Im Naturgarten sollen nach und nach verschiedene Kleinprojekte (s.u.) entstehen. Gemäß den Naturgartenprinzipien werden ausschließlich heimische Pflanzen eingebracht. Wichtig ist uns der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger, der Verzicht auf den Einsatz von Torf. Wir wollen eine hohe ökologische Vielfalt (Biodiversität) erreichen.
Erfreulicherweise zeichnet sich ein Projekt mit einer Schule ab, die im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft wöchentlich ihre eigenen Beete anlegen und pflegen wird. Damit haben diese Kinder einen „Natur-Erfahrungs-Raum“ in dem sie u.a. den Gemüse- und Obstanbau und die natürlichen Kreisläufe unmittelbar erleben können.
Ähnliche Kleinprojekte habe ich bereits im Bienen- und Naturgarten der Bienenfreunde Wonnegau e.V. geplant, umgesetzt und überwiegend privat finanziert. Bilder davon sind auf der Homepage des Imkervereins zu sehen. Nach dem Abschluss meiner Arbeit wurden hier leider zentrale Naturgartenkriterien nicht mehr eingehalten, weshalb ich mein Engagement dort beendet habe.
Wir verfügen über ein Grundstück, auf dem wir das Naturgarten-Konzept schrittweise und konsequent umsetzen möchten. Dafür benötigen wir natürlich etwas Zeit und freuen uns über Unterstützung von Dritten. Langfristig streben wir zielführende Kooperationen mit Privatpersonen, Organisationen und Firmen an, die sich schon im Naturschutz engagieren oder dies in Zukunft tun möchten. Idealerweise könnten bereits im kommenden Jahr die ersten Kurse angeboten werden.
Hier finden Sie viele interessante Informationen zum Thema Lichtverschmutzung. Die "Paten der Nacht" ist eine gemeinnützige überparteiliche Organisation zur Eindämmung der Lichtverschmutzung mit Sitz in Deutschland. Ehrenamtliche Mitglieder beraten zum Thema Lichtverschmutzung und zeigen den Menschen gangbare Lösungsmöglichkeiten auf, wie im Sinne des Umwelt- und Artenschutzes verantwortungsvoller und intelligenter mit nächtlichem Kunstlicht umgegangen werden kann.
Der Märzenbecher, auch Frühlings-Knotenblume genannt, ist ein einhei-misches Zwiebelgewächs. Er liefert durch seine frühe Blüte wichtigen Nektar für die erwachende Insekten-welt. Wilde Bestände des Märzenbechers sind laut Bundesartenschutzver-ordnung geschützt.
Das Hasenglöckchen ist eine heimische Zwiebelpflanze, die bienen- und insekten-freundlich ist. Es gilt europa-weit als nicht gefährdet, ist jedoch nach der Bundes-artenschutzverordnung (BArtSchV) in Deutschland besonders geschützt.
Der Dolden-Milchstern ist ein einheimisches frühblühendes Spargelgewächs. Er wird u.a. von Insekten bestäubt. Die Blüten bilden reichlich Nektar und Pollen, die z.B. von acht Wildbienenarten gesammelt werden. Als Raupenfutter nutzt ihn die Graslilieneule. Samen sind bei Ameisen wegen ihres ölhaltigen Elaiosoms begehrt und werden von ihnen verbreitet.
Einheimische Wildnarzissen der Unterart obvallaris be-sitzen sonnengelbe Blüten. Bei dieser Pflanze handelt es sich um eine Urform der Trompetennarzissen. Sie liefern je nach Standort zwar Nektar und Pollen, sind aber für Insekten kaum relevant.
Das Schneeglöckchen ist die einzige in Mitteleuropa heimische Schneeglöckchen-art. Als erster Nektarlieferant im zeitigen Frühjahr spielt es eine wichtige Rolle für Be-stäuber, vor allem Honig-bienen und Schmetterlinge. Die Samen tragen ein flei-schiges Anhängsel (Elaio-som), das Ameisen anlockt und so die Verbreitung der Samen fördert. Alleinstehen-de, wild wachsende Exempla-re stehen unter Naturschutz.
Bärlauch ist ein heimisches Zwiebelgewächs. Als frühblühende Pflanze ist er eine wichtige Bienenpflanze, so zum Beispiel für die Lauch-Maskenbiene, die in ihrem Bestand als gefährdet gilt. Bärlauch ist essbar und als Heil- und Würzpflanze beliebt.
