Ein neues Kleinhabitat entsteht: Bemooste Steine im Schattenbereich. Bereits vor einiger Zeit habe ich einen Steinhaufen aus Muschelkalksteinen im Schattenbereich angelegt. Inzwischen haben sich die ersten Steine grün verfärbt und zeigen, dass sich auch hier langsam Leben ansiedelt. Nun ist ein weiterer kleiner Lebensraum hinzugekommen: Bemooste Granitsteine und Kieselsteine haben ihren Platz in einem feuchteren, schattigen Bereich des Gartens gefunden. Zwischen den Steinen gibt es unterschiedliche Hohlräume. Die Moospolster werden sich hoffentlich weiter entwickeln, Feuchtigkeit speichern und ein besonderes Mikroklima schaffen und damit zahlreiche Nischen für kleine Gartenbewohner bietet. Asseln, Springschwänze, Tausendfüßer und andere wirbellose Tiere können zwischen den Steinen Schutz finden. Die feuchteren Spalten bieten Rückzugsmöglichkeiten, während sich Moose und andere kleine Organismen auf den Steinoberflächen entwickeln können. Dabei ist nicht jeder Steinhaufen gleich: Muschelkalk, Granit und Kiesel unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und Oberflächenstruktur. Zusammen mit unterschiedlichen Feuchtigkeits- und Lichtverhältnissen entsteht so ein abwechslungsreiches Mosaik aus Kleinstlebensräumen. Wie sich dieses neue Habitat im Laufe der Zeit verändert, werde ich beobachten. Welche Moose wachsen weiter? Welche kleinen Tiere entdecken die Steine für sich? Und wie entwickelt sich das Zusammenspiel aus Feuchtigkeit, Schatten und Gestein?