldlichtbeute Am 12.4.26 ist ein zweites Volk mit samt seiner Behausung in den Natur-im-Garten eingezogen. Die Waldlichtbeute entspricht einer runden Modifikation der Warrébeute, um so einen hohlen Baumstamm (der ursprünglichen Behausung der Honigbienen) zu imitieren. Die schlanke hohe Form und die Wärmedämmung im Dach begünstigen ein positives Stockklima. Diese Beute ist für den Stabilbau und somit für die wesensgemäße Bienenhaltung sehr gut geeignet. Die Naturmaterialien Holz und Schafswolle zur Dämmung machen die Beute diffusionsoffen. 

 Neben der Honigbiene gibt es ca. 600 einheimische Wildbienenarten in Deutschland. Lt. dem Kompetenzzentrum Wildbienen sind bereits 37 Arten bundesweit ausgestorben, 270 Arten stehen auf der Roten Liste und 42 Arten auf der Vorwarnliste der Bienen Deutschlands. Häufig liest man, dass die Honigbiene in Nahrungskonkurrenz zu den Wildbienen steht und diese damit zusätzlich schädigt. M.E. stellen fehlende Nistmöglichkeiten in unseren aufgeräumten Gärten und Landschaften und das Bekämpfen einheimischer Wildpflanzen, die Zunahme bebauter Flächen und die intensive Landwirtschaft eine wesentlich größere Bedrohung dar. Leider ist die einheimische Dunkle Honigbiene (Apis mellifera mellifera) zu Gunsten leistungsstärkerer Honigbienen-Zuchtrassen in Deutschland fast ausgerottet worden. Alleine die üblicherweise geringere Volksstärke der Dunkle Bienen hatte zu einem zahlenmäßig ausgewogenerem Verhältnis zwischen Honigbienen und Wildbienen geführt. Leider ist eine wesensgemäße Bienenhaltung nicht geeignet, die Wiederansiedlung der Dunklen Biene in unserer Region zu unterstützen, da die Jungköniginnen beim Hochzeitsflug fast ausschließlich auf Zuchtrassen-Drohnen treffen würden und damit schon die 2. Generation ein Hybridvolk wäre. 

 Ein aktiver Artenschutz von Wildbienen (und anderen Insekten) gehört zu einem Naturgarten einfach dazu: Das bedeutet, dass einerseits vielfältige Nistmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden müssen (Sandarium, Markstängel, Totholz, klassische Wildbienenhotels, Lehmwände, Steilwände usw.). Und andererseits muss ein entsprechendes einheimisches Blütenangebot für die oft spezialisierten Wildbienen gepflanzt werden. Dies nutzt übrigens auch den Honigbienen. 

 Da die Dichte der Honigbienen-Völker vielerorts drastisch über den Verhältnissen liegt, die sich unter naturnahen Bedingungen einstellen würden, sollten gerade ImkerInnen sich bemühen, den Konkurrenzdruck auf die Wildbienen auszugleichen. Viele interessante Informationen hierzu finden Sie auch unter https://wilde-honigbienen.de/wilde-seiten/honigbienen-in-naturschutzgebieten/. Insgesamt ist https://wilde-honigbienen.de/ einen Besuch wert, wenn man mehr über Bienen erfahren möchte. Pflanzungen von sogenannten insektenfreundlichen Neophyten (Funkie, Herbstastern, Lavendel, Sonnenbraut, Bienenbaum, …) oder gar invasiver Neophyten (Drüsiges Springkraut, Robinie, Götterbaum, …) als wertvolle Honigbienentrachtpflanzen, ist aus Sicht des Naturschutzes völlig abzulehnen. 

