12. Naturgarten-Element:
Wiese
Aktuell IN ARBEIT: Eine Wildblumenwiese ist ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz. Sie fördert die Artenvielfalt und bietet Lebensraum sowie Nahrung für viele Tiere – darunter Vögel, Wildbienen, Schmetterlinge und zahlreiche andere Insekten. In stark versiegelten Flächen oder in sehr aufgeräumten Gärten finden diese Tiere oft kaum noch geeignete Lebensbedingungen. Viele Wildblumen besitzen tiefe Wurzeln. Dadurch verbessern sie die Bodenstruktur und helfen, den Boden vor Austrocknung und Erosion zu schützen. Besonders heimische Pflanzen sind für Insekten wertvoll, da sie als natürliche Nahrungsquelle dienen und optimal an die hiesigen Bedingungen angepasst sind. Die Pflege einer Wildblumenwiese erfolgt vor allem durch regelmäßiges Mähen. Im ersten Jahr wird die Fläche nur einmal gemäht. Ab dem zweiten Jahr reicht eine Mahd zweimal jährlich – einmal im Sommer und einmal im Herbst. Das Mähen erfolgt mit der klassischen Sense, da dies am schonendsten für die Fauna ist. Bei der Sommermahd im Juli oder August werden die reifen Samenstände auf der Wiese verteilt, sodass sich viele Pflanzen selbst aussäen können. Das gemähte Gras bleibt zunächst zum Trocknen liegen und wird gelegentlich gewendet, damit sich die Samen gut verteilen. Anschließend wird das Schnittgut entfernt, damit kein nährstoffreicher Humus entsteht. So bleibt der Boden mager – eine wichtige Voraussetzung für eine artenreiche Wiese. Wichtig ist außerdem, nie die gesamte Fläche auf einmal zu mähen, damit Insekten weiterhin Nahrung und Rückzugsorte finden. Zusätzlich zur Aussaat wurden auch heimische Wildstauden gepflanzt (Fettwiesenmargeritte, Schafgarbe, Habichtskraut, Weiße Lichtnelke, Wegwarte, Echter Eibisch, Echtes Leinkraut, Wiesenflockenblume, Hornklee, Große Pimpinelle, Ackerglockenblume, Ochsenzunge, Natternkopf, Rainfarn, Echtes Johanniskraut, roter Fingerhut, Wilde Karde). Diese mehrjährigen Pflanzen sind meist sehr robust und pflegeleicht, da sie von Natur aus an die lokalen Bedingungen angepasst sind. Auf den Flächen befanden sich ursprünglich drei relativ monotone Graslandschaften. An einigen ausgewählten Stellen wurden die Grasnarbe entfernt. Diese Bereiche wurden mit beikrautfreier Erde wieder aufgefüllt und dort dann gezielt heimische Blütenpflanzen ausgesät sowie vorgezogene Stauden gepflanzt. Ziel ist es, die Flächen nach und nach in eine blütenreiche Wiese zu verwandeln.