Hier finden Sie viele interessante Informationen zum Thema Lichtverschmutzung. Die "Paten der Nacht" ist eine gemeinnützige überparteiliche Organisation zur Eindämmung der Lichtverschmutzung mit Sitz in Deutschland. Ehrenamtliche Mitglieder beraten zum Thema Lichtverschmutzung und zeigen den Menschen gangbare Lösungsmöglichkeiten auf, wie im Sinne des Umwelt- und Artenschutzes verantwortungsvoller und intelligenter mit nächtlichem Kunstlicht umgegangen werden kann.
Im Naturgarten sollen nach und nach verschiedene Kleinprojekte (s.u.) entstehen. Gemäß den Naturgartenprinzipien werden ausschließlich heimische Pflanzen eingebracht. Wichtig ist uns der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger, der Verzicht auf den Einsatz von Torf. Wir wollen eine hohe ökologische Vielfalt (Biodiversität) erreichen.
Erfreulicherweise zeichnet sich ein Projekt mit einer Schule ab, die im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft wöchentlich ihre eigenen Beete anlegen und pflegen wird. Damit haben diese Kinder einen „Natur-Erfahrungs-Raum“ in dem sie u.a. den Gemüse- und Obstanbau und die natürlichen Kreisläufe unmittelbar erleben können.
Ähnliche Kleinprojekte habe ich bereits im Bienen- und Naturgarten der Bienenfreunde Wonnegau e.V. geplant, umgesetzt und überwiegend privat finanziert. Bilder davon sind auf der Homepage des Imkervereins zu sehen. Nach dem Abschluss meiner Arbeit wurden hier leider zentrale Naturgartenkriterien nicht mehr eingehalten, weshalb ich mein Engagement dort beendet habe.
Wir verfügen über ein Grundstück, auf dem wir das Naturgarten-Konzept schrittweise und konsequent umsetzen möchten. Dafür benötigen wir natürlich etwas Zeit und freuen uns über Unterstützung von Dritten. Langfristig streben wir zielführende Kooperationen mit Privatpersonen, Organisationen und Firmen an, die sich schon im Naturschutz engagieren oder dies in Zukunft tun möchten. Idealerweise könnten bereits im kommenden Jahr die ersten Kurse angeboten werden.
Geeignet für größere Meisenarten wie z.B. Kohlmeise oder Haubenmeise, Kleiber, Trauerschnäpper, Gartenrotschwanz, Halsbandschnäpper, Wendehals, Feldsperling, Haussperling. Manchmal nutzen auch Fledermäuse die Nisthilfe als Ruhe- oder Übernachtungsquartier.
Besonders geeignet für kleine Meisen wie z.B. Blaumeise, Tannenmeise, Sumpfmeise und eventuell Zaunkönig.
Nistkästen mit Langloch sind besonders für den Gartenrotschwanz geeignet.
Geeignet für Halbhöhlenbrüter wie z.B. Bachstelze, Grauschnäpper, Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Amsel, gelegentlich Zaunkönig und Gartenrotschwanz.
Feld- und Haussperlinge brüten gerne in kleinen Kolonien. Obwohl auch einzelne Nistkästen angenommen werden, bevorzugen sie sogenannte Kolonie-Nistkästen, in denen mehrere Paare nebeneinander brüten können.
Viele natürliche Verstecke wie alte Baumhöhlen, dichte Strauchbereiche oder Totholz sind heute verschwunden. Bilche benötigen diese aber für die Tagesruhe und auch als Schlaf- und Überwinterungsquartiere. Diese Nistkästen bieten Ersatz. Neben Gartenschläfern nutzen auch Haselmäuse (die auf der Roten Liste stehen) diese Kästen. Der Einschlupf befindet sich auf der Rückseite, also dem Baum zugewandt. Vögel beziehen den Nistkasten deshalb nicht.
Da es nur noch wenig Baumhöhlen gibt, sind diese Ersatzquartiere für Fledermäuse wichtig. Flachkästen dienen spaltenbewohnenden Fledermausarten (Zwergfledermaus, Rauhhautfledermaus, Bartfledermaus oder Breitflügelfledermaus) als Unterschlupf.