 Neben der konkreten Umsetzung - der Naturgartenideen, - der wesensgemäßen Bienenhaltung und - den Bildungsangeboten im „Natur-im-Garten“, ist es mir auch wichtig als Fördermitglied proBiene (https://probiene.de/) zu unterstützen. proBiene ist ein freies Institut für ökologische Bienenhaltung, das sich auf verschiedenen Wegen für die wesensgemäße Haltung der Honigbiene sowie für Insekten- und Artenschutz einsetzt. Neben politischer Arbeit lehrt proBiene die Grundlagen wesensgemäßer Imkerei in Imkerkursen und vermittelt die Relevanz von Bestäubern durch Kindergarten- und Grundschul-Führungen direkt am Bienenstock. 

 Interessieren Sie sich für die Dunkle Europäische Honigbiene - Apis mellifera mellifera? Auf der Homepage des Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V. finden Sie viele Informationen (Geschichte, Aussehen, Verhalten, Imkern mit der Dunklen Biene, Zucht …)! www.bv-dunkle-biene.de 

7. Naturgarten-Element:
Igeltore
Durch Gartenzäune und Straßen sind die Igelreviere wesentlich kleiner geworden. Die Tiere benötigen zur Nahrungs- und Partnersuche aber große Reviere. Zäune und Mauern machen dies unmöglich oder zwingen sie zu langen und gefährlichen Umwegen, was wertvolle Energie kostet. Durch Igeltore oder Igelrampen kann man ein begehbares Netzwerk schaffen, so dass Igel die Möglichkeit haben, auf der Suche nach Nahrung zwischen verschiedenen Lebensräumen zu wandern. Wichtig: Igeltore sollten einen Durchmesser von ca. 13 Zentimetern haben. Der Durchgang muss direkt am Boden liegen. Igeltore dürfen keine scharfen oder spitzen Ecken haben, an denen sich die Tiere verletzen könnten. Das Tor sollte nicht in Richtung der Straße zeigen (Gefahr durch Autoverkehr).  Unter https://www.deutschewildtierstiftung.de/media/pages/naturschutz/igel-bahn-frei-fur-stacheltrager/09433991f7-1718186035/2024-igeltor-v7-druck-web.pdf finden Sie eine Bauanleitung für ein Igeltor.
8. Naturgarten-Element:
Wilde Ecke
In vielen aufgeräumten Gärten fehlen Tieren geeignete Lebensräume. Wilde Ecken schaffen kleine Naturoasen, die Schutz, Nahrung und Nistplätze bieten. Wenn mehr solcher Bereiche entstehen, kann auch dem Rückgang vieler Tierarten entgegengewirkt werden. Gleichzeitig wird der Garten lebendiger und Teil eines größeren Netzwerks für mehr Natur. Die wilde Ecke liegt in einem ruhigen Teil des Gartens, damit sich Tiere dort sicher fühlen. Hier wachsen heimische Pflanzen, an die viele Tiere angepasst sind und die ihnen Nahrung und Schutz bieten. Besonders wichtig ist die Vielfalt an Strukturen. Laub- und Totholzhaufen aus Ästen, Zweigen oder kleineren Stämmen bieten wertvolle Verstecke. Viele Tiere, etwa Käfer oder Igel, nutzen sie als Unterschlupf oder zum Überwintern. In dieser Ecke darf die Natur einfach machen. Der natürliche Wildwuchs schafft ein kleines, sich selbst regulierendes Ökosystem. Davon profitieren viele Tiere: Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge finden Nahrung und Nistplätze, Vögel haben Schutz, finden Samen, Insekten und Nistmaterial, und auch Kleinsäuger, Amphibien und Reptilien wie Igel, Kröten oder Eidechsen nutzen die geschützten Bereiche als Lebensraum.
9. Naturgarten-Element:
Käferkeller
Viele natürliche Lebensräume für Käfer verschwinden durch intensive Gartenpflege oder Bebauung. Der Käferkeller, ist Lebensraum und Entwicklungszone für Käfer. Es fühlen sich aber auch Asseln, Tausend­füßler und andere Insekten darin wohl. Je nach Holzart unterstützt man damit unterschiedliche Tierchen. Diese dienen wiederum als Nahrungsquelle für Vögel, Spitzmäuse, Fledermäuse, Igel uvm. Käfer bestäuben auch Pflanzen und manche halten sogar Schädlinge in Schach. Käfer spielen somit für die Stabilität von Ökosystemen eine wichtige Rolle. Alte Baumstämme oder Bodenstrukturen, die Käfer als Versteck nutzen können, werden zunehmend seltener. Der Käferkeller simuliert diese Rückzugsorte und bietet den Insekten Schutz vor Witterung und Fressfeinden. Ein Käferkeller nutzt Totholz, um ein spezielles Habitat für die Fortpflanzung und Entwicklung von Käferlarven und anderen Lebewesen zu schaffen. Dieses Konzept verbindet den natürlichen Zerfallsprozess von Holz mit der Schaffung eines Lebensraums, der die Biodiversität im Garten steigert.

