IN ARBEIT! Die Betonwanne wird zur Tiertränke. Aus einem ehemaligen Wasserspeicher ist im Naturgarten eine dauerhafte Tiertränke entstanden. Die etwa 60 cm tiefe Betonwanne wurde mit Kies, Schotter und verschiedenen Steinen teilweise aufgefüllt und so strukturiert, dass unterschiedliche Wassertiefen und sichere Einstiegsbereiche entstehen. Das vorhandene Pfennigkraut ergänzt die Bepflanzung. Als besondere Pflanze soll noch der Zwerg-Rohrkolben (Typha minima) einziehen – eine in Deutschland sehr seltene und stark gefährdete Art, deren natürliche Lebensräume zunehmend verschwinden. Im Gegensatz zu einer klassischen, flachen Vogeltränke bietet die Wanne durch ihr größeres Wasservolumen einen entscheidenden Vorteil: Das Wasser erwärmt sich und verdunstet deutlich langsamer. Auch während längerer sommerlicher Trockenperioden bleibt dadurch länger Wasser verfügbar. Die Tränke ist besonders für Vögel, Insekten und kleine Säugetiere interessant. Vögel können an den flacheren, mit Steinen gestalteten Bereichen trinken und baden. Die offene Umgebung ermöglicht ihnen dabei eine gute Sicht auf mögliche Gefahren. Gleichzeitig befinden sich in unmittelbarer Nähe Büsche und Gehölze, die als Deckung, Sitzwarte und Rückzugsraum genutzt werden können. Auch für Insekten ist die strukturierte Uferzone wichtig. Zwischen Kies und Steinen entstehen unterschiedliche Bereiche mit flachem Wasser, die beispielsweise von Wildbienen und anderen Insekten zum Trinken genutzt werden können. Die Steine dienen dabei als sichere Landeflächen und verhindern, dass Tiere leicht ins tiefe Wasser geraten. Der geplante Zwerg-Rohrkolben erfüllt dabei mehrere ökologische Funktionen. Die Samen des Zwerg-Rohrkolbens sind von einer auffälligen weißen Samenwolle umgeben, die nach der Samenreife als weiches Nistmaterial von Vögeln genutzt werden kann.