Ein Naturgarten,


der ohne Benzin, Torf und schädliche Chemie auskommt, ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern bietet auch einen gesünderen Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze. Durch achtsame Handarbeit, torffreie Erde, regionale Holzressourcen und natürliche Schutzmaßnahmen schaffen wir eine nachhaltige, harmonische Gartenwelt.

Verzicht auf synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel


Chemische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger haben ihre Schattenseiten. Rückstände im Gemüse, geschädigtes Bodenleben, Insektensterben und die Belastung von Grundwasser sind nur einige der Probleme. Wer hingegen auf natürliche Methoden setzt, erhält nicht nur gesündere Pflanzen, sondern stärkt langfristig die Widerstandskraft des gesamten Gartensystems. Der Verzicht auf Chemie ist also kein Verzicht auf Erfolg, sondern Gewinn für alle Beteiligten.

Alternativen:
Fruchtbarer Boden kann durch Verwendung von Kompost, mulchen, Pflanzenjauchen, Hornspäne, Gesteinsmehl oder Algenkalk erreicht werden.
Pflanzenstärkung: Eine gut versorgte und standortgerecht gepflanzte Pflanze ist seltener krank und weniger anfällig für Schädlinge. Zur Unterstützung können natürliche Pflanzenstärker (z. B. Brennnesseljauche, Schachtelhalmbrühe, Knoblauchsud oder Komposttee) eingesetzt werden.
Nützlinge fördern: Nützlinge sind Tiere, die im Garten leben und dort wichtige Aufgaben übernehmen. Sie fressen Schädlinge, bestäuben Pflanzen, zersetzen Gartenabfälle, belüften den Boden und versorgen ihn mit neuen Nährstoffen (z.B. Bienen und Hummeln bestäuben, Igel und Vögel fressen Schädlinge). Deswegen sind Nisthilfen (für Vögel, Wildbienen, Käfer), heimische Blühpflanzen (als Nahrung für die Nützlinge) und geschaffene Unterschlüpfe (Laubhaufen, Trockenmauern oder Totholz) wichtig.
Mischkultur: Pflanzen lassen sich clever kombinieren – das schützt vor Schädlingen und spart Platz. Beispiele für gute Nachbarn sind: Karotten und Zwiebeln (halten sich gegenseitig Schädlinge vom Leib) oder Kohl und Sellerie (Sellerie verwirrt Kohlweißlinge durch seinen Geruch).
Fruchtfolge: Im Gemüsegarten ist der Fruchtwechsel zentral, um die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu sichern. Starkzehrer wie Kohl oder Kartoffeln kommen jedes Jahr auf ein anderes Beet. Im darauffolgenden Jahr folgen Mittelzehrer wie Zwiebeln oder Salat. Danach Schwachzehrer wie Bohnen oder Erbsen. Im vierten Jahr regeneriert eine Gründüngung, bevor der Kreislauf im fünften Jahr von vorn beginnt.
Wildkräuter natürlich regulieren: Wildkräuter gehören dazu – mit der richtigen Pflege lassen sie sich eindämmen. Handjätung ist oft die effektivste umweltverträgliche Methode. Mulchen unterdrückt Licht und Keimung.

Erde ohne Torf


Torf stammt aus Mooren. Sie sind Heimat zahlreicher bedrohter Arten und speichert enorme Mengen Kohlenstoff. Aus diesem Grund verwenden wir Erden ohne Torf.

Keine benzinbetriebenen Geräte


Handarbeit und Akku-Werkzeuge sind die umweltfreundlichen Alternativen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern macht den Garten auch ruhiger und gesünder für Mensch, Tier und Pflanze. Statt eines lauten Rasenmähers besser eine Sense verwenden. So haben kleine Lebewesen wie Käfer, Frösche, Blindschleichen, Igel und andere Insekten einen besseren Schutz.
Laub sollte, wenn möglich, als Unterschlupf für Igel und andere Tiere erhalten bleiben. Lautes Laubpusten oder Laubsaugen ist aus ökologischer Sicht wenig nachhaltig. Wo es sinnvoll ist, arbeiten wir eher mit Handmethoden, um die Bodenfauna zu schonen.

Nachhaltige Holzbeschaffung und -schutz

Für Gartenmöbel, Zäune, Wildbienenhotels und ähnliche Holzkonstruktionen sollten heimische, nachhaltig bewirtschaftete Hölzer verwendet werden. Das schützt Regenwälder und reduziert Transport- und Herstellungsbelastungen.
Umweltfreundlicher Holzschutz: Viele herkömmliche Holzschutzmittel setzen Biozide ein, die Mensch, Tier und Umwelt belasten können. Sie können Allergien, Hautreaktionen und Einfluss auf das Hormonsystem verursachen. Das Umweltbundesamt empfiehlt daher möglichst auf chemische Holzschutzmittel zu verzichten. Stattdessen bevorzugen wir nachhaltige Lösungen, die weitgehend ohne Gifte auskommen. Wichtig ist eine atmungsaktive Konstruktion, damit Feuchtigkeit entweichen kann.
Wenn Holzschutz nötig ist, sollte man Produkte möglichst frei von chemisch-synthetischen Insektiziden und Fungiziden wählen.