In der freien Natur suchen die Tiere nach einem länglichen Hohlraum. Für eine Nisthilfe kommen folgende Bauteile diesem Anspruch am ehesten entgegen: Bambusröhrchen, Schilfstängel, Pappröhrchen und Strohhalme. Wichtig ist, dass - die Röhren auf der Rückseite geschlossen sind, der Durchmesser zu den Bewohnern passt (3-10 mm), das Innere sauber und glatt wie ein Bienenpopo ist, sich der Eingang ohne Verletzungen benutzen lässt, die Wohnröhren Luft und Feuchtigkeit durchlassen, ein Draht zum Schutz vor Spechten, Meisen u.ä. angebracht wird.
Geeignet sind vor allem Brom- und Himbeere, Heckenrose, Sommerflieder, Königskerze, Herzgespann und Distelarten. Voraussetzung für erfolgreiches Nisten ist nur, dass es solche Zweige und Stängel im Spätsommer gibt und dass diese abgestorbenen Pflanzenteile bis zum Frühling stehen bleiben.
Die Ziegel können aus gebranntem, lufthärtendem Ton oder Lehm hergestellt werden. Der ideale Standort sollte sonnig, regengeschützt und idealerweise in Süd- oder Südostausrichtung sein.
IN ARBEIT Besonders einfach herzustellen sind Nisthölzer mit Bohrgängen für hohlraumbewohnende, solitär lebende Wildbienenarten. Man verwendet hierzu ausschließlich entrindetes Hartholz, am besten Esche. Es wird ins Längsholz gebohrt, also nicht in das Hirnholz. Der Bohrlochdurchmesser sollte 3 - 8 Millimeter betragen.
In Deutschland stehen Hummeln unter besonderem Schutz nach der Bundesartenschutzverordnung und dem Bundesnaturschutzgesetz. Viele Arten sind gefährdet, zum Beispiel durch Lebensraumverlust, intensive Landwirtschaft und den Rückgang von Blütenpflanzen. Daher ist es wichtig, Hummeln zu schützen und ihre Lebensräume zu erhalten. Einige Hummelarten bauen ihre Nester unter der Erde (z.B. Dunkle Erdhummel, Helle Erdhummel, Wiesenhummel, Gartenhummel), häufig in verlassenen Mäusegängen oder anderen Hohlräumen im Boden. Dort legt die Hummelkönigin im Frühjahr ihre Eier und gründet ein Volk, das von Arbeiterinnen versorgt wird. Unterirdische Nester schützen die Hummeln vor Wetter und Feinden. Hummeln sind wichtige Bestäuber für viele Pflanzen, und nur die jungen Königinnen überwintern, um im nächsten Jahr neue Nester zu gründen.🐝🌼
IN ARBEIT Steilwände sind wichtige Nistplätze für viele Wildbienen und Einsiedlerwespen. Arten wie Pelzbienen, Seidenbienen, Furchenbienen, Sandbienen, Maskenbienen und Schornsteinwespen graben ihre Nester selbst in sandige oder lehmige Steilwände. Auch Gehörnte Mauerbiene und Rote Mauerbiene sind dort häufig zu finden, da sie manchmal verlassene Nester anderer Arten übernehmen. Heute sind ihre natürlichen Lebensräume selten geworden. Ersatzstrukturen (künstliche Steilwände) sind deswegen wichtige Lebensräume für spezialisierte Wildbienen und solitäre Wespen und tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei. 🐝
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Im Aufbau - Siehe unten!
Der Märzenbecher, auch Frühlings-Knotenblume genannt, ist ein einheimisches Zwiebelgewächs. Er liefert durch seine frühe Blüte wichtigen Nektar für die erwachende Insektenwelt. Wilde Bestände des Märzenbechers sind laut Bundesartenschutzverordnung geschützt.
Das Hasenglöckchen ist eine heimische Zwiebelpflanze, die bienen- und insektenfreundlich ist. Es gilt europaweit als nicht gefährdet, ist jedoch nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) in Deutschland besonders geschützt.
Der Dolden-Milchstern ist ein einheimisches frühblühendes Spargelgewächs. Er wird u.a. von Insekten bestäubt. Die Blüten bilden reichlich Nektar und Pollen, die z.B. von acht Wildbienenarten gesammelt werden. Als Raupenfutter nutzt ihn die Graslilieneule. Samen sind bei Ameisen wegen ihres ölhaltigen Elaiosoms begehrt und werden von ihnen verbreitet.
Einheimische Wildnarzissen der Unterart obvallaris besitzen sonnengelbe Blüten. Bei dieser Pflanze handelt es sich um eine Urform der Trompetennarzissen. Sie liefern je nach Standort zwar Nektar und Pollen, sind aber für Insekten kaum relevant.