Waldspitzmaus

Soricida (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sorex-araneus.jpg), „Sorex-araneus“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Igel

Topfklao (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedgehog_germany0908.jpg), „Hedgehog germany0908“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Bechsteinfledermaus

Moosassel

Martin Cooper from Ipswich, UK (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Common_striped_woodlouse_(Philoscia_muscorum)_Ipswich,_UK.jpg), „Common striped woodlouse (Philoscia muscorum) Ipswich, UK“, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode

Gefleckter Schmalbock

Pjt56 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rutpela_maculata-pjt2.jpg), „Rutpela maculata-pjt2“, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode

Tausendfüßler

Christian von Montfort (Symbiosus) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Doppelfüsser.JPG), „Doppelfüsser“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Goldlaufkäfer

Soebe (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carabus_auratus_with_prey.jpg), „Carabus auratus with prey“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Hirschkäfer

J.F. Gaffard (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lucanus_cervus.jpg), „Lucanus cervus“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Nashornkäfer

Hectonichus (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oryctes_nasicornis-002.jpg), „Oryctes nasicornis-002“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Goldglänzender Rosenkäfer

anonym (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rosenkäfer_Cetonia_aurata.jpg), „Rosenkäfer Cetonia aurata“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Balkenschröter

Bugman95 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dparallelipipedus.JPG), „Dparallelipipedus“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Gebänderte Pinselkäfer

Ivar Leidus (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Trichius_fasciatus_-_Succisa_pratensis_-_Keila.jpg), „Trichius fasciatus - Succisa pratensis - Keila“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode

10. Naturgarten-Element:
Teich mit Flachwasser- und Sumpfzone
IN PLANUNG
11. Naturgarten-Element:
Magerbeet
IN PLANUNG
12. Naturgarten-Element:
Wiese
Aktuell IN ARBEIT: Eine Wildblumenwiese ist ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz. Sie fördert die Artenvielfalt und bietet Lebensraum sowie Nahrung für viele Tiere – darunter Vögel, Wildbienen, Schmetterlinge und zahlreiche andere Insekten. In stark versiegelten Flächen oder in sehr aufgeräumten Gärten finden diese Tiere oft kaum noch geeignete Lebensbedingungen. Viele Wildblumen besitzen tiefe Wurzeln. Dadurch verbessern sie die Bodenstruktur und helfen, den Boden vor Austrocknung und Erosion zu schützen. Besonders heimische Pflanzen sind für Insekten wertvoll, da sie als natürliche Nahrungsquelle dienen und optimal an die hiesigen Bedingungen angepasst sind. Die Pflege einer Wildblumenwiese erfolgt vor allem durch regelmäßiges Mähen. Im ersten Jahr wird die Fläche nur einmal gemäht. Ab dem zweiten Jahr reicht eine Mahd zweimal jährlich – einmal im Sommer und einmal im Herbst. Das Mähen erfolgt mit der klassischen Sense, da dies am schonendsten für die Fauna ist. Bei der Sommermahd im Juli oder August werden die reifen Samenstände auf der Wiese verteilt, sodass sich viele Pflanzen selbst aussäen können. Das gemähte Gras bleibt zunächst zum Trocknen liegen und wird gelegentlich gewendet, damit sich die Samen gut verteilen. Anschließend wird das Schnittgut entfernt, damit kein nährstoffreicher Humus entsteht. So bleibt der Boden mager – eine wichtige Voraussetzung für eine artenreiche Wiese. Wichtig ist außerdem, nie die gesamte Fläche auf einmal zu mähen, damit Insekten weiterhin Nahrung und Rückzugsorte finden. Zusätzlich zur Aussaat wurden auch heimische Wildstauden gepflanzt (Fettwiesenmargeritte, Schafgarbe, Habichtskraut, Weiße Lichtnelke, Wegwarte, Echter Eibisch, Echtes Leinkraut, Wiesenflockenblume, Hornklee, Große Pimpinelle, Ackerglockenblume, Ochsenzunge, Natternkopf, Rainfarn, Echtes Johanniskraut, roter Fingerhut, Wilde Karde). Diese mehrjährigen Pflanzen sind meist sehr robust und pflegeleicht, da sie von Natur aus an die lokalen Bedingungen angepasst sind. Auf den Flächen befanden sich ursprünglich drei relativ monotone Graslandschaften. An einigen ausgewählten Stellen wurden die Grasnarbe entfernt. Diese Bereiche wurden mit beikrautfreier Erde wieder aufgefüllt und dort dann gezielt heimische Blütenpflanzen ausgesät sowie vorgezogene Stauden gepflanzt. Ziel ist es, die Flächen nach und nach in eine blütenreiche Wiese zu verwandeln.
13. Naturgarten-Element:
Benjeshecke
Aktuell IM AUFBAU: Im Laufe eines Gartenjahres fallen oft große Mengen an Schnittholz, Ästen und Reisig an. Dieses sogenannte Totholz ist kein Abfall, sondern wertvolles Material, das im Garten bleiben und in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden kann – zum Beispiel in Form einer Benjeshecke. Eine Benjeshecke besteht aus aufgeschichtetem Gehölzschnitt wie Ästen, Zweigen und Laub. Mit der Zeit tragen Wind und Tiere Samen ein, aus denen Pflanzen wachsen. So entsteht nach und nach eine lebendige, natürliche Hecke. Die Benjeshecke bietet zahlreichen Tieren einen wichtigen Lebensraum. Viele Vogelarten nutzen sie als Nistplatz (z.B. Heckenbraunelle, Mönchsgrasmücke oder Gartenrotschwanz) während Igel, Haselmäuse, Frösche und Kröten darin Schutz und Winterquartiere finden. Auch viele Insekten, Käfer und Spinnen siedeln sich an. Dadurch steigt die Biodiversität im Garten deutlich. Darüber hinaus dient eine Benjeshecke als natürlicher Wind- und Sichtschutz. Gleichzeitig entfällt der Aufwand für die Entsorgung von Schnittgut, da Äste und Zweige einfach im Garten weiterverwendet werden können. So verbindet die Benjeshecke auf einfache Weise praktischen Nutzen mit einem wichtigen Beitrag zum Naturschutz. 🌿
14. Naturgarten-Element:
Kompost
IN PLANUNG

Fledermäuse sind faszinierende und nützliche Tiere, die zu den bedrohtesten Säugetieren unserer Heimat gehören.

Sie leiden nicht nur unter Wohnungsnot, sondern auch an Nahrungsmangel. Fledermäuse fühlen sich am wohlsten in einem vielfältig gestalteten Garten. Ein solcher Garten ist für Insekten attraktiv und damit auch für Fledermäuse. Unsere ein-heimischen Fledermäuse sind vorwiegend Insektenfresser, aber auch Spinnen und Weberknechte stehen auf dem Speiseplan.  Demnach muss ein Fledermausgarten einerseits für nachtaktive Insekten ein attraktives Nahrungsangebot zur Verfügung stellen und andererseits auch die Entwicklung dieser Insekten (z.B. durch entsprechende Futterpflanzen für Raupen) ermöglichen. Im Natur-im-Garten haben die Fledermäuse gute Voraussetzungen!