Der Frühlings-Krokus ist eine heimische Wildform, die als Zwiebelgewächs im Gar-ten hervorragend zurecht-kommt. Er ist winterhart, öffnet sich früh im Frühjahr, ist pollen- und nektarreich und somit eine gute Bienen- und Insektenweide. Als Früh-blüher versprüht er schon zu Beginn der wärmeren Tage Farbe.
Der Zweiblättrige Blaustern ist eine heimische Wildform. Er dient als gute Bienen- weide und liefert Pollen für zahlreiche Bestäuber. Vor allem Fliegen fungieren als Bestäuber, doch auch Bienen und Schmetterlinge gehen gerne zum Nektar. Besonders zwei Wildbienenarten holen sich hier den Pollen für ihren Nachwuchs: die Gehörnte Mauerbiene und die Ge-wöhnliche Schmalbiene. Das ölreiche Elaisosom der Sa-men ist zudem eine begehrte Nahrung für Ameisen, die so zur Verbreitung beitragen.
4 Alpenveilchen wurden für den Garten gespendet. Da die Art nicht invasiv ist und es eine gut gemeinte Spende war, habe ich sie gepflanzt. Leider nutzt diese Pflanze der heimischen Fauna nicht, aber sie sind ein schöner Farbklecks im Frühjahr.
Die Kleine Traubenhyazinthe 'Album' ist eine Sorte einer heimischen Art. Sie ist ein früher Nektar- und Pollenlieferant für Insekten.
Das Busch-Windröschen ist eine heimische Wildform, das zu den Hahnenfußge-wächsen (Ranunculaceae) gehört. Buschwindröschen werden gerne von Insekten besucht, zumal sie in vielen Wäldern von März bis April den ersten Nektar liefern. Das macht sie ökologisch extrem wichtig. Hummeln und andere Wildbienen freuen sich auch im heimi-schen Garten über das reich-haltige Nahrungsangebot.
Besonders geeignet für kleine Meisen wie z.B. Blaumeise, Tannenmeise, Sumpfmeise und eventuell Zaunkönig.
Geeignet für größere Meisenarten wie z.B. Kohlmeise, Haubenmeise und Kleiber, Trauerschnäpper, Gartenrotschwanz, Halsbandschnäpper, Wendehals, Feldsperling und Haussperling. Manchmal nutzen auch Fledermäuse die Nisthilfe als Ruhe- und Übernachtungsquartier.
Geeignet für den Gartenrotschwanz.
Geeignet für Halbhöhlenbrüter wie z.B. Bachstelze, Grauschnäpper, Amsel, Hausrotschwanz, Rotkehlchen, gelegentlich Zaunkönig, Gartenrotschwanz.
Feld- und Haussperling brüten gerne in kleinen Kolonien. Obwohl auch einzelne Nistkästen angenommen werden, bevorzugen sie sogenannte Kolonie-Nistkästen, in denen mehrere Paare direkt nebeneinander brüten.
Viele natürliche Verstecke wie alte Baumhöhlen, dichte Strauchbereiche oder Totholz sind heute verschwunden. Bilche benötigen diese aber für die Tagesruhe und auch als Schlaf- und Überwinterungsquartiere. Diese Nistkästen bieten Ersatz. Neben Gartenschläfern nutzen auch Haselmäuse (die auf der Roten Liste stehen) diese Kästen. Der Einschlupf befindet sich auf der Rückseite, also dem Baum zugewandt. Vögel beziehen den Nistkasten deshalb nicht.
Da es nur noch wenig Baumhöhlen gibt, sind diese Ersatzquartiere für Fledermäuse wichtig. Flachkästen dienen spaltenbewohnenden Fledermausarten (Zwergfledermaus, Rauhhautfledermaus, Bartfledermaus oder Breitflügelfledermaus) als Unterschlupf.
