Seit Jahren imkere ich privat nach den Prinzipien der wesensgemäßen Bienenhaltung. Das Bienenvolk wird hierbei als eigenständiger Organismus verstanden, und die Haltung erfolgt so, dass sie den natürlichen Lebensbedingungen der Bienen möglichst nahekommt. Die Bienen dürfen ihre Waben selbst bauen, vermehren sich auf natürliche Weise durch Schwarmverhalten und übernehmen die Brutpflege eigenständig. Honig entnehme ich nicht. Somit sammeln die Bienen nur Nektar und Pollen, den sie selbst benötigen. Wesensgemäße Bienenhaltung umfasst auch Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Völker, wobei Eingriffe auf ein Minimum reduziert bleiben. Diese Form der Imkerei ist eng mit ökologischen Prinzipien verbunden. Weiter Informationen hierzu finden Sie unter www.mellifera.de.
Am 9.4.26 ist ein Schwarm in einen Schilfrohr-Bienenturm von David Junker in unserem Natur-im-Garten eingezogen. David fertigte diese Beute speziell für Gartenbesucher und KursteilnehmerInnen mit einem Sichtfenster, damit das Treiben im Bienenvolk beobachtet werden kann, ohne die Bienen sonderlich zu stören.
Die Schilfrohrbeuten werden von David aus hochwertigen, ökologischen Materialien und in viel Handarbeit hergestellt. Sie entsprechen weitgehend den natürlichen Lebensräumen von Honigbienen, nämlich Baumhöhlen. Er verwendet regionale Hölzer wie Lärche, Eiche, Buche oder Esche. Die Wände bestehen überwiegend aus 50 mm dicken, drahtgebundenen Schilfmatten. Schilfrohr ist ein besonders nachhaltiger Rohstoff, da es jährlich nachwächst. Es ist wasserdampfdurchlässig und bietet gleichzeitig hervorragende Dämmeigenschaften, wodurch ein optimales Stockklima entsteht. Dadurch schützen die Beuten die Bienen im Sommer vor Hitze und im Winter vor Kälte, so sparen sie Vorräte, sind langlebig und vital. Eine genaue Beschreibung des Schilfrohr-Bienenturms und weiterer Schilfrohrbeuten finden Sie unter www.kleine-holzbiegerei.de/bienenturm/.
Der Bienenturm steht seit dem 3.4.26 auf einem (aus Holzresten gebauten) Podest.
Am 8.4.26 war es soweit - bei einem meiner Bienenvölker ging der erste Schwarm ab. Netterweise🙂 haben sich die Bienen in meinem eigenen Garten in der Quitte gesammelt, so dass ich den Schwarm leicht in die Schwarmfangkiste schlagen konnte.
Einzug der Honigbienen - Nach einem Tag Kellerhaft durfte der Schwarm abends am 9.4.26 in den Bienenturm einlaufen - Jedes Mal einfach nur faszinierend!
Am 10.4.26 herrscht bereits normaler Flugbetrieb 🐝🐝🐝
Die Waldlichtbeute Am 12.4.26 ist ein zweites Volk mit samt seiner Behausung in den Natur-im-Garten eingezogen. Die Waldlichtbeute entspricht einer runden Modifikation der Warrébeute, um so einen hohlen Baumstamm (der ursprünglichen Behausung der Honigbienen) zu imitieren. Die schlanke hohe Form und die Wärmedämmung im Dach begünstigen ein positives Stockklima. Diese Beute ist für den Stabilbau und somit für die wesensgemäße Bienenhaltung sehr gut geeignet. Die Naturmaterialien Holz und Schafswolle zur Dämmung machen die Beute diffusionsoffen.