Das Schneeglöckchen ist die einzige in Mitteleuropa heimische Schneeglöckchenart. Als erster Nektarlieferant im zeitigen Frühjahr spielt es eine wichtige Rolle für Bestäuber, vor allem Honigbienen und Schmetterlinge. Die Samen tragen ein fleischiges Anhängsel (Elaiosom), das Ameisen anlockt und so die Verbreitung der Samen fördert. Alleinstehende, wild wachsende Exemplare stehen unter Naturschutz.
Bärlauch ist ein heimisches Zwiebelgewächs. Als frühblühende Pflanze ist er eine wichtige Bienenpflanze, so zum Beispiel für die Lauch-Maskenbiene, die in ihrem Bestand als gefährdet gilt. Bärlauch ist essbar und als Heil- und Würzpflanze beliebt.
Der Frühlings-Krokus ist eine heimische Wildform, die als Zwiebelgewächs im Garten hervorragend zurechtkommt. Er ist winterhart, öffnet sich früh im Frühjahr, ist pollen- und nektarreich und somit eine gute Bienen- und Insektenweide. Als Frühblüher versprüht er schon zu Beginn der wärmeren Tage Farbe.
Der Zweiblättrige Blaustern ist eine heimische Wildform. Er dient als gute Bienenweide und liefert Pollen für zahlreiche Bestäuber. Vor allem Fliegen fungieren als Bestäuber, doch auch Bienen und Schmetterlinge gehen gerne zum Nektar. Besonders zwei Wildbienenarten holen sich hier den Pollen für ihren Nachwuchs: die Gehörnte Mauerbiene und die Gewöhnliche Schmalbiene. Das ölreiche Elaisosom der Samen ist zudem eine begehrte Nahrung für Ameisen, die so zur Verbreitung beitragen.
4 Alpenveilchen wurden für den Garten gespendet. Da die Art nicht invasiv ist und es eine gut gemeinte Spende war, habe ich sie gepflanzt. Leider nutzt diese Pflanze der heimischen Fauna nicht, aber sie sind ein schöner Farbklecks im Frühjahr.
Die Kleine Traubenhyazinthe 'Album' ist eine Sorte einer heimischen Art. Sie ist ein früher Nektar- und Pollenlieferant für Insekten.
Das Busch-Windröschen ist eine heimische Wildform, das zu den Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae) gehört. Buschwindröschen werden gerne von Insekten besucht, zumal sie in vielen Wäldern von März bis April den ersten Nektar liefern. Das macht sie ökologisch extrem wichtig. Hummeln und andere Wildbienen freuen sich auch im heimischen Garten über das reichhaltige Nahrungsangebot.
Soricida (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sorex-araneus.jpg), „Sorex-araneus“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode
Topfklao (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedgehog_germany0908.jpg), „Hedgehog germany0908“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode
Martin Cooper from Ipswich, UK (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Common_striped_woodlouse_(Philoscia_muscorum)_Ipswich,_UK.jpg), „Common striped woodlouse (Philoscia muscorum) Ipswich, UK“, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode
Pjt56 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rutpela_maculata-pjt2.jpg), „Rutpela maculata-pjt2“, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode
Christian von Montfort (Symbiosus) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Doppelfüsser.JPG), „Doppelfüsser“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode
Soebe (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carabus_auratus_with_prey.jpg), „Carabus auratus with prey“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode
J.F. Gaffard (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lucanus_cervus.jpg), „Lucanus cervus“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode
Hectonichus (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oryctes_nasicornis-002.jpg), „Oryctes nasicornis-002“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode
anonym (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rosenkäfer_Cetonia_aurata.jpg), „Rosenkäfer Cetonia aurata“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode
Bugman95 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dparallelipipedus.JPG), „Dparallelipipedus“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode
Ivar Leidus (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Trichius_fasciatus_-_Succisa_pratensis_-_Keila.jpg), „Trichius fasciatus - Succisa pratensis - Keila“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode
Sie leiden nicht nur unter Wohnungsnot, sondern auch an Nahrungsmangel. Fledermäuse fühlen sich am wohlsten in einem vielfältig gestalteten Garten. Ein solcher Garten ist für Insekten attraktiv und damit auch für Fledermäuse. Unsere ein-heimischen Fledermäuse sind vorwiegend Insektenfresser, aber auch Spinnen und Weberknechte stehen auf dem Speiseplan. Demnach muss ein Fledermausgarten einerseits für nachtaktive Insekten ein attraktives Nahrungsangebot zur Verfügung stellen und andererseits auch die Entwicklung dieser Insekten (z.B. durch entsprechende Futterpflanzen für Raupen) ermöglichen. Im Natur-im-Garten haben die Fledermäuse gute Voraussetzungen!