In der freien Natur suchen die Tiere nach einem länglichen Hohlraum. Für eine Nisthilfe kommen folgende Bauteile diesem Anspruch am ehesten entgegen: Bambusröhrchen, Schilfstängel, Ton/Lehm, Holz und Strohhalme. Wichtig ist, dass die Röhren auf der Rückseite geschlossen sind, der Durchmesser zu den Bewohnern passt, das Innere sauber und glatt wie ein Bienenpopo ist, sich der Eingang ohne Verletzungen benutzen lässt, die Wohnröhren Luft und Feuchtigkeit durchlassen. Arten, die hier nisten sind beispielsweise: Distel-Mauerbiene (Osmia leaiana) Stahlblaue Mauerbiene (Osmia caerulescens) Gewöhnliche Maskenbiene (Hylaeus communis) Gewöhnliche Löcherbiene (Heriades truncorum), Hahnenfuß-Scherenbiene (Chelostoma florisomne) Andere Wildbienenarten beziehen senkrecht stehende Markstängel.
Sie leiden nicht nur unter Wohnungsnot, sondern auch an Nahrungsmangel. Fledermäuse fühlen sich am wohlsten in einem vielfältig gestalteten Garten. Ein solcher Garten ist für Insekten attraktiv und damit auch für Fledermäuse. Unsere ein-heimischen Fledermäuse sind vorwiegend Insektenfresser, aber auch Spinnen und Weberknechte stehen auf dem Speiseplan. Demnach muss ein Fledermausgarten einerseits für nachtaktive Insekten ein attraktives Nahrungsangebot zur Verfügung stellen und andererseits auch die Entwicklung dieser Insekten (z.B. durch entsprechende Futterpflanzen für Raupen) ermöglichen. Im Natur-im-Garten haben die Fledermäuse gute Voraussetzungen!
Licht wird zur tödlichen Falle für nachtaktive Insekten, da sie wegen des Dauerumkreisens des Lichts erschöpft sterben oder verbrennen können. Wissenschaftler sehen Lichtverschmutzung als wesentlichen Grund für den starken Rückgang der Insektenzahlen. Dadurch reduziert sich das Nahrungsangebot für Fledermäuse. Zusätzlich verändert sich deren nächtliches Verhalten: Einige Arten jagen in der Nähe heller Lichtquellen, andere wer-den bei der Futtersuche massiv durch das Licht gestört. Befinden sich Lichtquellen in der Nähe von Fledermausquartieren, werden die Quartiere häufig verlassen. Zudem kann helles Weißlicht Fledermäuse desorientieren (wahrscheinlich wird die Echolot-Funktion „abgeschaltet“), was zu tödlichen Kollisionen führen kann.
Gifte reichern sich über die Nahrungskette im Fettgewebe von Fledermäusen an. Bei Wanderungen oder während des Überwinterns werden Fettdepots abgebaut und die so freigesetzten Gifte (z. B. Pestizide) gelangen in hohen Konzentrationen ins Gehirn, was zu Funktionsstörungen oder dem Tod führen kann. Auch Holzschutzmittel werden von Fledermäusen an ihren Hangplätzen (Sommerquartieren) über Haut, Körperpflege oder Atemluft aufgenommen und haben ähnliche Folgen. Zudem verringern Neonikotinoide und andere Pestizide die Insektenmenge und reduzieren so die Nahrungsgrundlage der Fledermäuse.
Das Wasser zieht viele Insekten an – und bietet Fledermäusen so einen reich gedeckten Tisch. Im Wasser haben die Larven vieler Insekten ihre Kinderstube. Wenn die flugfähigen Insekten schlüpfen, wissen die Fledermäuse dies genau. Von weit her kommen die Tiere geflogen, um dicht über den Gewässern zu jagen. Ein Teich für Fledermäuse sollte nicht mit Fischen besetzt werden. Fische fressen Eier und Larven der Insekten, bevor die Fledermäuse etwas davon abbekommen.
Höhlen in alten Bäumen oder alte Keller werden gern als Winterquartier genutzt, wenn sie kühl, feucht und frostfrei sind. Wo es das nicht gibt, kannst du Wohnraum schaffen. Ein Fledermausbrett oder ein Flachkasten sowie Höhlenkästen werden von den Tieren gern angenommen.
Im Komposthaufen leben viele Insekten, die den Fledermäusen als Nahrung dienen (z.B. Microchrysa polita).
