27. Naturgarten-Element: Totholz-Wand
Wo früher ein Stück Maschendrahtzaun stand, entstand bei uns eine Totholzwand aus unterschiedlich dicken Ästen und Baumstämmen verschiedener Baumarten. Was auf den ersten Blick wie „totes“ Holz aussieht, steckt voller Leben: Käfer, Wildbienen, Spinnen, Asseln, Pilze, Flechten und viele weitere Organismen finden hier Nahrung, Verstecke, Nistmöglichkeiten und Überwinterungsplätze. Die Sonne erwärmt das stehende Totholz. Risse, Spalten und Bohrgänge schaffen vielfältige Kleinlebensräume, die besonders wärme- und trockenheitsliebende Insekten, Wildbienen und Käfer nutzen. Mit der Zeit wird das Holz von Pilzen und anderen Zersetzern abgebaut. Dabei entstehen immer neue Strukturen und Lebensräume – Totholz verändert sich und bleibt über viele Jahre wertvoll. Auch für unsere größeren Gartenbewohner haben wir mitgedacht: Einen Stamm haben wir bewusst so angebracht, dass darunter ein Durchgang für Igel entstanden ist. So ersetzt die Totholzwand nicht einfach nur ein Stück Zaun – sie ist gleichzeitig Lebensraum, Struktur, Sichtschutz und Durchgang für Tiere. 
Aus einer Barriere wurde ein Lebensraum.