Licht wird zur tödlichen Falle für nachtaktive Insekten, da sie wegen des Dauerumkreisens des Lichts erschöpft sterben oder verbrennen können. Wissenschaftler sehen Lichtverschmutzung als wesentlichen Grund für den starken Rückgang der Insektenzahlen. Dadurch reduziert sich das Nahrungsangebot für Fledermäuse. Zusätzlich verändert sich deren nächtliches Verhalten: Einige Arten jagen in der Nähe heller Lichtquellen, andere wer-den bei der Futtersuche massiv durch das Licht gestört. Befinden sich Lichtquellen in der Nähe von Fledermausquartieren, werden die Quartiere häufig verlassen. Zudem kann helles Weißlicht Fledermäuse desorientieren (wahrscheinlich wird die Echolot-Funktion „abgeschaltet“), was zu tödlichen Kollisionen führen kann.
Gifte reichern sich über die Nahrungskette im Fettgewebe von Fledermäusen an. Bei Wanderungen oder während des Überwinterns werden Fettdepots abgebaut und die so freigesetzten Gifte (z. B. Pestizide) gelangen in hohen Konzentrationen ins Gehirn, was zu Funktionsstörungen oder dem Tod führen kann. Auch Holzschutzmittel werden von Fledermäusen an ihren Hangplätzen (Sommerquartieren) über Haut, Körperpflege oder Atemluft aufgenommen und haben ähnliche Folgen. Zudem verringern Neonikotinoide und andere Pestizide die Insektenmenge und reduzieren so die Nahrungsgrundlage der Fledermäuse.
Das Wasser zieht viele Insekten an – und bietet Fledermäusen so einen reich gedeckten Tisch. Im Wasser haben die Larven vieler Insekten ihre Kinderstube. Wenn die flugfähigen Insekten schlüpfen, wissen die Fledermäuse dies genau. Von weit her kommen die Tiere geflogen, um dicht über den Gewässern zu jagen. Ein Teich für Fledermäuse sollte nicht mit Fischen besetzt werden. Fische fressen Eier und Larven der Insekten, bevor die Fledermäuse etwas davon abbekommen.
Höhlen in alten Bäumen oder alte Keller werden gern als Winterquartier genutzt, wenn sie kühl, feucht und frostfrei sind. Wo es das nicht gibt, kannst du Wohnraum schaffen. Ein Fledermausbrett oder ein Flachkasten sowie Höhlenkästen werden von den Tieren gern angenommen.
Im Komposthaufen leben viele Insekten, die den Fledermäusen als Nahrung dienen (z.B. Microchrysa polita).
Jede Fledermausart bevorzugt bestimmte Insekten und besitzt eine eigene, ihr typische Art zu jagen. So vermeiden die verschiedenen Fledermausarten Konkurrenz um die Nahrung. Manche Arten jagen im freien Luftraum, andere sammeln Insekten von Blättern oder sogar vom Boden auf. Ich habe einheimische Pflanzen aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Bei Interesse schicke ich Ihnen die Liste gerne zu.
Nachtfalter benötigen nachtblühende und nektarreiche Blütenpflanzen, wie zum Beispiel Leimkraut (Silene vulgaris - Gemeines Leimkraut), Silberblatt (Lunaria spec.) oder Seifenkraut (Saponaria officinalis). Durch ihren intensiven Duft locken die Pflanzen Nachtfalter an, die Lieblingsspeise vieler Fledermausarten
Schwärmer sind nachtaktive Schmetterlinge, die unter anderem von der großen Bartfledermaus gejagt werden. Sie verfügen über einen besonders langen Saugrüssel, der ihnen das Eindringen in tiefe Kronröhren ermöglicht. Labkraut und Weideröschen gehören zu ihren bevorzugten Besuchspflanzen.
Käfer sind z.B. die Lieblingsspeise der Breitflügelfledermaus und repräsentieren eine der artenreichsten Insektengruppen. Käfer sind an verschiedene Lebensräume und Ernährungsweisen angepasst. Besonders pollenfressende Käfer profitieren von mehr Nahrungsangebot in Gärten. Bevorzugte Blütenbesuche erfolgen bei pollenreichen Arten wie Goldlack oder Kerbel. Geeignete Käferpflanzen in Gärten sind beispielsweise: Wiesen-Flockenblume, Blutweiderich, Haselnuss, Weißdorn, Rotklee, Wolfsmilch, Johanniskraut.
