Renaturierung
Renaturierung – Aus einem Garten wird wieder Natur.
Die Umgestaltung des Gartens begann mit einer umfassenden Renaturierung. Ziel war es, versiegelte Flächen zurückzubauen, Schadstoffe zu entfernen und den Garten wieder zu einem naturnahen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu entwickeln.Zahlreiche gemauerte Elemente wie Frühbeete und Kompostanlagen wurden abgebaut. Betonierte und mit Gehwegplatten versiegelte Wege wichen naturnahen Pfaden aus Holzhackschnitzeln. Insgesamt wurden dabei mehr als sechs Tonnen Bauschutt fachgerecht entsorgt. Die frei gewordenen Flächen wurden teilweise mit Mutterboden aufgefüllt und bieten nun wieder Platz für eine vielfältige Vegetation.Auch viele überflüssige Metallstangen sowie belastete, imprägnierte Hölzer wurden entfernt. Besonderes Augenmerk lag außerdem auf der Beseitigung invasiver Neophyten, die heimische Pflanzen verdrängen können. Arten wie der Zurückgebogene Amarant, die Ballonblume oder die Gewöhnliche Schneebeere wurden entfernt und schrittweise durch einheimische Wildpflanzen ersetzt.Ein weiterer Schwerpunkt war die Beseitigung von Kunststoffabfällen. Sichtschutzplanen, Plexiglasplatten, Folien und sogar unter Betonschichten verborgenes Styropor wurden entfernt. Zudem kamen bei den Arbeiten zahlreiche im Boden vergrabene Kunststoffreste, alte Pflanzenschilder und zersetzte Plastikschnüre zum Vorschein, die ebenfalls fachgerecht entsorgt wurden. Beim Bau neuer Naturgartenelemente kamen stattdessen überwiegend natürliche und langlebige Materialien wie Holz, Natursteine und Metall zum Einsatz. Lediglich für den Bau des Teiches war der Einsatz einer Teichfolie unvermeidbar.Auch gesundheitlich bedenkliche Materialien wurden konsequent entfernt. Mehrere Beetbegrenzungen bestanden aus asbesthaltigen Platten, die fachgerecht ausgebaut und entsorgt wurden.Bei allen Maßnahmen wurde darauf geachtet, den Garten nicht nur ökologisch aufzuwerten, sondern ihn auch für seine tierischen Bewohner sicherer zu machen. Gefährliche Zäune wurden entfernt und an geeigneten Stellen Igeldurchgänge geschaffen, damit Igel und andere Kleinsäuger den Garten ungehindert durchqueren können.Die Renaturierung bildet das Fundament des gesamten Projekts. Erst durch den Rückbau belastender und naturferner Strukturen konnte ein vielfältiger Naturgarten entstehen, der heute Lebensraum für zahlreiche heimische Tier- und Pflanzenarten bietet und gleichzeitig als Lernort für Kinder und Erwachsene dient.