23. Naturgarten-Element: Weiden-Iglu
Schritt für Schritt entsteht in unserem Naturgarten ein begehbarer grüner Raum: ein Minihaus aus lebenden Weidenruten. Die Ruten wurden in den Boden gesteckt und anschließend mit dünneren Ruten verflochten. Mit der Zeit treiben sie aus und bilden ein dichtes grünes Geflecht.   
Das Weiden-Iglu soll weit mehr sein als ein grünes Spielhaus. Als geschützter Aufenthaltsraum bietet es vielfältige Möglichkeiten für pädagogische Angebote – unabhängig davon, ob die Weide selbst gerade Thema ist. Ob Vorlesen, Geschichten erzählen, gemeinsames Lernen, kreative Aufgaben oder einfach eine Auszeit zum Entspannen: Das Iglu schafft einen besonderen Rahmen für unterschiedlichste Aktivitäten. Dabei erleben die Kinder unmittelbar, was es bedeutet, sich in einem lebenden Raum aufzuhalten. Das natürliche Blätterdach spendet Schatten, lässt Licht und Luft hindurch und verändert sich mit den Jahreszeiten. Die Nähe zu Pflanzen und Natur regt die Wahrnehmung an und bietet Gelegenheit, bewusst zur Ruhe zu kommen.  
Die lebenden Weiden binden während ihres Wachstums CO₂. Ihre Blüten bieten Wildbienen und anderen Insekten Nahrung. Als lebende Gehölzstruktur ergänzt das Iglu die Lebensraumvielfalt im Naturgarten. Durch die Verwendung natürlicher, nachwachsender Ruten entsteht ein Bauwerk, das mit der Natur wächst und sich mit den Jahreszeiten verändert.