Schwebfliegen zählen zur Nahrung der meisten Fledermäuse (z. B. Braunes Langohr). Sie ernähren sich von Nektar und Pollen und trinken bevorzugt dünnflüssigen Nektar von flachkronigen Blüten wie Doldenblüten (z. B. Dill) und Korbblütengewächsen (z. B. Löwenzahn). Zudem besitzen sie einen besonders langen Saugrüssel, mit dem sie auch in tiefe Kronröhren eindringen können, etwa in Lichtnelkenblüten.
Ob Zaun, Mauer oder Fassade: Flächen lassen sich gut begrünen mit Kletterpflanzen wie Jelängerjelieber (Lonicera caprifolium), Wald-Geißblatt (Lonicera periclymenum) oder Waldrebe (Clematis vitalba). Wie Hecken und Waldränder bilden Zäune und Fassaden linienhafte Strukturen, die von Fledermäusen gern zur Jagd genutzt werden.
Kräuter sind die reinsten Insektenparadiese. Nicht nur die Blüten, auch die duftenden Blätter von Pflanzen wie Thymian, Salbei, Oregano oder Minze locken zahlreiche Insekten an.
Der Käferkeller, ist Lebensraum und Entwicklungszone für Käfer. Je nach Holzart unterstützt man damit unterschiedliche Tierchen. Diese dienen wiederum als Nahrungsquelle für Vögel, Spitzmäuse, Fledermäuse, Igel uvm. Ein Käferkeller nutzt Totholz, um ein spezielles Habitat für die Fortpflanzung und Entwicklung von Käferlarven und anderen Lebewesen zu schaffen.
Der Wurzelgarten wird anders angelegt als übliche Totholzelemente, da er andere Ziele verfolgt. Hier werden Baumwurzeln und Holzstämme im Halbschatten oder Schatten aufgehäuft und so viele unterschiedliche Hohlräume geschaffen. Die Hohlräume werden zum Teil mit Erdreich gefüllt. Diese werden mit heimischen Pflanzen (z.B. Große Sternmiere, Kriechender Günsel, Stinkender Nieswurz, Schlüsselblume, Christrose) begrünt. So entsteht ein einzigartiges Kleinklima, das u.a. Käfer anzieht.
Eine artenreiche Blumenwiese lockt die meisten Insekten an. Dafür genügt es, einen Gartenbereich nur noch 2–3 Mal jährlich zu mähen, damit sich dort zahlreiche einheimische Wildpflanzen ansiedeln.
Im Oktober 2024 wurde der Igel von der Weltnaturschutzunion IUCN auf der Roten Liste als „potenziell gefährdet“ eingestuft. Igel suchen inzwischen ihre Nester oft in Menschennähe, da sie auf intensiv bewirtschafteten Forst- und Landwirtschaftsflächen (Monokulturen und Pestizideinsatz) kaum noch leben können. Unter Hecken, Gebüschen oder Komposthaufen finden sie im Siedlungsbereich gute Bedingungen für Nestbau und Nahrungssuche. Naturnahe Gärten und Parks bieten ihnen die strukturelle Vielfalt, die sie benötigen. In gepflegten Gärten, klassischen Parks und Schotterflächen ist dies jedoch oft schwierig oder unmöglich.
Durch Gartenzäune und Straßen sind die Igelreviere wesentlich kleiner geworden. Die Tiere benötigen zur Nahrungs- und Partnersuche aber große Reviere. Zäune und Mauern machen dies unmöglich oder zwingen sie zu langen und gefährlichen Umwegen, was wertvolle Energie kostet. Durch Igeltore oder Igelrampen kann man ein begehbares Netzwerk schaffen, so dass Igel die Möglichkeit haben, auf der Suche nach Nahrung zwischen verschiedenen Lebensräumen zu wandern.
Besonders nachtaktive Insekten leiden massiv unter der Lichtverschmutzung. Milliarden von Insekten werden von den nächtlichen Lichtquellen angezogen, sind vom hellen Schein desorientiert und verenden. Ebenso wird die Entwicklung von Raupen und Larven durch Kunstlicht gestört. Insekten in all ihren Formen haben eine zentrale Bedeutung in unserem Ökosystem. Sie sind die wichtigste Nahrungsquelle für viele heimische Wildtiere, darunter auch die Igel. Das enorme Insektensterben durch die Lichtverschmutzung hat somit auch eine negative Auswirkung auf die Igel.