Garten ohne Nachtbeleuchtung!

Licht wird zur tödlichen Falle für nachtaktive Insekten, da sie wegen des Dauerumkreisens des Lichts erschöpft sterben oder verbrennen können. Wissenschaftler sehen Lichtverschmutzung als wesentlichen Grund für den starken Rückgang der Insektenzahlen. Dadurch reduziert sich das Nahrungsangebot für Fledermäuse. Zusätzlich verändert sich deren nächtliches Verhalten: Einige Arten jagen in der Nähe heller Lichtquellen, andere wer-den bei der Futtersuche massiv durch das Licht gestört. Befinden sich Lichtquellen in der Nähe von Fledermausquartieren, werden die Quartiere häufig verlassen. Zudem kann helles Weißlicht Fledermäuse desorientieren (wahrscheinlich wird die Echolot-Funktion „abgeschaltet“), was zu tödlichen Kollisionen führen kann.

Garten ohne Gift!

Gifte reichern sich über die Nahrungskette im Fettgewebe von Fledermäusen an. Bei Wanderungen oder während des Überwinterns werden Fettdepots abgebaut und die so freigesetzten Gifte (z. B. Pestizide) gelangen in hohen Konzentrationen ins Gehirn, was zu Funktionsstörungen oder dem Tod führen kann. Auch Holzschutzmittel werden von Fledermäusen an ihren Hangplätzen (Sommerquartieren) über Haut, Körperpflege oder Atemluft aufgenommen und haben ähnliche Folgen. Zudem verringern Neonikotinoide und andere Pestizide die Insektenmenge und reduzieren so die Nahrungsgrundlage der Fledermäuse.

Teich mit Sumpfzone (in Planung)

Das Wasser zieht viele Insekten an – und bietet Fledermäusen so einen reich gedeckten Tisch. Im Wasser haben die Larven vieler Insekten ihre Kinderstube. Wenn die flugfähigen Insekten schlüpfen, wissen die Fledermäuse dies genau. Von weit her kommen die Tiere geflogen, um dicht über den Gewässern zu jagen. Ein Teich für Fledermäuse sollte nicht mit Fischen besetzt werden. Fische fressen Eier und Larven der Insekten, bevor die Fledermäuse etwas davon abbekommen.

Unterschlupfmöglichkeiten

Höhlen in alten Bäumen oder alte Keller werden gern als Winterquartier genutzt, wenn sie kühl, feucht und frostfrei sind. Wo es das nicht gibt, kannst du Wohnraum schaffen. Ein Fledermausbrett oder ein Flachkasten sowie Höhlenkästen werden von den Tieren gern angenommen.

Komposthaufen

Im Komposthaufen leben viele Insekten, die den Fledermäusen als Nahrung dienen (z.B. Microchrysa polita).

Fledermaus - Pflanzen

Jede Fledermausart bevorzugt bestimmte Insekten und besitzt eine eigene, ihr typische Art zu jagen. So vermeiden die verschiedenen Fledermausarten Konkurrenz um die Nahrung. Manche Arten jagen im freien Luftraum, andere sammeln Insekten von Blättern oder sogar vom Boden auf.            Ich habe einheimische Pflanzen aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Bei Interesse schicke ich Ihnen die Liste gerne zu.