Jede Fledermausart bevorzugt bestimmte Insekten und besitzt eine eigene, ihr typische Art zu jagen. So vermeiden die verschiedenen Fledermausarten Konkurrenz um die Nahrung. Manche Arten jagen im freien Luftraum, andere sammeln Insekten von Blättern oder sogar vom Boden auf. Ich habe einheimische Pflanzen aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Bei Interesse schicke ich Ihnen die Liste gerne zu.
Nachtfalter benötigen nachtblühende und nektarreiche Blütenpflanzen, wie zum Beispiel Leimkraut (Silene vulgaris - Gemeines Leimkraut), Silberblatt (Lunaria spec.) oder Seifenkraut (Saponaria officinalis). Durch ihren intensiven Duft locken die Pflanzen Nachtfalter an, die Lieblingsspeise vieler Fledermausarten
Schwärmer sind nachtaktive Schmetterlinge, die unter anderem von der großen Bartfledermaus gejagt werden. Sie verfügen über einen besonders langen Saugrüssel, der ihnen das Eindringen in tiefe Kronröhren ermöglicht. Labkraut und Weideröschen gehören zu ihren bevorzugten Besuchspflanzen.
Käfer sind z.B. die Lieblingsspeise der Breitflügelfledermaus und repräsentieren eine der artenreichsten Insektengruppen. Käfer sind an verschiedene Lebensräume und Ernährungsweisen angepasst. Besonders pollenfressende Käfer profitieren von mehr Nahrungsangebot in Gärten. Bevorzugte Blütenbesuche erfolgen bei pollenreichen Arten wie Goldlack oder Kerbel. Geeignete Käferpflanzen in Gärten sind beispielsweise: Wiesen-Flockenblume, Blutweiderich, Haselnuss, Weißdorn, Rotklee, Wolfsmilch, Johanniskraut.
Schwebfliegen zählen zur Nahrung der meisten Fledermäuse (z. B. Braunes Langohr). Sie ernähren sich von Nektar und Pollen und trinken bevorzugt dünnflüssigen Nektar von flachkronigen Blüten wie Doldenblüten (z. B. Dill) und Korbblütengewächsen (z. B. Löwenzahn). Zudem besitzen sie einen besonders langen Saugrüssel, mit dem sie auch in tiefe Kronröhren eindringen können, etwa in Lichtnelkenblüten.
Ob Zaun, Mauer oder Fassade: Flächen lassen sich gut begrünen mit Kletterpflanzen wie Jelängerjelieber (Lonicera caprifolium), Wald-Geißblatt (Lonicera periclymenum) oder Waldrebe (Clematis vitalba). Wie Hecken und Waldränder bilden Zäune und Fassaden linienhafte Strukturen, die von Fledermäusen gern zur Jagd genutzt werden.
Kräuter sind die reinsten Insektenparadiese. Nicht nur die Blüten, auch die duftenden Blätter von Pflanzen wie Thymian, Salbei, Oregano oder Minze locken zahlreiche Insekten an.
Der Käferkeller, ist Lebensraum und Entwicklungszone für Käfer. Je nach Holzart unterstützt man damit unterschiedliche Tierchen. Diese dienen wiederum als Nahrungsquelle für Vögel, Spitzmäuse, Fledermäuse, Igel uvm. Ein Käferkeller nutzt Totholz, um ein spezielles Habitat für die Fortpflanzung und Entwicklung von Käferlarven und anderen Lebewesen zu schaffen.
Der Wurzelgarten wird anders angelegt als übliche Totholzelemente, da er andere Ziele verfolgt. Hier werden Baumwurzeln und Holzstämme im Halbschatten oder Schatten aufgehäuft und so viele unterschiedliche Hohlräume geschaffen. Die Hohlräume werden zum Teil mit Erdreich gefüllt. Diese werden mit heimischen Pflanzen (z.B. Große Sternmiere, Kriechender Günsel, Stinkender Nieswurz, Schlüsselblume, Christrose) begrünt. So entsteht ein einzigartiges Kleinklima, das u.a. Käfer anzieht.
Eine artenreiche Blumenwiese lockt die meisten Insekten an. Dafür genügt es, einen Gartenbereich nur noch 2–3 Mal jährlich zu mähen, damit sich dort zahlreiche einheimische Wildpflanzen ansiedeln.
Ob Bienenhotel, Nisthülsen oder Hummelhaus: Passende Nisthilfen für Wildbienen und Co.
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David Junker
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