Igel sind neugierige Tier, die im Garten alles durchwühlen und erkunden. So kommt der Igel praktisch mit allen Giften (chemische Pflanzenschutz- oder Unkrautvernichtungsmittel, Schneckenkorn, Mäuse- oder Rattengift, Düngemittel, oder Moosvernichter), die im Garten eingesetzt werden in Kontakt. Natürlich reagieren auch Igel auf diese Gifte. So sind Lähmungen, Organschäden und neurologische Ausfälle die Folgen. Je nach Menge und Art des Giftes können sie auch zum Tod des Igels führen.
Alle heimische Pflanzen fördern das Vorkommen von Insekten, die die Nahrung der Igel sind und nutzen somit auch den Igeln.
Ein Komposthaufen bietet Igeln mehrere Vorteile, wenn er naturnah und sicher gestaltet ist. Zersetzendes organisches Material zieht Käfer, Larven und andere Kleintiere an. Somit ist er eine Nahrungsquelle für Igel. Außerdem bietet er mit dem lockeren Material Unterschlupf vor Räubern und Schutz beim Ausruhen. In den unübersichtlichen Strukturen (Schichtung, Laub, Heu und Äste) entstehen vielfältige Mikrohabitate, in denen Igel sich tagsüber verstecken können. Bei der Gestaltung des Kompostes ist zu beachten, dass keine scharfen Kanten und Gitter eingesetzt werden, an denen sich Igel verletzen könnten. Natürlich müssen Zugänge ermöglicht werden, damit Igel hinein- und herauskönnen.
Igel profitieren von einem Teich mit Sumpfzone vor allem durch die vielfältigen Nahrungsmöglichkeiten. Insekten werden angezogen, die von Igeln gefressen werden. Zusätzlich finden sich Käfer, Spinnen und andere Kleintiere rund um den Wasserrand. In der Nähe eines naturnahen Teichs steigt oft die Vielfalt an Beutetieren, was die Nahrungssicherheit des Igels erhöht. Der Teich bietet eine ständige Wasserstelle zum Trinken. Feuchte Bereiche helfen außerdem beim Abkühlen. Bei der Teichgestaltung muss man beachten, dass die naturnahe Uferzone mit heimischen Uferpflanzen ausgestattet wird (statt einer „sauberen“ Kante). Außerdem benötigen Igel eine sichere Zugangsmöglichkeiten zum Wasser und Ausstiegshilfen.
Eine Hecke mit einheimischen Pflanzen ist für Igel extrem wertvoll. Dichte, heimische Sträucher bilden ein geschütztes Dickicht. Darunter sammelt sich Laub – perfekt für Tagesverstecke und den Winterschlaf. Igel sind Insektenfresser. Heimische Hecken ziehen viele Käfer, Raupen, Spinnen und Regenwürmer an. Sie bieten durch Blüten und Beeren Lebensraum für zahlreiche Insekten und damit einen reich gedeckten Tisch für Igel. Exotische Zierhecken (z. B. Thuja) bieten dagegen keine / kaum Nahrung für Insekten. Hecken wirken auch wie „grüne Autobahnen“. Igel können sich geschützt vor Fressfeinden (und teilweise auch vor Straßen) durch Gärten bewegen und bieten so einen sicheren Wanderkorridor. Dichte Hecken bieten ebenso sichere Plätze für die Aufzucht der Jungen. Eine heimische Hecke fördert die Artenvielfalt und mehr Biodiversität bedeutet mehr Nahrungsangebot für Igel.
Siehe Fledermausgarten!
Siehe Fledermausgarten!
Siehe Fledermausgarten!
Bitte denken Sie daran, dass immer wieder Verletzungen durch Heckenscheren, Rasenmäher oder Mähroboter für Igel tödlich enden können. Kontrollieren Sie vor solchen Maßnahmen, ob sich ein Igel in der näheren Umgebung versteckt. Auch durch chemische Rasendünger können die Tiere vergiftet werden.
Ob Bienenhotel, Nisthülsen oder Hummelhaus: Passende Nisthilfen für Wildbienen und Co.
Der Spezialisten für heimische Wildpflanzen
David Junker
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Hier finden Sie ausgewählte Artikel rund um Wildbienen.
Bei Stauden-Marie bekommst du nicht einfach nur Pflanzen. Wir möchten dir zeigen, dass nachhaltiges Gärtnern ganz einfach geht – fair, umweltfreundlich und natürlich schön.
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