Nachtfalter - Pflanzen

Nachtfalter benötigen nachtblühende und nektarreiche Blütenpflanzen, wie zum Beispiel Leimkraut (Silene vulgaris - Gemeines Leimkraut), Silberblatt (Lunaria spec.) oder Seifenkraut (Saponaria officinalis). Durch ihren intensiven Duft locken die Pflanzen Nachtfalter an, die Lieblingsspeise vieler Fledermausarten

Schwärmer - Pflanzen

Schwärmer sind nachtaktive Schmetterlinge, die unter anderem von der großen Bartfledermaus gejagt werden. Sie verfügen über einen besonders langen Saugrüssel, der ihnen das Eindringen in tiefe Kronröhren ermöglicht. Labkraut und Weideröschen gehören zu ihren bevorzugten Besuchspflanzen.

Käfer - Pflanzen

Käfer sind z.B. die Lieblingsspeise der Breitflügelfledermaus und repräsentieren eine der artenreichsten Insektengruppen. Käfer sind an verschiedene Lebensräume und Ernährungsweisen angepasst. Besonders pollenfressende Käfer profitieren von mehr Nahrungsangebot in Gärten. Bevorzugte Blütenbesuche erfolgen bei pollenreichen Arten wie Goldlack oder Kerbel. Geeignete Käferpflanzen in Gärten sind beispielsweise: Wiesen-Flockenblume, Blutweiderich, Haselnuss, Weißdorn, Rotklee, Wolfsmilch, Johanniskraut.

Schwebfliegen - Pflanzen

Schwebfliegen zählen zur Nahrung der meisten Fledermäuse (z. B. Braunes Langohr). Sie ernähren sich von Nektar und Pollen und trinken bevorzugt dünnflüssigen Nektar von flachkronigen Blüten wie Doldenblüten (z. B. Dill) und Korbblütengewächsen (z. B. Löwenzahn). Zudem besitzen sie einen besonders langen Saugrüssel, mit dem sie auch in tiefe Kronröhren eindringen können, etwa in Lichtnelkenblüten.

Kletterpflanzen

Ob Zaun, Mauer oder Fassade: Flächen lassen sich gut begrünen mit Kletterpflanzen wie Jelängerjelieber (Lonicera caprifolium), Wald-Geißblatt (Lonicera periclymenum) oder Waldrebe (Clematis vitalba). Wie Hecken und Waldränder bilden Zäune und Fassaden linienhafte Strukturen, die von Fledermäusen gern zur Jagd genutzt werden.

Kräuter

Kräuter sind die reinsten Insektenparadiese. Nicht nur die Blüten, auch die duftenden Blätter von Pflanzen wie Thymian, Salbei, Oregano oder Minze locken zahlreiche Insekten an.

Käferkeller

Der Käferkeller, ist Lebensraum und Entwicklungszone für Käfer. Je nach Holzart unterstützt man damit unterschiedliche Tierchen. Diese dienen wiederum als Nahrungsquelle für Vögel, Spitzmäuse, Fledermäuse, Igel uvm. Ein Käferkeller nutzt Totholz, um ein spezielles Habitat für die Fortpflanzung und Entwicklung von Käferlarven und anderen Lebewesen zu schaffen.

Wurzelgarten (Stumpery)

Der Wurzelgarten wird anders angelegt als übliche Totholzelemente, da er andere Ziele verfolgt. Hier werden Baumwurzeln und Holzstämme im Halbschatten oder Schatten aufgehäuft und so viele unterschiedliche Hohlräume geschaffen. Die Hohlräume werden zum Teil mit Erdreich gefüllt. Diese werden mit heimischen Pflanzen (z.B. Große Sternmiere, Kriechender Günsel, Stinkender Nieswurz, Schlüsselblume, Christrose) begrünt. So entsteht ein einzigartiges Kleinklima, das u.a. Käfer anzieht.

Blumenwiese

Eine artenreiche Blumenwiese lockt die meisten Insekten an. Dafür genügt es, einen Gartenbereich nur noch 2–3 Mal jährlich zu mähen, damit sich dort zahlreiche einheimische Wildpflanzen ansiedeln.

Der Igel - kleinen Ohren, spitze Schnauze und stachelig

Im Oktober 2024 wurde der Igel von der Weltnaturschutzunion IUCN auf der Roten Liste als „potenziell gefährdet“ eingestuft. Igel suchen inzwischen ihre Nester oft in Menschennähe, da sie auf intensiv bewirtschafteten Forst- und Landwirtschaftsflächen (Monokulturen und Pestizideinsatz) kaum noch leben können. Unter Hecken, Gebüschen oder Komposthaufen finden sie im Siedlungsbereich gute Bedingungen für Nestbau und Nahrungssuche. Naturnahe Gärten und Parks bieten ihnen die strukturelle Vielfalt, die sie benötigen. In gepflegten Gärten, klassischen Parks und Schotterflächen ist dies jedoch oft schwierig oder unmöglich.

Igeltore

Durch Gartenzäune und Straßen sind die Igelreviere wesentlich kleiner geworden. Die Tiere benötigen zur Nahrungs- und Partnersuche aber große Reviere. Zäune und Mauern machen dies unmöglich oder zwingen sie zu langen und gefährlichen Umwegen, was wertvolle Energie kostet. Durch Igeltore oder Igelrampen kann man ein begehbares Netzwerk schaffen, so dass Igel die Möglichkeit haben, auf der Suche nach Nahrung zwischen verschiedenen Lebensräumen zu wandern.

Lichtverschmutzung -  Eine Gefahr für Igel

Besonders nachtaktive Insekten leiden massiv unter der Lichtverschmutzung. Milliarden von Insekten werden von den nächtlichen Lichtquellen angezogen, sind vom hellen Schein desorientiert und verenden. Ebenso wird die Entwicklung von Raupen und Larven durch Kunstlicht gestört. Insekten in all ihren Formen haben eine zentrale Bedeutung in unserem Ökosystem. Sie sind die wichtigste Nahrungsquelle für viele heimische Wildtiere, darunter auch die Igel. Das enorme Insektensterben durch die Lichtverschmutzung hat somit auch eine negative Auswirkung auf die Igel.

Garten ohne Gift!

Igel sind neugierige Tier, die im Garten alles durchwühlen und erkunden. So kommt der Igel praktisch mit allen Giften (chemische Pflanzenschutz- oder Unkrautvernichtungsmittel, Schneckenkorn, Mäuse- oder Rattengift, Düngemittel, oder Moosvernichter), die im Garten eingesetzt werden in Kontakt. Natürlich reagieren auch Igel auf diese Gifte. So sind Lähmungen, Organschäden und neurologische Ausfälle die Folgen. Je nach Menge und Art des Giftes können sie auch zum Tod des Igels führen.

heimische Pflanzen

Alle heimische Pflanzen fördern das Vorkommen von Insekten, die die Nahrung der Igel sind und nutzen somit auch den Igeln.

Komposthaufen

Ein Komposthaufen bietet Igeln mehrere Vorteile, wenn er naturnah und sicher gestaltet ist. Zersetzendes organisches Material zieht Käfer, Larven und andere Kleintiere an. Somit ist er eine Nahrungsquelle für Igel. Außerdem bietet er mit dem lockeren Material Unterschlupf vor Räubern und Schutz beim Ausruhen. In den unübersichtlichen Strukturen (Schichtung, Laub, Heu und Äste) entstehen vielfältige Mikrohabitate, in denen Igel sich tagsüber verstecken können. Bei der Gestaltung des Kompostes ist zu beachten, dass keine scharfen Kanten und Gitter eingesetzt werden, an denen sich Igel verletzen könnten. Natürlich müssen Zugänge ermöglicht werden, damit Igel hinein- und herauskönnen.

Teich mit Sumpfzone (in Planung)

Igel profitieren von einem Teich mit Sumpfzone vor allem durch die vielfältigen Nahrungsmöglichkeiten. Insekten werden angezogen, die von Igeln gefressen werden. Zusätzlich finden sich Käfer, Spinnen und andere Kleintiere rund um den Wasserrand. In der Nähe eines naturnahen Teichs steigt oft die Vielfalt an Beutetieren, was die Nahrungssicherheit des Igels erhöht. Der Teich bietet eine ständige Wasserstelle zum Trinken. Feuchte Bereiche helfen außerdem beim Abkühlen. Bei der Teichgestaltung muss man beachten, dass die naturnahe Uferzone mit heimischen Uferpflanzen ausgestattet wird (statt einer „sauberen“ Kante). Außerdem benötigen Igel eine sichere Zugangsmöglichkeiten zum Wasser und Ausstiegshilfen.

Hecke

Eine Hecke mit einheimischen Pflanzen ist für Igel extrem wertvoll. Dichte, heimische Sträucher bilden ein geschütztes Dickicht. Darunter sammelt sich Laub – perfekt für Tagesverstecke und den Winterschlaf. Igel sind Insektenfresser. Heimische Hecken ziehen viele Käfer, Raupen, Spinnen und Regenwürmer an. Sie bieten durch Blüten und Beeren Lebensraum für zahlreiche Insekten und damit einen reich gedeckten Tisch für Igel. Exotische Zierhecken (z. B. Thuja) bieten dagegen keine / kaum Nahrung für Insekten. Hecken wirken auch wie „grüne Autobahnen“. Igel können sich geschützt vor Fressfeinden (und teilweise auch vor Straßen) durch Gärten bewegen und bieten so einen sicheren Wanderkorridor. Dichte Hecken bieten ebenso sichere Plätze für die Aufzucht der Jungen. Eine heimische Hecke fördert die Artenvielfalt und mehr Biodiversität bedeutet mehr Nahrungsangebot für Igel.

Blumenwiese

Siehe Fledermausgarten!

Käferkeller

Siehe Fledermausgarten!

Wurzelgarten (Stumpery)

Siehe Fledermausgarten!

ACHTUNG!!! Gefahr!!!

Bitte denken Sie daran, dass immer wieder Verletzungen durch Heckenscheren, Rasenmäher oder Mähroboter für Igel tödlich enden können. Kontrollieren Sie vor solchen Maßnahmen, ob sich ein Igel in der näheren Umgebung versteckt. Auch durch chemische Rasendünger können die Tiere vergiftet werden.

Ameisen

Apfel

Bäume

Bienen (Wildbienen / Honigbienen)

Bienenhaltung / Honig / Wachs

Biodiversität

Fledermaus

Frühling

Heilkräuter

Herbst

Igel

Insekten

Klima-/ Umweltschutz

Maikäfer

Pflanzen bestimmen

Pflanzen vermehren

Schmetterlinge

Sommer

Spinnen

Teich

Vögel

Wald

Wasser

Weihnachten

Wiese

Winter

Nistmöglichkeiten für Wildbienen mit Bau eines kleinen Wildbienenhotels

Rund um die Honigbiene mit Wabenkerzen herstellen

Biodiversität im Garten

Heilkräuter

Kosmetikprodukte mit Honig und Wachs herstellen

Igel

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Hier finden Sie ausgewählte Artikel rund um Wildbienen.

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Besuchen Sie uns hoffentlich bald!

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ÜBER MICH
Kurz zu meiner Person:
 
  • Studium für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in Heidelberg (Fächer: Biologie, Mathematik)
  • Anschließend Studium der Erziehungswissenschaften in Heidelberg (Dipl. Päd.)
  • Aktuell arbeite ich als Lehrerin in einer inklusiven Brennpunkt-Grundschule in Worms

  • Nachhaltigkeitsbotschafterin des Landes RLP
  • wesensgemäße Bienenhalterin (Mitglied im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V., bei Mellifera e.V. und proBiene)
  • BUND -Mitglied
  • Naturgarten e.V. - Mitglied
  • In der Nähe: Alter Schlittweg, Worms
  • 49°38'08.1"N 8°18'27.7"O